Karlsruhe Einstieg in den Beruf: Handwerkskammer will Flüchtlinge in Karlsruhe fördern

Mit 163.100 Euro fördert das Wirtschaftsministerium die praktische Erprobung von Flüchtlingen in mehreren Berufen in der Region Mittlerer Oberrhein. Die Handwerkskammer Karlsruhe bietet dabei zehn jungen Flüchtlingen die Möglichkeit verschiedenen Berufen auszuprobieren und erhält hierfür 7.000 Euro, wie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in einer Pressemitteilung berichtet.

"Eine abgeschlossene Berufsausbildung und Beschäftigung gehören zu den grundlegenden Voraussetzungen, damit Integration gelingt. Dazu müssen die Flüchtlinge aber erst einmal die Ausbildungsberufe kennen lernen und wissen, wo ihre Fähigkeiten liegen", erklärt Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

Die Flüchtlinge seien Schüler der Gewerbeschule Durlach, der Albert-Einstein-Schule Ettlingen und der Schillerschule Karlsruhe. In einer eintägigen Kompetenzanalyse sollen sie ihre Fähigkeiten testen können. Dann bestehe die Möglichkeit, sich in 80 Stunden in mindestens drei Berufsfeldern unter Anleitung eines Ausbilders im Bildungszentrum zu erproben.

Zudem würden die Flüchtlinge über das deutsche System der Berufsausbildung, das Spektrum der Berufe sowie die Anforderungen und Werte der betrieblichen Arbeitswelt in Deutschland informiert werden. Um die Ausbilder zu unterstützen, könne zudem eine zusätzliche sozialpädagogische Betreuung, ein Dolmetscher, oder eine verantwortliche Ansprechperson gefördert werden. Die Förderung stammt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

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