Waldbronn Wärme und Kälte aus einer Hand: EnBW weiht Energiezentrale in Waldbronn ein

Eine Anlage, die die Gemeinde Waldbronn, das dortige Schwimmbad und die Eishalle mit Wärme, Kälte und Strom versorgen kann, ist heute im Gewerbegebiet Waldbronn eingeweiht worden. Das Projekt wurde in gerade einmal acht Monaten abgeschlossen.

Am Mittwoch wurde im Gewerbegebiet Waldbronn eine Energieverbundzentrale offiziell in Betrieb genommen. Das Besondere an der zentralen Energielösung sei, so die EnBW in einer Pressemeldung, dass zwei Industrieunternehmen - Agilent Technologies Deutschland und Taller - sowie die Gemeinde Waldbronn mit Schwimmbad und Eissporthalle durch intelligente Vernetzung gleichzeitig mit Wärme, Kälte und Strom versorgt werden.

Das Projekt sei aus Überlegungen von Agilent Technologies entstanden, im Rahmen von geplanten baulichen Erweiterungsmaßnahmen ihres Standorts in Waldbronn eine zukunftsorientierte Energieversorgung umzusetzen. Die Gemeinde Waldbronn und die EnBW konnten als Partner gewonnen werden. Insgesamt habe das Projekt ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag gekostet, heißt es in der Pressemeldung weiter. Das Konzept und die Realisierung wurde von einer EnBW-Tochterfirma umgesetzt.

"Das Projekt ist ein weiterer Schritt in die Zukunft Waldbronns. Wir haben es mit starken Partnern aus der heimischen Wirtschaft und dem führenden Energieversorger in unserer Region realisiert. Es war von Anfang an eine Kooperation auf Augenhöhe", sagt Waldbronns Bürgermeister Franz Masino.

Wesentlicher Bestandteil des beispielhaften Konzepts sei die Energieverbundzentrale mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW), welches Strom für hocheffiziente Kältemaschinen, Wärmepumpen und Rückkühlanlagen liefert. Überschüssiger Strom aus dem BHKW wird für die Tiefkälte-Erzeugungsanlage im "Eistreff" in Waldbronn genutzt. Diese Kälte-Anlage wird künftig von der EnBW betrieben.

Mit der Abwärme aus den Kältemaschinen (Wärmepumpenbetrieb) wird im Sommer das Waldbronner Freibad und im Winter das neu gebaute Kundenzentrum von Agilent Technologies beheizt. Der Clou: Alle Beteiligten profitieren von den Synergieeffekten und somit günstigen Erzeugungskosten für Kälte, Kühlwasser, Wärme und Strom.

Die angeschlossenen Gebäude und Verbraucher werden mit rund sieben Millionen Kilowattstunden Kälte auf unterschiedlichen Temperaturniveaus und rund drei Millionen Kilowattstunden Wärme pro Jahr versorgt. Das Blockheizkraftwerk steuert zusätzlich noch rund 400.000 Kilowattstunden Strom zum Betrieb der Eisanlage im "Eistreff" bei. Das Projekt konnte innerhalb von nur acht Monaten nach Abschluss der Verträge abgeschlossen werden.

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