ka-news

Karlsruhe Ecke links
Karlsruhe Ecke rechts
28°/ 17°
Karten-Ansicht: Karlsruhe
  • Zweite Rheinbrücke:
 
Schrift: 

Zweite Rheinbrücke: Wirtschaft macht Druck - 188 Firmen für Brücke [63]

Karlsruhe (mda) - Die Wirtschaft macht Druck: Die "Initiative Zweite Rheinbrücke" hat am Freitag, 27. Januar, in Karlsruhe mehr als 180 Unternehmen präsentiert, die sich in einer Resolution für den Bau einer zweiten Rheinbrücke von Karlsruhe nach Wörth aussprechen. Darunter auch Firmen wie Autobauer Daimler, Automobilzulieferer Bosch und Fenster-Hersteller Aluplast. Zudem sehen die Brückenbefürworter die Blockadehaltung der grün-roten Landesregierung gegenüber dem Bauvorhaben bröckeln.
/zweite-rheinbruecke-karlsruhe./Zweite-Rheinbruecke-Wirtschaft-macht-Druck-188-Firmen-fuer-Bruecke;art6066,799728,B?bn=821130
"Initiative Zweite Rheinbrücke"
zum Bilddetail
Landrat Christoph Schnaudigel (Karlsruhe) und Landrat Fritz Brechtel (Germersheim) setzen sich für eine zweite Rheinbrücke ein. (v.r.)
Foto: (mda)

Mehr als 180 Unternehmen beidseitig des Rheins fordern den Bau der umstrittenen zusätzlichen zweiten Rheinbrücke von Karlsruhe nach Wörth. Die Firmen wenden sich mit ihrer Forderung in einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister und den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die "Initiative Zweite Rheinbrücke" hatte zu dem Appell aufgerufen.

Planung vorantreiben

Die Initiative Zweite Rheinbrücke ist ein regionales Bündnis und besteht aus den Landräten der Landkreise Karlsruhe und Germersheim, dem Vorsitzenden des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein (RVMO) und des Eurodistrikts Regio Pamina, dem Bürgermeister der Stadt Wörth und der CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe.

"Wir setzen uns dafür ein, das bereits eingeleitete Planfeststellungsverfahren für eine zweite Rheinquerung mit einer Anbindung auf der baden-württembergischen Seite an die B36 endlich zügig aufzunehmen", erklärte Landrat Christoph Schnaudigel (Karlsruhe) am Freitag. Die Initiative wolle mit der Aktion verdeutlichen, dass nicht nur "die überwiegende politische Meinung auf die längst überfällige Entlastung der bestehenden Rheinbrücke" dränge, sondern auch "Unternehmer im Hinblick auf ungehinderte Warenströme und Pendlerverkehre das Projekt befürworten".

Die derzeitigen Planungen zu dem 100 Millionen Euro teuren Projekt seien durch den Regierungswechsel in Baden-Württemberg ins Stocken geraten, kritisiert Schnaudigel. Die Initiative fordere daher, das Planfeststellungsverfahren rasch fortzuführen. Denn die zweite Rheinbrücke sei eine notwendige Infrastrukturmaßnahme für die regionale Wirtschaft - auch wenn die aktuelle Planung Defizite aufweise und die Brücke nur mit Anschluss an die B36 Sinn mache.

"Nadelöhr alte Rheinbrücke"

"Mit den Unterschriften wollen wir klarmachen, dass nicht nur die politische Mehrheit der Region auf die längst überfällige Entlastung der alten Rheinbrücke drängt, sondern auch Unternehmer", so Landrat Fritz Brechtel (Germersheim). "Wir brauchen rasch einen Eröterungstermin, damit noch in diesem Jahr ein Planfeststellungsbescheid vorliegen kann."

Josef Offele vom RVMO gibt zu bedenken, dass "das Nadelöhr alte Rheinbrücke" den Lieferverkehr, die Warenströme, die Pendlerverkehre und damit das gesamte Wachstum der Region ausbremse. Nur mit der Brücke könne das Wirtschaftswachstum in der Region gesichert werden, sind die Befürworter überzeugt. Über 180 Unternehmen konnten sie gewinnen, die das Vorhaben mit ihrem Namen unterstützen. Darunter Autobauer Daimler, Fenster-Hersteller Aluplast, die Raffinerie Miro und Automobilzulieferer Bosch.

