Karlsruhe Wir sind alle Klimahelden: Klimaschutzprojekte in Karlsruhe

Das Herz der Stadtwerke Karlsruhe schlägt für das Klima. Daher helfen die Stadtwerke allen Klimahelden aus Karlsruhe und Umgebung, ihr Engagement zu realisieren. ka-news.de stellt heute eine Auswahl konkreter Vorhaben in der Umgebung vor. 20 Klimaschutzprojekte werden mit bis zu 3.000 Euro gefördert.

Mit der Aktion "Klimaheld 2020" wollen die Stadtwerke Karlsruhe das Engagement für den Klimaschutz in der Region fördern und Vereinen, Bildungseinrichtungen und anderen Institutionen die Möglichkeit bieten, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Egal wie groß oder klein das Projekt ist, man kann immer helfen, das Klima zu verbessern und Mutter Natur zu helfen. Wir von ka-news stellen heute einige  spannende Projekte vor: Auf der Seite der Stadtwerke Karlsruhe finden sich bisher knapp 20 Projekte, die zum Ziel haben, das Klima zu schützen.

Mitmachen ist weiterhin möglich

Ab dem 24. Februar kann das Netz per Abstimmung mitentscheiden, welche Projekte gefördert werden. Ihr Klimaprojekt ist noch nicht dabei? Dann können Sie sich direkt hier bewerben. Beim Treffen mit den Vertretern der einzelnen Projekte und Vereine wird eines schnell klar: Klimaschutz geht im Kleinen wie im Großen und ist für die Teilnehmer eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Stadtwerke Karlsruhe sucht Klimahelden
Stadtwerke Karlsruhe sucht Klimahelden |

Spannende einzelne Projekte vom Kita-Kleingarten bishin zur Recycling großer Windkraftrotorblätter

Ramtin Kashef vom Kinderhaus Sterngucker in Mühlburg erzählt mit freudestrahlenden Augen von seinem Projekt "Kita Kleingarten". Ramtin Kashef möchte bereits den kleinsten Mitbürgern beibringen, wie unser Ökosystem auch im kleinen während der verschiedenen Jahreszeiten funktioniert . Natur, Jahreszeiten und gemeinschaftliches Zusammenarbeiten begreifbar machen steht im Vordergrund.  Gemeinsam mit dem  Kleingartenverein Oberer See in Karlsruhe sowie einem ortsansässigen Imker möchte der Erzieher so eine Grundsensibilisierung für unsere Natur, das Klima und für nachhaltiges Handeln schaffen.

Ein ähnliches Anliegen hat auch der Evangelische Schülerhort unter Leitung von Jens Hager. Er möchte gesunde Ernährung und regionale Produkte fördern. Der Hort verstehe sich als Teil des Gemeinwesens im Stadtteil und möchte ihn auch mit dieser Aktionen bereichern. Es ist angedacht, den Garten mit den neu gestalteten Hochbeeten auch anderen Institutionen und Gruppen zur Verfügung zu stellen, um so möglichst viele Menschen für den Klimaschutz gewinnen zu können und den Garten des Hortes gemeinschaftlich zu pflegen. Zusätzlich soll Baumaterial für die Nachbarn und Eltern beschafft werden, um im Stadtteil noch mehr Hochbeete zu bauen.

Auch die Schulklasse 5a der Realschule in Neureut möchte sich im Bereich Insekten- und Vogelschutz engagieren. Zunächst sollen drei große Flächen auf dem Schulgelände neu bepflanzt werden. Hier sollen insekten- und vogelfreundliche heimische Wildsträucher und Wildblumen eine zentrale Rolle spielen. Außerdem möchten die Schulklasse mit Ihrer Lehrerin Julia Anspieler einen Bienenautomaten aufstellen. Dieser ehemalige Kaugummiautomat enthält in kleinen, wiederbefüllbaren Kapseln besonders insektenfreundliche Blumenzwiebeln und Saatgut, die man für 20 beziehungsweise 50 Cent kaufen kann.

Rotorblätter von Windkraftanlagen sind bis zu 50 Meter lang und müssen alle 20 Jahre ausgetauscht werden

Bladesign ist während eines Kurses an der Universität Karlsruhe und der Hochschule St. Gallen entstanden und möchte Windkrafträdern ein zweites Leben geben. Momentan sind ausgediente Rotorblätter Sondermüll und werden geschreddert und verbrannt, das Material ist kaum recycelbar. Zusammen mit Architekten, Künstlern und Designern sucht die Gruppe nach einer nachhaltigen Wiederverwertung von Rotorblättern: So entstehen Lampen, Konferenztische und Hochbeete, die eine nachhaltigeren Umgang mit Windkraft anstoßen.

