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Karlsruhe Zweite Rheinbrücke: Weitere Resolution soll Druck machen

Regionale Verbände aus Wirtschaft und Politik haben am Samstag, 17. März, eine gemeinsame Resolution unterzeichnet. Damit soll der Notwendigkeit für den Neubau einer zweiten Rheinbrücke von Wörth nach Karlsruhe erneut Nachdruck verliehen werden. Die Unterzeichner hoffen, dass die laufenden Planfeststellungsverfahren zügig abgeschlossen werden und der aus ihrer Sicht zwingend notwendige Brückenneubau nördlich der Maxauer Rheinquerung doch noch zeitnah realisiert werde.

"Die bestehende Rheinbrücke ist von herausragender funktionaler Bedeutung an der Schnittstelle der eng miteinander verflochtenen Pamina-Nachbarräume", heißt es in einer Pressemitteilung der unterzeichnenden Verbände.

Rheinbrücke notwendig

Mit täglich rund 80.000 Kraftfahrzeugen weise die bestehende Rheinbrücke die mit Abstand höchste Verkehrsbelastung aller Rheinquerungen am Oberrhein auf. Diese Verkehrsbelastung an der Kapazitätsgrenze in Verbindung mit regelmäßig anfallenden Straßenbaumaßnahmen und Sanierungsarbeiten sowohl an der Rheinbrücke als auch im damit verbundenen überregionalen Verkehrskorridor führe regelmäßig zu kilometerlangen Staubildungen, heißt es weiter.

Darüber hinaus bestehe laut Unterzeichnern das Risiko, dass bei einer erforderlichen Sperrung der bestehenden Rheinbrücke keine alternative Rheinquerung in mittelbarer Nähe zur Verfügung stünde, sondern zwischen den Nachbarstädten Wörth und Karlsruhe eine Umweg-Strecke von zirka 50 Kilometer zurückgelegt werden müsste. Dies sei dauerhaft weder für die rund 13.000 Berufspendler, noch für die auf eine leistungsfähige Rheinquerung angewiesenen Wirtschaftsunternehmen akzeptabel.

Verzögerung durch Regierungswechsel

Aufgrund der Einleitung der beiden Planfeststellungsverfahren im letzten Jahr sowie der in der Vergangenheit seitens des Bundes und der Länder wiederholten Zusage, sich für eine alsbaldige Realisierung des Projektes einzusetzen, schien sich für diese Maßnahme eine konkrete Perspektive abzuzeichnen. "Die veränderten landespolitischen Rahmenbedingungen sowie die Verzögerung beim Abschluss der Planfeststellungsverfahren haben bei Politik und Wirtschaft in der Region erhebliche Irritationen ausgelöst", so die Meinung der beteiligten Verbände.

"Vor diesem Hintergrund ist der Neubau einer zweiten Rheinbrücke seit  rund 20 Jahren eine zentrale verkehrspolitische Forderung der benachbarten regionalen Akteure aus Politik und Wirtschaft, die regelmäßig gegenüber dem Bund und den Ländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erhoben wird", heißt es weiter.

Sie basiere auf dem Staatsvertrag über die Zusammenarbeit der Nachbarräume Mittlerer Oberrhein und Südpfalz aus dem Jahr 1974, sowie auf den seit 2008 bestehenden Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Verband Region Rhein-Neckar und dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein beziehungsweise zwischen der Europäischen Metropolregion Rhein- Neckar und der TechnologieRegion Karlsruhe.

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