Einige der unterzeichnenden Unternehmen würden ihre Zukunft und ihren Verbleib in der Region von einer zweiten Brücke abhängig machen, so die Initiative. Welche Unternehmen genau, das wollte die Initiative allerdings nicht bekannt geben. Jürgen Vogel, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Pfalz: "Es handelt sich um Unternehmen, die ihr Werk Nahe der bestehenden Brücke haben und auf Logistik angewiesen sind." Durch den Stau vor ihren Werkstoren, der fast zu einem Dauerzustand geworden sei, sähen sich manche Unternehmen gezwungen über einen Standortwechsel nachzudenken. Eine zweite Rheinbrücke indes würde den Verkehr entlasten und die Unternehmen zum Bleiben bewegen, ist sich die Initiative sicher.

Appell an die Vernunft

Auch die Vorsitzende der CDU-Fraktion Karlsruhe, Gabriele Luczak-Schwarz, kämpft für das Projekt, das der Karlsruher Gemeinderat am 24. Mai 2011 mehrheitlich gegen die Stimmen ihrer Fraktion abgelehnt hatte. Denn auch der Faktencheck im November habe gezeigt: "Alle Fakten sprechen für die Brücke."

Der Bund als zuständiger Bauträger habe die Notwendigkeit einer zweiten Rheinbrücke erkannt und unterstütze das Projekt, betont auch  CDU-Stadtrat Ingo Wellenreuther. Die Landesregierung dürfe die Bemühungen des Bundes nicht weiter blockieren. Die im November von den Landesregierungen einberufene Arbeitsgruppe bezeichnet Wellenreuther indes als taktisches Manöver, um Zeit zu schinden.

Sollte der Bund die Brücke gegen den Willen der Stadt in ihrer derzeitigen Form bauen, so müsste die Stadt enteignet werden. Denn die geplante Rheinbrücke führt über städtisches Gebiet. Wenn es nicht anders gehe, müsse das eben geschehen, findet Josef Offele vom RVMO. "Wir appellieren an die Vernunft und Einsicht der Landesregierung und an die Karlsruher Stadträte, dieses Projekt  nicht weiter zu blockieren", beschwichtigt indes Wellenreuther. Eine  Enteignung werde nicht notwendig, denn der Gemeinderat werde sich bewegen, glaubt er.

Wirtschaftsminister Schmid hat's vorgemacht

Die Aussage von Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD), dass die  Landesregierung den Bau des umstrittenen Projekts unterstütze , wurde von den Brückenbefürwortern schon mal positiv aufgenommen. "Wir hoffen, dass sich die Meinung des Wirtschaftsministers in der Landesregierung durchsetzt", so Landrat Schnaudigel. Die Aussage Schmids sei ein Zeichen dafür, dass die Blockadehaltung der Landesregierung gegenüber dem Projekt bereits bröckele.

Die länderübergreifende Arbeitsgruppe, die von den Landesregierungen einberufen wurde, hat am Donnerstag, 26. Januar, ihre Arbeit aufgenommen. Aufgrund der "Komplexität der einzelnen Punkte" gehe die Arbeitsgruppe von einer Arbeitsphase von rund vier Monaten aus, teilte das Verkehrsministerium am Freitag in einer Pressemitteilung mit. In Einzelfällen seien ergänzende Gutachten und Bewertungen durch Externe von der Arbeitsgruppe als erforderlich erachtet worden. Die Ergebnisse des Gremiums sollen über das weitere Vorgehen entscheiden. Zu einem ersten Zwischenabgleich will sich die Arbeitsgruppe Anfang März wieder treffen, heißt es weiter.

Hier finden Sie alle 188 Unternehmen, die das Resolutionsschreiben unterzeichnet haben (Stand 27. Januar)

