Browserpush
 

Karlsruhe Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe über Verantwortung: Michael Homann im Interview

Es hat Tradition, dass sich die Stadtwerke Karlsruhe für die Stadt und ihre Mitmenschen engagieren. Versorger zu sein heißt für die Stadtwerke Karlsruhe mehr als Energie und Trinkwasser zu liefern. Ihr Anliegen ist es, sich als Energie- und Lebenspartner zu verstehen und der Stadt und den Menschen treu verbunden zu sein. Lena Ratzel und Tobias Haid von ka-news.de interviewten hierzu Michael Homann, den Vorsitzenden der Geschäftsführung des Unternehmens

Weiß die Karlsruher Bevölkerung, was Sie alles für die Stadt tun und wie breit Sie aufgestellt sind?

Herr Homann: "Die Stadtwerke Karlsruhe stehen seit über 100 Jahren als der Energie- und Wasserversorger für Karlsruhe und die Region zur Verfügung. Wir sichern mit unserem breiten Angebot die Grundversorgung der Stadt. Jeder Bürger bezieht Leistungen von uns. Die Vielzahl unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist täglich sichtbar, wenn sie den Erhalt, die Sicherheit und die umweltfreundliche Weiterentwicklung der Versorgungsnetze sicherstellen. Wir sind echte Karlsruher, wir stehen in unseren Kundenzentren in Daxlanden oder im "Schaufenster Karlsruhe" mit einem persönlichen Ansprechpartner für die Anliegen und Bedürfnisse unserer Kunden zur Verfügung. Ich denke, der Bürger kennt uns mittlerweile zudem sehr gut als Lebenspartner in der Stadt. So fördern wir in sichtbarem Maße viele kulturelle Aktivitäten und erhöhen so die Lebensqualität für die Menschen in der Region."

 Mitmachen bei der Stadtwerke Spendenaktion "von Herzen schenken".

Worin sehen Sie Ihre gesellschaftliche Verantwortung, als städtischer Energieversorger?

Herr Homann: "Wir tragen als Energie- und Wasserversorger elementar zum Funktionieren unserer Stadt bei. Nicht auszudenken, was passiert, wenn einmal über längere Zeit der Strom ausfallen würde. Die Versorgungssicherheit, um jederzeit und auch in Zukunft die Energie- und Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, hat bei uns Priorität. In diesem Punkt sind wir auch als systemrelevant anzusehen. In allen unseren wichtigen Entscheidungen stehen wir deshalb auch in engem Kontakt mit der Stadt. Wir sehen Entwicklungschancen, können aktiv mitgestalten, Lösungen erzielen und gemeinsam eine erstrebenswerte Zukunft schaffen. Neben dieser Versorgungssicherheit haben wir aus unserem Selbstverständnis heraus, die gesellschaftliche Verantwortung nachhaltig zu handeln, denn alles, was wir tun oder auch nicht tun, hat jetzt und auf nachfolgende Generationen Auswirkungen auf Mensch, Umwelt und Wirtschaft. Lassen sie mich ein Beispiel nennen, wie wir Umweltschutz konkret umsetzen: Unser in den vergangen fünf Jahren intensiv vorangebrachter Ausbau der Fernwärme stellt Weichen für eine lebenswerte Stadt der Zukunft. Jeder hier investierte Euro bringt die Stadt voran."

"Wir sind echte Karlsruher und tragen elementar zum Funktionieren unserer Stadt bei"

Bild: Stadtwerke Karlsruhe

Wieso treten Sie als Stadtwerke in die Öffentlichkeit, um anderen zu helfen?

Herr Homann: "Die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Menschen in Karlsruhe liegen uns sehr am Herzen. Es hat Tradition, dass wir uns für die Stadt und Mitmenschen engagieren, dies ist stark in unserem Selbstverständnis als Stadtwerke Karlsruhe verankert. Wir können hier ganz konkret zeigen, dass wir Karlsruhe kennen und lieben, dass wir eben kein fremder, anonymer Energieversorger sind, sondern von hier. Gerade jetzt in der Corona-Pandemie, einer Zeit, die von großer Unsicherheit und von einer Erfahrung geprägt ist, die wir alle das erste Mal machen, ist der gesellschaftliche Zusammenhalt wichtig: Solidarität zeigen und helfen, wo es möglich ist."

 

Was verbinden Sie mit der Winterkampagne und wieso tritt immer wieder das symbolische Herz hervor?

Herr Homann: "Mit unserer Winteraktion möchten wir den Menschen Freude schenken, Mut machen, das Miteinander fördern und zu mehr Solidarität aufrufen. Dafür ist unser Herz ein wunderbares Symbol: Es steht für Liebe, Wärme, Hoffnung, Kraft und Resilienz. Ich freue mich sehr über die große positive Resonanz und großzügige Spendenbereitschaft, die wir von unseren Mitmenschen erhalten. Die Unterstützung von Karlsruher Persönlichkeiten, wie etwa Matthias Reinschmidt vom Karlsruher Zoo, Oliver Sternagel von den Karlsruher Bädern oder Christoph Werner von dm zeigen, dass wir hier gemeinsam etwas Großes bewirken können."

Warum unterstützen Sie ausgerechnet die Kinderkrebshilfe mit dem Verein FUoKK?

Herr Homann: "Es gibt eine Vielzahl von Organisationen, die unser aller Unterstützung brauchen. Wir möchten den kleinen Patienten, die mit einer Krebserkrankung vom Schicksal hart getroffen sind, zeigen, dass sie gerade jetzt nicht alleine sind. Hier leistet der Förderverein an der onkologischen Station der Kinderklinik hervorragende Arbeit. Mit unserer Winteraktion wollen wir Geld für die Kinder der Krebsstation sammeln!"

Was wollen Sie mit Ihrem Engagement erreichen? Worin liegen Ihre Ziele?

Herr Homann: "Wir sehen, dass es der Verein im Moment besonders schwer hat, Spendengelder zu kommen, um den Kindern und deren Familie bestmögliche Betreuung zukommen zu lassen. Ihre Veranstaltungen zum Spendensammeln konnten nicht stattfinden und daher kommt unsere Aktion gerade richtig. Seitens der Geschäftsführung haben wir einen Spendentopf mit einem Sockelbetrag ausgestattet und gemeinsam mit der Unterstützung von vielen weiteren Spendern können wir die Herzenswünsche der kleinen Patienten erfüllen. Wir wollen den Kindern Mut machen, Freude geben und einen Herzenswunsch erfüllen."

Blicken wir noch auf die allgemeine Situation: In Basel hat der dortige Energieversorger aufgrund des Corona-Virus eine Stundung von bezogenen Versorgungsleistungen eingeführt. Gibt es so etwas auch bei Ihnen?

Herr Homann: "Auch bei uns gibt es seit vielen Jahren den so genannten Weihnachtsfrieden. Das heißt, dass unsererseits über die Weihnachtszeit und die erste Woche im Neuen Jahr keine Sperrungen und Inkassoversuche unternommen werden. Was das ganze Jahr über gilt, wenn jemand Sorgen mit seinen Abschlagszahlungen und vielleicht auch schon Mahnungen bekommen hat, möge er sich gerne mit uns in Verbindung setzen, wir finden gemeinsam eine Lösung. Dieses Angebot gilt nicht nur zu Corona Zeiten."

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (0)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.
ka-news-logo

Es gibt neue Nachrichten auf ka-news.de

Abbrechen