25 Prozent  niedriger als der deutsche Durchschnitts-CO2-Verbrauch

Felix Schweikhardt und Friedhelm Sauer möchten mit ihrem Klima-Pakt erreichen, dass sich die Menschen mit Hilfe eines CO2-Rechners selbstständig mit Ihrem CO2-Verbrauch auseinandersetzen und selbst erkennen, in welchem Bereich sie persönlich auf CO2-Ausstoß verzichten können. Die beigetretenen Bürgerinnen und Bürger bekommen durch die entstehende Community eine positive Bestätigung und Hilfestellung, um so das CO2-sparende Verhalten kontinuierlich beizubehalten.

Die Mitglieder der Community sollen mindestens 25 Prozent weniger als der Durchschnittsbürger soll ein Mitglied der Community CO2 verbrauchen. Gleichzeitig bildet sich eine wachsende Gemeinschaft, die sowohl Skeptikern, aber auch Politik und Wirtschaft zeigt, dass es viele Menschen gibt, die bereit sind ein klimafreundliches Leben zu führen und dafür auch die entsprechenden Produkte und Politikangebote einfordern.

Freizeitspaß und Klimaanstrengungen gehören zusammen

Markus Thesen vom MBC Karlsruhe erklärt: "Wenn man an Motorboote denkt, dann kommt man nicht direkt darauf, dass wir auch auf das Klima schauen." Doch im vergangenen Jahr wurde im Vereinshafen auf eine neuartige GTL Tankstelle umgerüstet. Der aus Gas gewonnene GTL-Diesel stößt beim Verbrennen dabei deutlich weniger Feinstaub und Stickoxide aus, als vergleichbare Diesel aus Erdöl.

Das Umweltbewusstsein fängt, wie Markus Thesen erklärt, bereits bei der Ausbildung zum Bootsführerschein an. "Wir möchten den neuen Bootsfahrern auch Werte vermitteln, wie wir mit unserem Rhein und anderen Gewässern umgehen." Nun möchte der MBC Karlsruhe den nächsten Schritt gehen und Strom aus der Kraft der Sonne gewinnen.
 

CO2 sparen zu Lande und in der Luft

Roland Helfer von der Luftsportgemeinschaft Rheinstette e.V.  erklärt, dass auch bei ihnen auf dem Vereinsgelände  nach Möglichkeiten gesucht wird den Flugsport so  klimaneutral wie möglich zu gestalten. Ein Schritt dazu war, im Jahr 2018 die Umstellung aller Leuchtmittel am Segelfluggelände auf LED-Lampen. So verbrauchen sie jedes Jahr 1.000 Kilowatt weniger.

Nun möchten die drei betreibenden Vereine des Flugplatzes, darunter der Flugsportverein 1910 Karlsruhe e.V., die akademische Fliegergruppe des KIT e.V. und der Luftsportverein Albgau e.V. eine große Investition in die Zukunft machen. Zwei der bisher drei benzin- und dieselbetriebenen Segelflugschleppwinden sollen einer Elektrowinde weichen - damit in naher Zukunft Segelflugzeuge klimaneutral starten können. Die verbleibende alte Schleppwinde soll aber nur noch bei Ausfall der Elektrowinde zum Einsatz kommen oder bei besonders großem Bedarf und in einigen Jahren auch ersetzt werden, so Roland Helfer.

Mitmachen statt wegschauen: DreckWegWoche der Stadt Karlsruhe

Für die Kanuten des Kanuclub Maxau ist es neben dem Sport auch wichtig, die Natur zu erhalten. Deshalb beteiligt sich der Verein seit Jahren aktiv an der DreckWegWoche der Stadt Karlsruhe. Auch sonst setzt sich der Verein  für Nachhaltigkeit ein. Der Verein hat nur Getränke aus Mehrwegpfandflaschensystemen und nutzt bei Vereinsausfahrten vermehrt Kleinbusse aus Sharing Modellen.  Die Tischtennisabteilung, die im Bootshaus trainiert, soll eine Energiesparende LED Beleuchtung bekommen die mit NaturStrom betrieben wird, je nach Höhe der Förderung
soll das gesamte Bootshaus auf LED umgerüstet werden.

Eine Übersicht aller Projekte finden Sie auf der Seite der Stadtwerke Karlsruhe.

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