Mehr zum Thema "Zweite Rheinbrücke" bei ka-news

Mehr zu: Rheinbrücke Faktencheck CDU Wirtschaft



Kommentare [63]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (269 Beiträge) | 29.01.2012 01:23
    Bewerten: (0)
    Landrat
    Schnaudigel ist für alles was Geld kostet und CDU freundlich ist. Landrat Schnaudigel kümmert sich nie um Folgekosten und Folgeprobleme.
    2. Brücke, toll. Kostet geld super, haben wir ja genügend.
    Hauptsache gebaut, um denRest müssen sich andere kümmern.
    Landrat Dr. Schnaudigel ist unfähig.
  • (139 Beiträge) | 28.01.2012 22:36
    Bewerten: (0)
    Just-in-time mit der Güterstraßenbahn
    in Dresden funktioniert dies hervorragend zum VW-Werk für den Phaeton. Von Gaggenau werden täglich Getriebe, Achsen u.a. für den Bau von 400 Lkw/t über die innerstädtischen Straßen von KA nach Wörth transportiert. Von Kuppenheim kommen Blechpreßteile auf dem gleichen Weg nach Wörth. Von Rastatt weitere Teile. KA hat nichts davon, nur kaputte Straße, Lärm, Gestank und Erschütterungen. Keinen EuroCt. Gewerbesteuer! LuSchwa und Wellenreuther denken hierüber nicht nach, zumindest nicht im Sinne der Bürger von KA. Schnaudigel, Brechtel und Seiter ist es egal, es betrifft ja nicht 'ihre' Bürger. Weshalb werden diese Bauteile nicht wie in Dresden intelligent, nach Fahrplan und ohne Stau mit einer Güterstraßenbahn transportiert. Die Gleise sind weitgehend vorhanden, Kapazitäten auch und Daimler gibt sich doch gerne als innovativer und umweltbewußter Konzern. Welch eine Möglichkeit der positiven Selbstdarstellung! Daimler sollte sie nicht verpassen und KA und das Land sollten sie einfordern.
  • (1 Beiträge) | 28.01.2012 23:17
    Bewerten: (0)
    Ka hat nichts davon?
    Da muss ich wiedersprechen: KA hat sehr wohl was davon, nämlich die Kaufkraft der Menschen, die in diesem Werk arbeiten. Wo sollen sie sonst das Verdiente ausgeben? In der Südpfalz eher nicht, da das Angebot beschränkt ist.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 29.01.2012 14:59
    Bewerten: (0)
    Kirchturmdenken...
    ...in Reinform. Hoffentlich fährt kein Auswärtiger durch das Stadtgebiet und macht unsere heiligen Straßen kaputt...

    Aber daß man manches auf die Schienen verlegen könnte stimmt schon. Nur, ich denke die Konditionen der Deutschen Bahn sind wohl einer der Gründe warum das Firmen nicht längst schon machen.
  • (139 Beiträge) | 30.01.2012 21:06
    Bewerten: (0)
    gerechtere Verteilung der Lasten wäre richtiger..
    Herr Seiter will keine Parallelbrücke, denn Wörth würden dann nicht von 20.000 Fzg/t entlastet, lieber ein Mineralwasserw mit gigantischem Ausstoß, Jockgrim will die Brücke, weill das neue Industriegebiet damit optimal an die badische Seite angeschlossen und die eigene Bevölkerung geschützt wird, Schnaudigel/die Bürgermeister im Landkreis wollen auf keinen Fall eine Belastung im LdKrs (z.B. Demel aus Stutensee: Zustimmung zur Ausweitung der Kiesförderung nur, wenn keine Verkehrsbelastungen auf die Gemeinde zukommt). Alle Genannten und die Ungenannten Fürsten in der Region nehmen die Interessen Ihrer Klientel wahr, sind sich einig, alle Belastungen nach Karlsruhe zu schieben und reden dann gerne wie Du von Kirchturmdenken der Karlsruher. Die Karlsruher Bürger leiden aber schon heute, insbesondere im Westen der Stadt, entsetzlich unter der vorhandenen Verkehrsbelastung. Diese Belastung muss nicht innerhalt von KA entzerrt sondern in der gesamten Region neu geordnet/verteilt werden.
  • (2317 Beiträge) | 28.01.2012 21:37
    Bewerten: (0)
    Davon träumen die Brückenbaubefürworter
    http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-77959.html
  • (994 Beiträge) | 28.01.2012 18:54
    Bewerten: (0)
    baut doch überall Straßen, dann gibt es keine Staus mehr!
    Brücken werden abgerissen und dafür Tunnels gebaut. Man kan auch alle Straßen unter die Erde legen.
  • (6559 Beiträge) | 28.01.2012 15:30
    Bewerten: (0)
    im Gegenteil
    bei Schülern am Ende der Grundschulzeit ist es nachvollziehbar, wenn sie der Meinung sind, dass neue Straßen ganz sicher und unbedingt immer weniger Stau bedeuten.

