Karlsruhe Netzwerkdenken im ZKM: Die Ausstellung "BarabásiLab. Hidden Patterns" offeriert faszinierende (Medien-) Kunst

Die Ausstellung "BarabásiLab. Hidden Patterns" stellt die Tätigkeit des rumänischen Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors in den Vordergrund. Im ZKM ist die spannende Schau noch bis ins nächste Jahr zu sehen.

Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Das klingt spannend, aber - ehrlich gesagt - auch irgendwie beängstigend. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern. Diese Disziplin produziert mittels modernster Technik faszinierende Bilder, Skizzen und Installationen. Indem abstrakten Daten eine konkrete Form gegeben wird, werden verborgene Verbindungen sichtbar. Vorher Unfassbares wird fassbar und nachvollziehbar, aus Unwissen wird Erkenntnis.

Der Fokus der ZKM-Ausstellung liegt dabei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 25 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. Als Forschungslabor schöpft das BarabásiLab dabei stets aus Aktuellstem, wie COVID-19 oder Fake News.

 

BarabásiLab, "Fake News", 2018
BarabásiLab, "Fake News", 2018 | Bild: BarabásiLab (Albert-László Barabási, Alexander Gates, Alice Grishchenko, Qing Ke, Mauro Martino, Onur Varol)

Ausstellungsbegleitend lädt das ZKM am 14. Januar 2022 zum Symposium mit dem Titel "Das neue Daten-Denken" ein. Hier werden Vorträge unter anderem von Albert-László Barabási und Kim Albrecht erwartet. Zudem gibt's ein imposantes Rahmenprogramm zur Ausstellung: Monatlich werden aktuelle Themen wie  "Epidemische Ausbreitung",  "Biologische Netzwerke" oder "Big Data" in Online-Gesprächen mit Wissenschaftler:innen und Künstler:innen diskutiert sowie digitale und analoge Führungen angeboten. "BarabásiLab. Hidden Patterns" ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest.

 

Termin: noch bis 16. Januar 2022,

Lichthof 1+2, 2.OG, Zentrum für Kunst und Medien (ZKM), Karlsruhe

www.zkm.de/barabasilab

www.barabasilab.com

 

Über den Künstler

Albert-László Barabási (geboren 1967, Cârta, Harghita, Rumänien) begann sein Studium ursprünglich als Bildhauer, bevor er sich als Universitätsstudent in Bukarest und Budapest der Physik zuwandte und in Boston promovierte. Barabási entwickelte die Theorie komplexer Netzwerke an der Northeastern University in den USA. Er arbeitet am Dana-Farber-Krebsinstitut der Harvard University und lehrt an der Central European University in Budapest. Er lebt und arbeitet in den USA und in Budapest.
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