Was veranlasst die Freien Wähler in Karlsruhe, Migranten zu präsentieren ?

 
Die existenziellen Probleme der Menschen in Kriegsgebieten dieser Welt und in Hungergebieten von Afrika bewegen uns in Europa mit täglich steigender Intensität. Ein Exodus in Lebensgefahr ist die Folge von Mord und Hunger in einem breiten Weltgürtel von Kongo über Irak und Syrien bis Bangla Desh.
Das rettende Ziel ist Europa und die Spannungen zwischen den Staatbürgern und den Schutzsuchenden steigen zusehends, zusätzlich geschürt in Deutschland durch die AfD-Pfarrersfrau Petri.
Wir Freie Wähler möchten durch unser open air und unser  Bühnenprogramm darstellen, dass die Menschen, die zu uns kommen nicht bloß zu Migranten reduziert werden sollten, weil sie auch eine kulturelle Bereicherung unserer Gesellschaft sein können.
 

Wollen die FW damit Solidarität mit Menschen aus anderen Kulturen zeigen ?

 
Die Schutzsuchenden haben keine Alternative zur Flucht, wenn sie nicht durch Kriegshandlungen oder durch Hunger sterben wollen. Die Lebenserhaltung ist ein Ur-Instinkt, der keine Diskussion verträgt. Die kulturellen Unterschiede sind oft so groß, dass diese Menschen  eine Zeitreise machen, wenn sie in Europa gelandet sind. Deren Aufnahme und Betreuung erfordern große menschliche Solidarität. Wir Deutsche wissen aus eigenem Nazizeit-Erleben, wie wichtig diese seinerzeit aus England, der Schweiz oder den USA für die Lebenserhaltung sein konnte.
 

Die FW berufen sich auf den Privilegienbrief von 1715. Welche Parallelen ziehen sie zu heute ?

 
Wir unterscheiden, wie damals, nicht zwischen Glaubensbekenntnissen oder den
Kriegs- oder den Wirtschaftsflüchtlingen. Wir selbst haben ein einziges Bekenntnis in der Begegnung mit Migranten aus anderen Kulturen, mit anderen Sitten und Gebräuchen : Toleranz ! Menschen die aus Staaten fliehen, in denen Widerstandsgruppen, das Militär, korrupte Regierungen und internationale Konzerne gegeneinander einen Vernichtungskampf führen, müssen und können hier, wie vor 300 Jahren, aufgenommen und integriert werden. Daher sollten wir alle gegen Teilnahmslosigkeit, Ahnungslosigkeit und Gleichgültigkeit offensiv vorgehen. Denn jede positive Haltung zu Migranten ist eine deutliche Absage an Antisemitismus und Rechtsextremismus in Deutschland wie in Europa.

weitere Infos: www.fw-ka.de