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Karlsruhe IHK Pfalz und Karlsruhe: Zweite Rheinbrücke sofort!

Die beiden Industrie- und Handelskammern (IHK) aus der Pfalz und Karlsruhe fordern in einer gemeinsamen Resolution die rasche Fortsetzung der Planung zur zweiten Rheinbrücke. Einen entsprechenden Beschluss haben die beiden Vollversammlungen der Kammern einstimmig verabschiedet. Das teilten die beiden Kammern in einer Presseerklärung mit.

"Nachdem der sogenannte Faktencheck die Notwendigkeit einer zweiten Rheinbrücke bestätigt hat, fordert die Wirtschaft eine zügige Fortsetzung des Planungsverfahrens, um ohne weitere Verzögerungen mit dem Bau beginnen zu können", sagte IHK-Präsident Bernd Bechtold.

Gleichzeitig müssten die Planungen für den Anschluss der B36 an die zweite Rheinbrücke mit allem Nachdruck vorangetrieben werden. Dabei sei es wichtig, die beiden Planungen getrennt voneinander fortzuführen, um weitere zeitliche Verzögerungen zu vermeiden, so Bechtold.

60 Kilometer Umweg

Unabhängig davon erwarte die regionale Wirtschaft eine abgestimmte Vorgehensweise zur Sanierung der bestehenden Brücke. "Die Sanierung ist wichtig und richtig. Gleichzeitig ist diese aber auch auf die Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer abzustimmen", teilt der IHK-Präsident mit. "Das Nordelsass, die Südpfalz und Karlsruhe sind längst ein gemeinsamer Wirtschaftsraum. " Eine Viertelmillion Menschen im Elsass und in der Südpfalz fühlten sich zugehörig zur TechnologieRegion Karlsruhe, gingen hier ihrer Arbeit nach und kauften hier ein, führt er weiter aus.

Für die Unternehmen sei die Brücke von zentraler Bedeutung. Rund 30.000 Menschen aus dem Nordelsass und der Südpfalz seien tagtäglich auf die Brücke angewiesen. So viele Menschen von der anderen Rheinseite arbeiteten derzeit im Großraum Karlsruhe. "Diesen Pendlern gegenüber, wie auch den Betrieben, in denen sie arbeiten, haben wir eine besondere Verpflichtung. Bei einer Sperrung der Brücke müssten Personenwagen und Lastwagen einen Umweg von rund 60 Kilometer in Kauf nehmen, was wirtschaftlich, ökologisch und sozial unvertretbar wäre", so der IHK-Präsident.

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Kommentare (61)
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    Fortsetzung
    Daimler LKW und Unimog werden ja schon linksrheinisch gebaut. In KA bleiben Verwaltungen, Behörden und Internetfirmen, mit einem sehr theorielastigen Arbeitskräftebedarf. Mittelfristig werden "Arbeiter" fehlen. Im Zuge steigender Logistikkosten werden entgegen dem früher prognostizierten Trend Produktionen zurück kommen oder in D-Land bleiben, Theoreielastige, insbesondere Internetaktivitäten können von jedem angebundenen Punkt der Erde erbracht werden. Immobilienpreise in KA, die sich in einer Spirale überdreht haben, werden fallen, die Südpfalz wird sich in andere Richtungen orientieren und entwickeln... In 40 Jahren werden in Karlsruhe die Bürger auf die Straße gehen und für eine bessere Anbindung an die Metropolregion Landau-Germersheim demonstrieren.

    (ich kann die hämischen Ablehnungskommentare jetzt schon lesen--- zwinkern)
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    Meinungsumschwung
    Okay. Da die Brücke ja nun quasi beschlossen ist, werde ich mal "den Merkel machen". CDU 2011 bedeutet ja "Meinungsumschwung um 180 Grad".
    Also: Nein zur 2. Rheinbrücke, und auch die erste muss eigentlich nicht soo umfangreich saniert werden. Also: Planungen stoppen. Heute noch.

    Hä, spinnt der?

    Nein, wenn man das Risiko-Abschätzungsgutachten mit Brückenausfallszenario gelesen hat, dann kann es für Linksrheiner keine andere "egoregiozentrierte" Sicht der Dinge geben.

    Steht die Brücke für 5-8 Jahre nicht bzw. eingeschränkt zur Verfügung, so richtet sich die Wirtschaft in der Region neu aus. Wichtigste Exportregionen: Rhein-Main, NRW, Rotterdam (von dort in die Welt), Schweiz, weiter nach Italien. Alles erreichbar via Rhein oder linksrheinisch. Wichtigste Rheinhäfen: Wörth, Lauterbourg und Germersheim. Durch fehlende Ausweitungsmöglichkeiten in KA und günstigere (und mehr verfügbare) Arbeitskräfte in RLP werden Produktionsbetriebe übersiedeln...
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    ...zwitschert ein lustiges Lied...
    ... nachdem mir nun brandaktuelle Insiderinfos vorliegen, kann ich mich getrost zurücklehnen, die Berufsablehner und Hobby-Verkehrsplaner diskutieren lassen und auf den Bau der 2. Brücke zum Ölkreuz sowie im 2. Abschnitt Sanierung der alten Brücke (herkömmliches Verfahren) in Verbindung mit dem Bau der Trasse vom Ölkreuz zur B 36.
    Da ja erst ab 2018 beide Brücken parallel befahren werden, ist ja bis zum Bau dieser Trasse Zeit.
    Berücksichtigt dabei wird dann die Neugestaltung der Raffiniere in diesem Bereich (Auslaufen von Genehmigungen für dort befindliche Lagertanks, Umgestaltung des in diesem Bereich befindlichen Endpunktes der Transalpinen Ölleitung von Triest via Ingolstadt nach KA durch neue EU-Auflagen für Pipelines) und damit eine ermöglichte ortsfernere Trassenführung.
    Damit GRÜN das Gesicht wahren kann, wird der Hardtwald nach europäischem (Natur-)Schutzstandard eingruppiert, damit dort Straßenbau auf Generationen ausgeschlossen ist. Tod der Nordtangente.
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  •   vonderVogelweide
    (2791 Beiträge)