    Bei der Trassenführung überdie der Gemeinderat abgestimmt hat und die er verworfen hat, dürfte es hingegen relativ wenig mehr als einen Grundschulabschluss brauchen um einzusehen, dass in diesem Fall die neue Brücke wenig hilfreich sein dürfte.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 28.01.2012 15:41
    Bewerten: (0)
    wenn das so ist...
    ...warum bringt dann keiner Alternativen ein?

    Z.B. Autobahnlückenschluß südlich von Karlsruhe, an der Messe vorbei - damit könnten denke ich die meisten leben...

    Aber die einzigen Alternativen die von den "Brückengegnern" eingebracht werden ist "Förderung des ÖPNV" - damit läßt sich aber keine Technologieregion erschließen.

    Richtig ist, daß die Bahnen in die Pfalz öfter fahren könnten. Falsch ist, daß dadurch Firmen wie Speditionen, Transportunternehmen, Industrie etc. ihre Ware in handliche 20kg Kisten abpacken und durch die Straba transportieren.

    Außerdem, schonmal daran gedacht daß es weniger Verkehr im Gesamten gibt, wenn die Leute nicht 10 km Umwege fahren müssen?
  • (6559 Beiträge) | 28.01.2012 19:57
    Bewerten: (0)
    Stau entsteht nicht durch Last
    sondern durch Überlast. Der existierende Güterverkehr überlastet die bestehende Brücke noch lange nicht. Niemand hat also je gefordert, dass Güter mit der Straba befördert werden sollen oder hat den Güterverkehr auch nur vergessen. Die Überlast entsteht hingegen durch - laut Faktencheck - 500 Fahrzeuge in der Rush Hour. Das bedeutet übrigens auch, dass der Güterverkehr den Stau vermeiden kann, wenn er die Rush Hour vermeidet. Kann er aber wegen des Luxuses der Just-in-time-Produktion nicht.

    Aber wie Du schon sagst, gäbe es Lösungen, die Knielingen nicht in die Zange nehmen und Neureut nicht durch- und vom Zentrum abschneiden.

    Vielleicht ist ein Grundproblem, dass Stadt- und Landkreis letztenendes zumindest teilweise widerstreitende Interessen haben. Meines Erachtens gehört der Landkreis abgeschafft und die Gemeinden darin teilweise nach Karlsruhe eingemeindet oder anderen Landkreisen angeschlossen. Dann fände sich vielleicht auch eine gute Lösung für die Brücke.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 29.01.2012 14:55
    Bewerten: (0)
    Landkreis
    War auch etwas ironisch mit den Päckchen, aber Fakt ist eben daß der Transport mit der Schiene für die meisten Firmen wenig attraktiv ist, sei es aus Kostengründen, keine Anschlüsse an den Produktionsstandorten etc. Und daran kann KA auch nichts ändern, dafür müßte man bundesweit die Weichen stellen (im wahrsten Sinne des Wortes).

    Daß dieses Kirchturmdenken (Viertel/Stadtteil/Bezirk/Stadt/Kreis) nichts weiterbringt sind wir mal einer Meinung. Ettlingen und Rheinstetten eingemeinden, dann hört auch das ständige Hick-Hack mit "darf der jetzt das und das" auf... Aber die Leute die oben ihre Posten im Warmen haben dürften das nicht veranlassen. Den meisten wäre es egal, ob das Ortsschild dann einige km gen Süden versetzt werden müßte zwinkern
  • (5613 Beiträge) | 28.01.2012 16:22
    Bewerten: (0)
    neue Straßen
    ziehen neuen Verkehr an. Güter runter vom LKW, Individualverkehr mehr in den ÖPNV - das ist moerne Verkehrspolitik und keine Investitionen in Bauwerke, die zudem noch massive Folgekosten nach sich ziehen. Die Zeiten ändern sich.
    Die Südtangente hat ebenfalls mehr Verkehr an sich gezogen. Auf der Pfälzer Seite wird ja mit dem B10 und B9-Ausbau auch dafür gesrogt, dass man kaum länger braucht, als wenn man den Weg über die Autobahn nähme.
    Wir benötigen weniger umweltbelastenden Auto- und LKW-Verkehr, nicht mehr.
  • (6559 Beiträge) | 28.01.2012 20:05
    Bewerten: (0)
    Laut Faktencheck
    ist die Eisenbahnbrücke derzeit nahe an ihrer Kapazitätsgrenze.

