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Karlsruhe/Gelsenkirchen KSC-Gewächs Wellenreuther wird Schalke-Profi: "Jetzt ist alles prima"

Am vergangenen Wochenende war Timon Wellenreuther wieder einmal in seiner alten Heimat. Der gebürtige Karlsruher, inzwischen heimisch in Gelsenkirchen, war "wie zwei-, dreimal im Monat" in der Fächerstadt. "Ich komme regelmäßig zu meiner Familie und meinen Freunden", sagt der 18-Jährige, der vor einem Jahr das Badische in Richtung Ruhrpott verlassen hat.

Der Sohn des KSC-Präsident Ingo Wellenreuther war auf einer Abitursfeier. "Die alten Kumpels besuchen, mit denen ich im Gymnasium war. In NRW ist es noch nicht soweit, ich bastle noch am Abi", verrät er. Er käme oft und gerne nach Karlsruhe, sagt er immer wieder. "Dann treffe ich mich mit Freunden. Zum Beispiel mit Jimmy Marton oder auch Kai Kleinert, mit denen ich viele Jahre beim KSC spielte." Bis sich die Wege trennten. 2013 wechselte Timon vom Wildpark zum FC Schalke 04.

Torwart Karriere bei Schalke 04

Am Montag ging es wieder zurück nach Gelsenkirchen. Dort macht der junge Mann als Torwart Karriere, unterschrieb vor wenigen Tagen gar einen Profivertrag bis 2017. Wellenreuther Junior wurde zwar beim Karlsruher SC ausgebildet, spielt aber seit einem Jahr in der U19 des FC Schalke 04. Der waschechte Karlsruher ist die Nummer Eins im Tor des Talentteams der Königblauen.

In der Champions League der Junioren, wie auch im DFB-Pokalfinale gegen den SC Freiburg lieferte der Nachwuchskeeper tolle Leistungen ab. Der gerechte Lohn: Die Königsblauen gaben ihm einen Profivertrag über die nächsten drei Jahre. "Timon hat sich das verdient", freut sich Vater Wellenreuther. "Ich will lernen, aber wenn ich ganz oben gebraucht werde, dann bin ich da", sagt der Junior selbstbewusst.

Anfängliches Heimweh nach dem Badnerland

Das anfängliche Heimweh nach dem Badnerland, der Familie und den Freunden hat sich schnell gelegt. "Eigentlich schneller als erwartet. Anfangs war es nicht ganz leicht, jetzt ist alles prima." Das erste Jahr verbrachte er im Internat des Champions League Teilnehmers Schalke 04. Jetzt zieht er dort aus, wohnt künftig in einer Jung-Profi-WG. "Mit Marvin Friedrich und Pascal Itter habe ich eine Wohnung gemietet", erzählt er. 

Timon will weiterhin alles geben. "Ich kann bei den Profis viel lernen und werde versuchen die Chance zu nutzen, mich in einem Topkader mit tollen Fußballprofis zu entwickeln", so der 187 Zentimeter-Schlaks. Dass er künftig täglich mit Stars wie Klaas-Jan Huntelaar oder auch Adam Szalai trainieren wird, macht ihm keine Angst. "Das kenne ich schon. Ich durfte in der vergangenen Saison bereits hin und wieder bei den Bundesligaprofis mittrainieren."

Er will beweisen, dass er diesen langfristigen Vertrag zu recht bekam. "Und wenn einer der anderen Torhüter aus irgendeinem Grund ausfällt - dann bin ich da." Klar will er auch mal in der Bundesliga spielen "und zwar so schnell wie es geht". Dafür ackert und rackert er in jedem Training, darauf richtet er sein Leben aus.

Wellenreuther: "Ich will den Titel"

Doch zunächst liegt der Fokus aus einem besonderen Spiel: Auf Schalke bereitet er sich akribisch sich auf das Halbfinale der deutschen Meisterschaft der U19-Teams gegen Hoffenheim vor. Timon strahlte: "Natürlich wollen wir gewinnen. Ich will den Titel", erklärt er und fügt flugs hinzu: "Schalke ist ein großer Club und dieser Vertrag ist eine große Herausforderung für mich."

Eines ist für ihn logisch: Dass er noch immer "dem KSC die Daumen drückt wo es geht! Mit etwas Glück reicht es für ganz vorne." Er traut dem KSC-Zweitligateam einiges zu: "Die haben sich gut verstärkt. Der KSC wird vorne dabei sein. Wie gesagt: Mit etwas Glück reicht es für ganz vorne!" Natürlich will Timon, dass der Club, bei dem er in der Jugend das Fußball-ABC erlernte, Erfolg hat. Mit einer Ausnahme: "Wenn ich mal gegen den KSC spielen muss, und das könnte ja im Pokal der Fall sein, dann will ich natürlich gewinnen."

Dass der KSC mit Florian Striezel eine neue Nummer drei verpflichtet hat, und keinen Kontakt zu ihm aufnahm, ärgert Timon nicht. Er antwortet diplomatisch: "Ich fühle mich in Schalke wohl."

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  •   till
    (930 Beiträge)

    04.06.2014 17:43 Uhr
    Und
    was hat der KSC davon?
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11660 Beiträge)

    04.06.2014 17:46 Uhr
    die Gewißheit,
    dass sich die Frau des Präsi nicht dauernd den Kopf darüber zerbrechen muß, wann der Jungen endlich vom Training nach Hause kommt.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11660 Beiträge)

    04.06.2014 17:48 Uhr
    das "n" stifte ich
    dem kommenden Nachfolger des Norbert Nigbur...

    ... es sei denn, jemand braucht's dringend.
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  •   Faecherstadt_Guerilla
    (4092 Beiträge)

    04.06.2014 18:32 Uhr
    Es ist doch schön, ...
    daß im prädidalem Hause die Fußballtradition an die nächste Generation weitergegeben wurde.

    Eins hat der kleine Wellenreuther Oliver Kahn schon jetzt voraus: Er muß net irgendwann auf einer MGV Wahlkampf für seinen Vater machen, damit dieser überhaupt mal ins Präsidentenamt gewählt wird.
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  •   Bruno
    (391 Beiträge)

    04.06.2014 17:01 Uhr
    !!!
    Alles richtig gemacht Timon !!!
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  •   Faecherstadt_Guerilla
    (4092 Beiträge)

    04.06.2014 17:09 Uhr
    Ah, ...
    man kennt sich. zwinkern
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  • unbekannt
    (650 Beiträge)

    04.06.2014 14:16 Uhr
    Junge
    wärst du doch zum BVB, trotzdem Viel Erfolg.
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