    das Wort zum Dienstag,
    ...und wenn manch ein wirres Schaf auch noch so sehr nach seinem SEELENHEIL bei seinem Messias B.Bechtold sucht, so ist und bleibt der Karlsruher Gemeinderat gegen die Nordtangente. Amen grinsen
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  •   Insider
    (724 Beiträge)

    Deutungshoheit
    Schön, dass sich wieder mal Herr Bechthold zu Wort gemeldet hat. Hat er schon längere Zeit nicht mehr diesbezüglich getan. Ich bin froh, dass die Wirtschaftslobby dies nicht entscheiden kann. Man muss das nur als PR-Aktion sehen, denn man will politischen Druck ausüben und die Deutungshoheit aus dem Faktencheck bekommen. Mit ständiger Wiederholung werden die IHKs damit auch nicht erfolgreicher sein.
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  •   tok
    (7205 Beiträge)

    Wem die Pendler
    ernsthaft am Herzen liegen, der muss Straße und Schiene im Auge haben. Wer sich einseitig engagiert, der macht sich verdächtig.
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  •   vielfahrer
    (410 Beiträge)

    meine Rede
    in der Hauptverkehrsstunde müssten nur drei zusätzliche Stadtbahnwagen oder Triebwagen der Bahn voll besetzt über die Brücke fahren (notfalls als Dreier-Verbünde) und schon wäre zumindest der morgendliche Stau Geschichte (500 Autos weniger in dieser Stunde, so die Berechnung der Experten). Eine schnellere Lösung gibt es nichts, über alles andere kann man diskutieren wobei mein Favorit mehr und mehr die Ersatzbrücke ist (neue Brücke an der Stelle der bestehenden), mit Querspange übers Ölkreuz zur B 36. Zumindest auf badischer Seite wären dann die Probleme gelöst, die Verkehrsentlastung von Knielingen (bis zu 50 Prozent weniger) gäbe es dazu.
    Das Problem mit dem Wörther Trog bliebe offen, wobei ich nicht genau weiß, ob dies ein echtes Problem ist, oder nur in Verbindung mit dem Südtangentenstau.
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    ?
    Warum der Wörther Trog immer als Problem genannt wird, ist mir ein Rätsel. Das ist doch die Unterführung der B10 unter dem Lauterburger Gleis, oder? Auf der einen Seite ist freies Gelände, platzmäßig wäre verbreitern also kein Problem. Und wie man Bauten im Grundwasser spätestens im dritten Anlauf dicht kriegt, zeigt uns ja die Käsig zwinkern
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  •   seelenheil
    (482 Beiträge)

    Aus fremdem Leder...
    ... ist gern Riemen schneiden.

    Ich weiß, ich weiß - angeblich tun das ja die Brückenbefürworter mit dem Knielinger Leder.

    Was nicht zutrifft. Denn die zweite Brücke mit direktem Anschluss an die B 36 (ohne null Sinn!) ist als Nordumfanhrung Knielingen eine Entlastung für 93% der Knielinger, also im Sinne des Knielinger Leders.

    Wenn "mueck" aber hier eine 6-spurige B 10, die mitten durch Maximiliansau verläuft, parallel zu einem Doppelgleis noch verbreitern möchte, auf eine achtspurige Bundesstraße mit Gleis, dann hat das etwas, das im umgekehrten Fall der "Menschenverachtung" usw. bezichtigt würde....

    Den Knielinger Pförtner können wir von mir aus morgen wegnehmen. Das bringt mehr Verkehr nach Knielingen, weil viele dem Rückstau hinter der Albbrücke dann "durch" Knielingen zu entrinnen suchten - das gäbe lange Gesichter!
    Bei Knielingen rechts raus Richtung Hafen, das wäre eine Maßnahme, geht "mueck" ja aber wieder durch ein Naturschutzgebiet!
    Besser wir fahren durchs Wohnzimmer!
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Für eine Spange wäre keine Brücke nötig.
    Die Spange mag Teile Knielingens entlasten, dafür hat Neureut mehr Schleicher...

    Menschenverachtung ist das, was die Brückenfans mit Maximilliansau machen. Die Rheinbrücke wird als Entlastung von M'au verkauft, aber der Effekt wird nicht hörbar sein! Beschweren die sich hinterher, dann wird auf die erfolgreiche Entlastung verwiesen, müsse man halt genauer hinhören, und im übrigen sei das Geld nun alle, alles steckt in der neuen Brücke, und an Bestandsstrecken ja kein Anspruch auf Lärmsanierung ...
    Bei einem Ausbau des Wörter Trogs muss der aber nach aktuellen Vorschriften erfolgen --> hörbare Lärmreduzierung!

    Der Hafen hat schon eine Abfahrt, der braucht nicht noch eine. Ein einfaches Pförtneröffnen wäre in der Tat für Knielingen ein Problem, deswegen mit Skepsis betrachtet. Dann mind. 3-spurig nötig bis Rheinhafen.
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