    Aber wer Autobrücken bauen kann, kann auch Eisenbahnbrücken bauen, laut Faktencheck zumindest ab 2021. Das erscheint momentan noch weit weg, realistischerweise wird aber auch eine Autobrücke kaum früher kommen.

    Mein Schluss aus dem Faktencheck: aktuell können Bahnen das Problem tatsächlich allenfalls mindern aber nicht lösen. Eine Lösung könnte aber sehr gut möglich sein, wenn Bund und/oder DB sich entschließen diesen Rheinübergang deutlich verstärkt zu nutzen und eine zweite Brücke zu bauen auf der dann tatsächlich - laut Faktencheck - auch reichlich Platz für weitere Linien sein müsste. Das heißt wiederum: man sollte für eine wirklich gute Lösung die entscheidenden Stellen der Schienentrassenplanung schon jetzt konsultieren.

    Sonst könnte es 2035 zwei Bahn- und zwei Autobrücken geben von denen letztere nur vergleichsweise spärlich genutzt werden, weil der normale ÖPNV-Ausbau die Leute zur Bahn hat wechseln lassen.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 29.01.2012 14:48
    Bewerten: (0)
    Bahnbrücke
    Logisch, eine zweite Eisenbahnbrücke wäre sicherlich genauso sinnvoll, am besten vielleicht eine Querung höhe Neureut, dann könnte man einerseits Personentransport (also Straßenbahnen) von Durlach über Waldstadt, Heide, Neureut in die Pfalz realisieren, zum anderen hätte man vllt sogar das Glück und manche Güter könnte man auf die Schiene bringen. Hierzu müßte man eben den Verlauf mit den großen Firmen/Produzenten abstimmen. Binnenschiffahrt wäre auch noch eine Option, Güter von der Straße wegzubringen.

    Dennoch glaube ich nicht, daß in Zukunft zwei Auto/KFZ-Brücken verwaist wären - außer Philippsburg geht hoch zwinkern

    Und im Notfall besser eine mehr als eine zu wenig. Sollte zwar nicht der ausschlaggebende Punkt sein, aber wenn tatsächlich eine Brücke einstürzt müßte sonst die Bundeswehr Notquerungen einrichten.
  • (544 Beiträge) | 28.01.2012 16:40
    Bewerten: (0)
    Richtig!
    Raus mit jedem dritten Einwohner - Grüne und Blockierer mit gutem Beispiel voran!
    Dann reduziert sich auch der umweltbelastende LKW- und Autoverkehr - zumindest hier bei uns.
    Und was ausserhalb der Kirchturmsichtweite geschieht, das interessiert einen modernen Menschen ja überhaupt nicht mehr!
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 28.01.2012 16:02
    Bewerten: (0)
    Auch so ein verkehrstechnischer Unsinn...
    ... ist die Mode, Wohn- und Gewerbegebiete (vor allem in Vororten/Speckgürtel zu sichten) so anzulegen, daß es nur eine Zuahrt gibt, sich das bebaute Gebiet aber entlang einer Hauptstraße erstreckt...

    Z.B. (Wer Ortskenntnisse hat) im nördlichen Durmersheim der Aldi - wer von dort aus nach Rheinstetten/KA-Mitte fahren will, der darf erstmal nen Kilometer zurückfahren, dann auf die Hauptverkehrsstraße und wieder nen Kilometer richtung KA, bis er wieder auf Höhe vom Aldi ist... Andersrum genauso, wer von Norden kommt und zum Aldi will kann nen Umweg von zwei km fahren...
    Und sowas generiert unnötigen Verkehr...
  • (779 Beiträge) | 28.01.2012 13:16
    Bewerten: (0)
    Immer der gleiche Lobby-Laden mit ewigem Horror-Mantra !
    Das riecht für mich wieder mal na Wirtschaftslobbyismus pur, s. http://www.taz.de/Staatslobbyismus/!86563/ . Es geht hier nicht um Notwendigkeiten und Faktencheks, die die Überflüssigkeit einer zweiten Rheinbrücke klar belegen. Es geht schon garnicht um die Lebensqualität für die Mehrzahl der Karlsruher Bürger. Es ist denen in ihrem verkehrsberuhigten Wohngebieten völlig unwichtig, ob der 'normale' Bewohner Karlsruhes mit mehr Lärm, Abgasen und Naturverbrauch zugeschüttet wird. Hier legt man grad zugunsten von verkehrstechnisch untauglichen, überteuerten und kostenexplosiven Ideen grosse bebautete und gewachsene Flächen brach bzw. betoniert und untertunnelt sie völlig unnötigerweise. Hauptsache es können sich einige Baufirmen bereichern und irgendwelche gelangweilen Shopper, die eher wenig mit Natur am Hut haben, sollen dann versprechungsgemäss (!) ein paar hundert Meter auf Kosten der Allgemeinheit, wichtiger sozialer Einrichtungen und des Stadtklimas 'flanieren' dürfen. Blödsinn !
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 28.01.2012 14:24
    Bewerten: (0)
    Jap
    >> [...] betoniert und untertunnelt sie völlig unnötigerweise.

