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Wörth/Karlsruhe Zwischen Karlsruhe und Wörth: Zweite Rheinbrücke kann schneller kommen

Der Bau einer zweiten Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe rückt voraussichtlich näher. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) berichtete am Donnerstag von einer Einigung mit Baden-Württemberg, nach der die Planung der Brücke für die Bundesstraße 10 von einem Streitpunkt losgelöst werden soll: einer Querspange zur B 36, die regional umstritten ist. Sie soll nun separat geplant werden.

Volker Wissing (FDP)
Volker Wissing (FDP). Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv |

"Das ist jetzt wahrscheinlich der gordische Knoten, den wir durchschlagen haben", sagte Wissing bei einem Besuch in Koblenz. Damit könne das Planungsverfahren für die Brücke 2017 abgeschlossen sein. Der Bund muss dem Vorschlag noch zustimmen. Wissing zeigte sich hierfür allerdings zuversichtlich.

Die Projekte sind auch Teil des vordringlichen Bedarfs im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030, den das Kabinett beschlossen hatte. Die zweite Rheinbrücke ist schon länger in Planung.

Aktualisierung, 15.45 Uhr:

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wollen das Planfeststellungsverfahren für eine zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe abschließen und zugleich eine sinnvolle Weiterführung des Verkehrs über eine Querspange zu der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden B36 ermöglichen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und des Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz hervor.

Der Amtschef des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, Uwe Lahl, und der Staatssekretär beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Andy Becht, haben den Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, Rainer Bomba, um Zustimmung dafür gebeten. Dies teilten beide Ministerien am Donnerstag, 4. Aug. 2016 mit.

Die Planfeststellung für die beiden Teilprojekte der Rheinquerung ist Ende März 2011 bei den zuständigen Planfeststellungsbehörden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beantragt worden. Ziel damals war, einen zeitgleichen Abschluss der Verfahren und gemeinsam das Baurecht für die Rheinquerung zwischen der B 9 in Rheinland-Pfalz und der B10 in Baden-Württemberg zu erreichen.    

Das Genehmigungsverfahren in Rheinland-Pfalz kann voraussichtlich Anfang 2017 abgeschlossen werden. Auf baden-württembergischer Seite sind Verzögerungen durch eine im Verfahren notwendig gewordene Untersuchung der Verbesserung der Leistungsfähigkeit auf der Bestandsachse eingetreten. Diese Untersuchung wurde zwischenzeitlich mit negativem Ergebnis abgeschlossen.

Aktuell prüft die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg die verkehrliche Wirkung einer Querspange von der Zweiten Rheinbrücke zur B 36, die eine Entlastung für Knielingen und Teile der B 10 und der B 36 bewirken soll. Das Planfeststellungsverfahren für diese Querspange und den Anschluss an die Trasse der neuen Rheinquerung soll nach dem Vorschlag der beiden Länder getrennt von den laufenden Verfahren beantragt werden.

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Kommentare (13)
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  •   candyman
    (7188 Beiträge)

    05.08.2016 09:33 Uhr
    Loslösen
    Ach du liebe Güte, jetzt bauen sie ne zweite Rheinbrücke und hintendran gibts erstmal keine Straße? Kann passieren, so wie ich die Planungsverschlepperei im "Ländle" kenne. Am Ende führt die zweite Rheinbrücke doch wieder auf die Südtangente, und die Leute wundern sich, warum der Flaschenhals immer noch genauso eng ist, obwohl man doch einen viel größeren Trichter als vorher hat.
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  •   giggls
    (220 Beiträge)

    04.08.2016 19:05 Uhr
    Diese Planung ohne Rad- und Fußweg?
    Die aktuell einsehbaren Unterlagen sehen ja keinen Rad- und Fußweg vor. Ich halte das für voll daneben.
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  •   Originalteil
    (1242 Beiträge)

    05.08.2016 13:30 Uhr
    Das ist
    nicht wirklich wichtig, das hat ja die bestehende Brücke.
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  •   giggls
    (220 Beiträge)

    05.08.2016 13:52 Uhr
    Die bestehende Brücke ist keine Option
    Insbesondere wenn man die notwendige Sperrung oder Teilsperrung der bestehenden Brücke in Betracht zieht ist diese keine Option für Fußgänger und Radfahrer.

