Karlsruhe Es tut weh: Installation "Connected to Life" von Chiharu Shiota im Foyer des Zentrums für Kunst und Medien zu sehen

Es tut weh, es brennt in der Seele - soll es auch. Im ZKM-Foyer greift eine gebäudefülIende Installation Raum, die es in sich hat: "Chiharu Shiota. Connected to Life" will - gerade in diesen Zeiten - Zeichen setzen.

Der Anblick  dieses höchst aussagekräftigen Kunstwerks macht betroffen, will es doch symbolisieren, was uns in letzter Zeit pandemiebedingt widerfahren ist. 57 von der Decke stufenförmig bis zum Boden reichende, miteinander verbundene Betten erinnern an die wohlbekannten Bilder aus Krankenhauskorridoren.

Die mit roter Farbe gefüllten Plastikschläuche scheinen wie Adern, durch die das lebenswichtige Blut und Sauerstoff fließen. Die Installation steht für die Hoffnung, dass menschliches Mitgefühl und Wissenschaft uns dabei helfen können, einen Weg aus der Pandemie und diesem Menschheitsthema Corona zu finden und deren Folgen zu überwinden.

Weibel: "Diese Installation ist ein Memorial"

Auch ZKM-Chef Peter Weibel meldet sich zu Wort und bezieht Stellung: "Die Installation 'Connected to Life' von Chiharu Shiota ist ein Memorial zum Gedenken an die Opfer des COVID-19-Virus und an diejenigen, die sich für die Gesundheit und das Leben ihrer Mitmenschen täglich opfern."

Impression "Chiharu Shiota. Connected to Life"
Impression "Chiharu Shiota. Connected to Life" | Bild: Toby Frei

Kurz zu den Einflüssen und der Vita der genannten Künstlerin: Chiharu Shiota schöpft ihre Inspiration häufig aus persönlichen Erlebnissen oder Gefühlen, die sie auf universelle menschliche Anliegen wie Leben, Tod oder Beziehungen ausdehnt. Konzepte wie Erinnerung und Bewusstsein definiert sie neu, indem sie alltägliche Objekte wie Schuhe, Schlüssel, Betten, Stühle und Kleider zusammenstellt und diese in riesige Geflechte aus Wollfäden einwebt.

Chiharu Shiota lebt und arbeitet in Berlin

In ihren Installationen geht sie dem Gefühl der "Präsenz in der Abwesenheit" auf den Grund, und ihre Skulpturen, Zeichnungen, Performance-Videos, Fotografien und Leinwandbilder repräsentieren nicht greifbare Emotionen. 2008 erhielt Shiota den "Art Encouragement Prize" vom japanischen Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie. Zahlreiche internationale Institutionen auf der ganzen Welt stellten ihre Arbeiten aus. Die Künstlerin Shiota wurde 1972 in Osaka, Japan geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Termin: noch bis 5. September 2021, Foyer des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM), Karlsruhe, Eintritt frei!

www.zkm.de/connected-to-life

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