Schwerin/Karlsruhe Karlsruhe erfolgreichste Mannschaft bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften

Die Karlsruher Hochschulsportler haben in Schwerin groß abgeräumt und sich für internationale Aufgaben empfohlen. Neben Peter Wenzel und Heiko Gulan qualifizieren sich auch Julia Johannsmeier, Karin Groth, Imke Ludwig und Vera Dohmen für die Europäische Hochschulmeisterschaft in Polen.

Am vergangenen Wochenende wurden die Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) im Rudern auf dem Faulen See in Schwerin ausgetragen. Bei wechselhaftem Wetter mit leichten Böen und gelegentlichem Nieselregen holten die Ruderer der WG Karlsruhe in spannenden Rennen Edelmetalle.

Dieses Jahr reiste die Ruderriege mit einer besonders großen Mannschaft an: zum einen mit der über 15-köpfigen Rennmannschaft, zum anderen mit einer Gruppe aus zwölf Anfängerruderern, die sich aus den Kursen des Hochschulruderns gebildet hatte. Bereits im ersten Rennen am Samstag konnte der offene Frauendoppelzweier mit Julia Johannsmeier und Vera Dohmen in dem von einem starken Zweier aus Wiesbaden dominierten Feld den dritten Platz erringen.

Im Männerdoppelzweier mussten sich Niklas Reisser und Sören Freisler nach einem klaren Sieg im Hoffnungslauf dann knapp mit dem vierten Platz im Finale zufrieden geben. Den ersten großen Sieg des Tages für die WG Karlsruhe holten Peter Wenzel und Heiko Gulan: Sie entschieden den Männerzweier ohne Steuermann überraschend deutlich für sich und qualifizierten sich somit direkt für die Europäische Hochschulmeisterschaft (EUC), welche Anfang September in Kruszwica in Polen ausgetragen wird. Im zweiten Boot machten Maximilian Detmer und Ulrich Geilmann mit hauchdünnem Vorsprung vor der TU Darmstadt den Doppelsieg perfekt.

Nach einem klaren Vorlaufsieg errang der Frauen-Doppelvierer mit Julia Johannsmeier, Karin Groth, Imke Ludwig und Vera Dohmen vor Münster und Köln den ersten Platz im Finale und konnte sich ebenfalls über die Qualifikation für die EUC in Polen freuen. Der Männerachter machte mit einem fantastischen Rennen den Tag perfekt. Nach dem Start konnten die Gegner zunächst leicht in Führung gehen. Bis zur Streckenhälfte hatte sich das Boot um Schlagmann Maximilian Detmer aber bereits einen leichten Vorsprung erarbeitet und konnte bis ins Ziel Wasser zwischen sich und die Boote aus Heidelberg, Hannover und Aachen bringen. Somit nahm der Karlsruher Achter nicht nur wieder den Jürgen-Fechler-Gedächtnispokal mit nach Hause, sondern ebenso wie im letzten Jahr die heiss begehrte Fahrkarte nach Kruszwica zur Europäischen Hochschulmeisterschaft.

Der Mixed-Doppelvierer mit Ulrich Geilmann, Julia Johannsmeier, Simon Böhler und Karin Groth qualifizierte sich am Sonntagvormittag mit einem klaren Sieg im Hoffungslauf für das Finale und holte dort mit einem starken Endspurt Silber. Auch im Frauendoppelzweier konnten sich die Karlsruher Ruderinnen durch einen Spurt auf der Zielgerade von ihren Konkurrentinnen absetzten und über den ersten Platz jubeln. Dieser Sieg bedeutete zugleich bereits die vierte Nominierung für die Europameisterschaften.

Im Männervierer ohne Steuermann waren zwei Karlsruher Boote am Start. Ein starkes Boot aus Hamburg war die größte Konkurrenz für Maximilian Detmer, Peter Wenzel, Heiko Gulan und Niklas Reisser. Mit einer überragenden Leistung konnten die Vier sogar Wasser zwischen sich und die Hamburger bringen und holten Gold und damit sensationell die fünfte EUC-Nominierung, während sich das zweite Boot hinter Darmstadt und Heidelberg mit dem fünften Platz zufrieden gab. Nach einem klaren Vorlaufsieg des Karlsruher Männerdoppelzweiers gab es im Finale ein Fotofinish. Mit zwei Zehnteln auf die Zweitplatzierten von der Uni Erlangen-Nürnberg gewannen Niklas Reisser und Sören Freisler Bronze.

Das Grand-Finale der Regatta bildete der offene Männerachter: mit über einer Bootslänge konnte sich die Renngemeinschaft aus sieben Karlsruhern und einem Würzburger vor Hannover souverän den Sieg sichern. Nach Auszählung der erruderten Punkte stand schnell fest: die Ruderer der Universität Karlsruhe sind erneut die erfolgreichste Mannschaft bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften. Mit dem besten Abschneiden aller Zeiten konnte die Ruderriege den Pokal für die Gesamtwertung nun schon zum vierten Mal in Folge gewinnen. Besonderer Dank gilt den Trainern Paul Schmidt und Ralf Thanhäuser für die tägliche Arbeit mit den Athleten sowie dem Karlsruher Ruderverein Wiking für die Bereitstellung von Booten.

Die Anfängertruppe hatte in den Bootsklassen Männer-Gig-Doppelvierer mit Steuermann, Frauen- Gig-Doppelvierer mit Steuermann sowie dem Mixed-Gig-Doppelvierer mit Steuermann leider kein Medaillenglück und gab sich mit Platzierungen in den kleinen Finals zufrieden. Nach dreimonatiger Anfängerausbildung in den Kursen des Karlsruher Hochschulsports nahmen die acht Studenten und vier Studentinnen in Schwerin motiviert an ihrer ersten Regatta teil und waren sich danach alle einig: "Wir haben viel Spaß gehabt und vor allem einiges dazugelernt!"


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