    Solche Brücken sind ein Flaschenhals für alle Verkehrsmittel, daher ist es einfach unsinnig neue Brücken nicht für alle Verkehrsmittel vorzusehen, die einen Nutzen davon haben.

    Konkret ist die derzeitige Situation für Radfahrer an der bestehenden Brücke eine Zumutung, die man durch den Neubau relativ einfach entschärfen könnte. An der Position des geplanten Brücken-Neubaus könnte man bestehende Fernradwege sogar viel eleganter anbinden als an der Position der bisherigen Brücke.
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  •   mueck
    (9042 Beiträge)

    04.08.2016 15:59 Uhr
    ?
    Zitat von Das Planfeststellungsverfahren für diese Querspange und den Anschluss an die Trasse der neuen Rheinquerung soll nach dem Vorschlag der beiden Länder getrennt von den laufenden Verfahren beantragt werden.
    Was auch aus dem Original nicht klar hervorgeht: Ist die Änderung des einen Knotens, um eine Querspange überhaupt an die aktuelle Schrottplanung anschließen zu können, noch Teil der laufenden Planfeststellung? Oder wird diese Änderung auch ausgelagert mit dem Risiko, dass man, wenn das nicht rechtzeitig fertig wird, "falsch" bauen muss?
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  •   pelle
    (272 Beiträge)

    04.08.2016 16:02 Uhr
    Wie soll denn der Verlauf denn nun aussehen?
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  •   lynx1984
    (2710 Beiträge)

    05.08.2016 11:05 Uhr
    bisher
    ist nur das für die 2. RB geplant:
    http://www.ka-news.de/storage/pic/region/karlsruhe/695722_3_Rheinbrcke001.jpg?version=1306238727

    Der Anschluss an die B36 steht mit der Trennung der Verfahren ggf. in den Sternen.
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  •   lynx1984
    (2710 Beiträge)

    05.08.2016 11:00 Uhr
    richtige Frage
    denn es gibt noch keinen Plan für die Anbindung der 2. Rheinbrücke an die B36. Das ist fatal, zumal ja auch noch die Ergebnisse der Untersuchung zur Anbindung der 2. RB an die B36 ausstehen. Also im Prinzip kann keiner sicher sagen, wie eine Anbindung an die B36 aussehen soll, welche Naturschutzdinge, Verkehrsplanungshindernisse, Anliegerbedürfnisse vielleicht im Wege stehen. Aber in jedem Fall trennt man jetzt den B36 Anschluss von der Rheinbrückenplanung, damit man die Murksvariante schon mal bauen kann. Dann hätten wir eine sinnlose 2. Rheinbrücke. Sinnlos weil diese nur an die Südtangente angeschlossen wird. Einen Anschluss an die B36 - vielleicht, irgendwann, vielleicht auch niemals. Schließlich sind die Brückenbaubrüller dann ruhig gestellt.
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  •   pelle
    (272 Beiträge)

    05.08.2016 16:16 Uhr
    Die Anbindung an die B36 würde schon Sinn machen, zusammen mit der Verlängerung Nord-Tangente an die Autobahn Anschlussstelle Karlsruhe Nord. Was spricht dagegen? Ich sehr nur das Problem: Wie kommt man von der 2. Rheinrücke zur B36. Durch die Kläranlange, durch die Raffinerie? Oder unten rum? Dann durch den Tennisplatz Neureut und dann gerade aus zu auf die Geisterbücke wo die S1/11 fährt. Dann am Heidesee vorbei und dann durch den Hardtwald irgendwie. Ist doch einfach?
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  •   lynx1984
    (2710 Beiträge)

    05.08.2016 17:43 Uhr
    öhm...
    die von skizzierte Route "Nordtangente" soll jetzt dann gestorben sein grinsen will halt niemand den Karlsruher Fächer zerschneiden und eine Autobahn vor die Haustür verlegen.

    Von der 2. RB entlang der Raffinerie zur B36 ist eher weniger das Problem. Das entlastet Knielingen und deshalb wird es dafür Unterstützung geben - wohl aber nur unter der Bedingung dass es keine Nordtangente gibt um nicht neuen Verkehr anzuziehen.
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