    Und vor knapp 300 Jahren hat jemand völlig unnötigerweise seine Residenz von Durlach in den Hardtwald verlegt. Wäre garnicht nötig gewesen. Gut, er konnte damals nicht ahnen was für ein Volk sich hier 300 Jahre später entwickeln wird...

    Und ich wette, die wo so laut schreien sind die ersten, die dann gemütlich über die neue Rheinbrücke fahren weil sie es doch ausprobieren wollen... und dann vielleicht merken, daß garnicht so schlimm ist...
  • (6559 Beiträge) | 28.01.2012 15:32
    Bewerten: (0)
    nicht nötig
    aber hilfreich.

    Und wie der Faktencheck gezeigt hat, gibt es Hinweise darauf, dass eine weitere Brücke nicht hilfreich ist. Und es gibt klare Hinweise (Messungen) darauf, dass die Problematik in Karlsruhe schon mit der aktuellen Situation weniger dramatisch ist als anderswo beispielsweise in Stuttgart.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 28.01.2012 15:56
    Bewerten: (0)
    Stuttgart
    ...eignet sich für verkehrstechnische Vergleiche sehr schlecht, da auch diese Stadt ich sage mal sehr ungünstig erschlossen ist. Und da dort mittlerweile Baumschützer und andere Wichtigtuer das Zepter in der Hand haben, wird sich daran so schnell nichts ändern. Könnte unsere Chance sein, Firmen anzulocken...

    Ich sag mal so: 188 Firmen und somit Gewerbesteuerzahlende wünschen sich eine bessere Rheinquerung. Wie man es realisiert, kann man diskutieren und schauen, welche Lösung die Beste ist mit dem geringsten Kolateralschaden. Aber das ganze zu ignorieren und zu sagen, Handwerker sollen gefälligst die Bahn nehmen (mit Pinsel im Rucksack und Eimer in der Hand), ist nicht zielführend.

Seite : 1 2 3 4 (4 Seiten)

Bitte beachten Sie die Regeln!
Titel:
Kommentar:

Kommentare
dürfen 1000 Zeichen lang sein.
Ihnen verbleiben Zeichen.
Für registrierte Nutzer
Für nicht registrierte Nutzer
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzuschicken
Benutzername  
Passwort  
     

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Medienhaus intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

Hinweis: Die Registrierung ist ohne Angabe des wahren Vor- und Zunamens nicht zulässig. Pro Mitglied ist nur ein Account zulässig.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:
Ich bin damit einverstanden, künftig über Neuigkeiten informiert zu werden:
Anrede:
Frau Herr  
Titel:
Vorname:
Nachname:
Straße/Hausnr.:
PLZ/Ort:
Geburtstag:
 
 
Themenbereich HTML-
Newsletter
Nicht
abonnieren
ka-news.de-Newsletter: News aus Karlsruhe
KSC-Newsletter: Montagsausgabe
KSC-Newsletter: Freitagsausgabe
ka-news Newsletter: Baden-Baden und Rastatt
ka-news-Gewinnspiel-Newsletter
ka-news.de-Kultur-Newsletter
ka-news.de-Newsletter: Meistgelesene Nachrichten
ka-news-Tippspiel - Newsletter
 
 


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 43 - 10: 
Anzeige
V-Kalender
Noch nichts vor am Wochenende? Jetzt schnell und einfach planen mit dem neuen ka-news.de Veranstaltungskalender. Alle wichtigen Termine übersichtlich und geordnet! [Mehr..]
Anzeige