Karlsruhe Verdi berät in Karlsruhe über Tarifvertrag im Großhandel

Im Groß- und im Einzelhandel dürften bald Tarifverhandlungen starten. Eine Fachgruppe der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi - die Große Tarifkommission - trifft sich heute in Karlsruhe, um über das künftige Vorgehen im Großhandel zu beraten. Zum 31. März kann sie den noch laufenden Tarifvertrag kündigen. Dies gilt als wahrscheinlich, danach würden die Tarifverhandlungen losgehen.

Am Montag wiederum trifft sich die für den Einzelhandel zuständige Große Tarifkommission von Verdi. Sollten die Verträge für die beiden Branchen wie erwartet gekündigt werden, würden die beiden Verdi-Kommissionen neue Entgeltforderungen beschließen. Die Forderungspapiere würden umgehend den Arbeitgebern zugestellt. Danach würden Termine für den Beginn der Tarifverhandlungen gesucht.

In Baden-Württembergs Großhandel arbeiten laut Verdi 120.000 Menschen, im Einzelhandel 490.000. Der noch laufende Tarifvertrag hatte 2015 im Großhandel eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,7 Prozent und 2016 um 2,0 Prozent gebracht, im Einzelhandel waren die Zuwächse auf ähnlichem Level. Zum Großhandel zählen beispielsweise die Pharmahändler Sanacorp und Phoenix sowie Großmärkte von Edeka und Metro.

Aktualisierung, 17.45 Uhr:

Die Große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für den baden-württembergischen Groß- und Außenhandel hat am Donnerstag in Karlsruhe beschlossen, die Tarifverträge über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen zu kündigen, zudem wurden die Tarifforderungen für die rund 120.000 Beschäftigten der Branche beschlossen.

Gefordert wird eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,6 Prozent ab 1. April 2017, die Ausbildungsvergütungen sollen um 80 Euro erhöht werden; Laufzeit der neuen Verträge: 12 Monate. "Die Unternehmen des Groß- und Außenhandels verzeichnen seit Jahren gute wirtschaftliche Ergebnisse, und auch für dieses Jahr sind die Prognosen vielversprechend. Nimmt man noch die steigenden Verbraucherpreise hinzu, dann sind die heute beschlossenen Forderungen als absolut berechtigt zu bezeichnen", erklärt der ver.di-Verhandlungsführer Bernhard Franke. ver.di hat beschlossen, die Tarifverträge zum 31. März 2017 zu kündigen. Die Arbeitgeber werden aufgefordert, die Verhandlungen zügig aufzunehmen.

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