Karlsruhe Schrebergarten 2.0: Urban Gardening mit IKEA-Ideen auf dem (kleinen) Balkon

Kein Garten am Haus, die Warteliste für einen Schrebergarten ist endlos? Warum nicht den Balkon nutzen, um frisches Gemüse, Kräuter in Bio-Qualität und schöne Blumen zu pflanzen. 4 Quadratmeter Platz für Urban Gardening mitten in der Stadt - ein Selbstversuch.

Was tun, wenn man mitten in der Stadt wohnt und keine Chance hat, einen Schrebergarten zu ergattern, die sind in Corona-Zeiten rar gesät und heiß begehrt - aber dennoch einen Balkon hat? Schon lange stand die Idee im Raum, die etwas mehr als 4 Quadratmeter Balkon zu einem kleinen Garten zu machen. Etwa zwei Stunden Recherche im Online-Katalog von IKEA und einen negativen Corona-Test später steht der Besuch beim schwedischen Möbelhaus an. Trotz aller Vorbereitungen in Form einer praktischen Merkliste möchte ich zusätzlich durch die Ausstellung und die SB-Halle laufen und mir Inspirationen holen. 

In der Küchenabteilung packe ich einen Behälter zum Aufhängen ein und ich notiere mir die Regalnummer eines Servierwagens in Graugrün. Den möchte ich zu einem mehrstöckigen Hochbeet umfunktionieren. 

Gurken, Salat, Anzuchtschale: Den Platz auf dem kleinen Balkon möchte ich bestmöglichst ausnutzen.
Gurken, Salat, Anzuchtschale: Den Platz auf dem kleinen Balkon möchte ich bestmöglichst ausnutzen. | Bild: anb/ka-news.de

Ein Teppich für den Umweltschutz

In der Markthalle sehe ich mir einen Teppich aus Reisstroh an, den ich bereits im Internet gefunden habe. Die Fliesen auf dem Balkon möchte ich verstecken, da sie nicht mehr so schön anzusehen sind. Der Teppich der FÖRÄNDRING-Kollektion ist handgefertigt und hat eine Message. Der Farbverlauf von hell- zu dunkelblau symbolisiert die Idee hinter der FÖRÄNDRING-Kollektion, die Luftqualität zu verbessern. Denn: Nach der Ernte würde das Reisstroh verbrannt, was die Luft verunreinigen würde. Stattdessen werden aus den Fasern neue Produkte wie dieser Teppich hergestellt. Das sichert indischen Familien ein zusätzliches Einkommen und schont die Umwelt. Ein toller Gedanke und ein schöner Teppich mit einer Geschichte dahinter.

Bild: anb/ka-news.de

Ich sichere mir in der Abteilung für Aufbewahrung noch zwei weitere Körbe, die aus nachhaltigen Materialien gefertigt sind: geflochtenes Seegras und recycelte Pappe. Nachhaltigkeit ist nicht gleich öko und sieht auch noch richtig gut aus.

Bild: anb/ka-news.de

Was zu einem kleinen Balkon-Garten gehört sind noch passende Töpfe. Sie sollten groß genug sein, damit die Tomatenpflanzen Platz haben. Mit den Nypon-Übertopf, der aussieht wie aus Beton gegossen und in Wahrheit aus Plastik ist, werde ich fündig. Er besteht zu mindestens 50 Prozent aus wiederverwertetem Kunststoff. Den Topf gibt es in verschiedenen Größen, für meine Zwecke sollte der mit 24 Zentimetern Durchmesser ausreichen.

Nach oben, denn da ist Platz

Da 4 Quadratmeter Balkon gut ausgenutzt werden sollen, möchte ich in die Höhe bauen, dafür eignet sich der SATSUMAS Blumenständer mit fünf Übertöpfen. Genug Platz für die Kräuter, dekorativ und aus nachwachsendem Material Bambus. Das erklärte Ziel von IKEA ist, bis 2030 sämtliche Möbelstücke aus recycelten oder erneuerbaren Materialien zu fertigen. Mich überzeugen die Leitern, so schaffe ich mehr Raum für mein Urban Gardening-Projekt.

In die Höhe: Auf einem kleinen Balkon muss man jeden Zentimeter ausnutzen.
In die Höhe: Auf einem kleinen Balkon muss man jeden Zentimeter ausnutzen. | Bild: anb/ka-news.de

Meine Merkliste ist abgearbeitet, ein paar Teile die ich nicht auf dem Zettel hatte, die ich aber umfunktionieren kann, nehme ich auch noch mit. Im Gartencenter habe ich noch ein paar Kräutertöpfe sowie Tomaten-, Gurken- und Paprikapflanzen eingekauft. Außerdem Erde und schöne Blumen.

Fertig! Jetzt heißt es abwarten, bis die Tomaten wachsen, die Gurken reif sind und die Kräuter umgetopft werden können.
Fertig! Jetzt heißt es abwarten, bis die Tomaten wachsen, die Gurken reif sind und die Kräuter umgetopft werden können. | Bild: anb/ka-news.de

Die Leitern, eine Banktruhe und der RASKOG-Servierwagen sind rasch aufgebaut. Vor allem den Servierwagen erwartet eine Überraschung. Er wird ein dreistöckiges Hochbeet. Die Ebenen lege ich vorher mit Folie aus, dann befülle ich die oberen zwei Etagen mit Erde. Oben pflanze ich Gurken ein, auf der mittleren Ebene Salate und die untere Ebene biete Platz für meine Anzuchtschale: eine Muffinform.

Aus der Muffinform habe ich das Anzuchtset gemacht. Hier sollen Kräuter wachsen, bevor ich sie umtopfen kann. Die Backform ist wiederverwendbar, das schont die Umwelt.
Aus der Muffinform habe ich das Anzuchtset gemacht. Hier sollen Kräuter wachsen, bevor ich sie umtopfen kann. Die Backform ist wiederverwendbar, das schont die Umwelt. | Bild: anb/ka-news.de

Darin ziehe ich Kräuter, die ich später umpflanzen möchte. Das Experiment Urban Gardening statt Schrebergarten kann also losgehen. Bis ich die ersten Salatblätter und Cocktailtomaten ernten kann, heißt es abwarten...

Hier geht's zum IKEA Einrichtungshaus Karlsruhe.

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