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Karlsruhe Umweltzone in Karlsruhe: Ausnahmen für ausländische Fahrzeuge?

Seit mehr als drei Jahren dürfen nur noch Fahrzeuge mit einer grünen Plakette in die Fächerstadt. Wer ohne entsprechende Plakette unterwegs ist, muss mit Bußgeldern von 80 Euro rechnen. Diese Regel gilt bislang auch für Fahrzeuge, die im Ausland zugelassen waren. Könnte die Stadt für sie Ausnahmen machen?

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In einer gemeinsamen Anfrage kritisieren die beiden Stadträte Jürgen Wenzel (Freie Wähler) und der parteilose Stefan Schmitt die Plaketten-Pflicht in Karlsruhe. Das Problem: Ausländer, die beispielsweise in der Vorweihnachtszeit zu einem Besuch nach Karlsruhe kämen, wüssten nicht, dass man eine solche Plakette sowohl im Internet als auch beim TÜV bekomme. 

Die Plaketten seien darüber hinaus nicht im Ausland zu bekommen. "Spontane Besuche gerade am Wochenende sind somit nicht möglich, wohingegen Plaketten für die Nutzung der Autobahnen auch kurzfristig an den grenznahen Tankstellen erhältlich sind", so die Stadträte. Wäre Karlsruhe bereit, Ausnahmen auszusprechen?

Stadt ist für die Umweltzonen nicht zuständig

In einer Stellungnahme erteilt die Stadt dem Vorschlag der beiden Stadträte, Ausnahmen von der Plakettenpflicht auszusprechen, eine klare Absage. Wo eine Umweltzone eingerichtet werde, entscheide nicht die Stadt, sondern das Regierungspräsidium. "Das Land Baden-Württemberg hat eine landeseinheitlich Regelung getroffen, unter welchen Voraussetzungen Ausnahmen vom Umweltfahrverbot gemacht werden können", erklärt die Stadt und stellt klar: "Besuche oder ähnliche Gesichtspunkte fallen nicht darunter."

Die Stadt lehnt eine Bevorzugung ausländischer Fahrzeuge grundsätzlich ab. "Die Verwaltung behandelt schon aus Neutralitätsgründen alle Menschen in Karlsruhe gleich", heißt es in der Stellungnahme. Dazu gehöre ein freundlicher und professioneller Umgang - aber auch die Einhaltung der geltenden Gesetze. 

Alle Informationen zur Umweltplakette finden Sie auf der Seite der Stadt Karlsruhe.  

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  •   shadowcat45
    (14 Beiträge)

    10.01.2017 18:01
    Maut und Plakette
    Bei maut hat die "Benachteiligung" ausländischer Fahrzeuge zu einem Aufschrei in Europa geführt, dann sollte aus "Prinzip der Gegenseitigkeit" (das ist z.B. auch Begründung für angleichung der Visa Regeln durch Russland) keine Bevorzugung bei den Plaketen stattfinden.
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  •   Mammut
    (443 Beiträge)

    09.01.2017 22:12
    Die Unfug-Plakette ist purer Aktionismus ....
    ...weil die Behörden verpflichtet sind, etwas zu tun, wenn die Grenzwerte überschritten sind. Einen Nutzen für die Umwelt muss die Maßnahme nicht haben, Hauptsache "Aktion".
    Aber nebenbei kann man den Umsatz der Autoindustrie ankurbeln, die Schilderindustrie freut sich auch und die Kommunen haben eine zusätzliche Einnahmequelle.
    Warum kommt man nicht auf solche glorreichen Ideen, wie zum Beispiel den ÖPNV in "belasteten" Ballungsräumen an solchen Tagen zur kostenlosen Nutzung freizugeben? Der größte Teil der Kosten zahhlt allemal schon der Steuerbürger - auch wenn er den ÖPNV gar nicht nutzt.
    Man könnte auch die Messtellen so aufstellen, dass sie Mittelwerte erfassen anstatt Maximalwerte. Da die meisten Menschen bekanntlich mitten auf der verkehrsreichsten Kreuzung leben, wird eben genau dort gemessen.
    Um die Öko-Populisten zufriedenzustellen ist jedes Mittel recht - Hauptsache, es ist der Normalbürger, der zahlt!
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  •   107
    (129 Beiträge)

    09.01.2017 20:00
    ....... die Einhaltung der geltenden Gesetze.....
    und was passiert mit jemandem, der zwar mit so einer Unfug-Plakette ausgestattet ist aber nach wissenschaftlichen Überprüfungen dramatisch schlechtere Ergebnisse zeitigt, als es diese Unfug-Plakette anzeigt ???
    Nachzulesen bei der Deutschen Umwelthilfe DUH in der Pressemitteilung vom 07.09.2016.

    Gemessen wurden Motoren nach EURO 6 Norm. Grenzwert bei 80 mg/km.

    Ein FORD Mondeo hat statt 80 ganze 739 mg/Km rausgeblasen !!!

    Und sowas fährt mit grüner Plakette in unserer Stadt herum ?

    Ja selbstverständlich ! Warum auch nicht? Es stört sich doch keiner daran. Oder doch ?

    Zur Erinnerung : am 12.Juni 2012 hat die Weltgesundheitsorganisation Dieselmotorabgase in die Gefahrenklasse 1 hochgestuft ( erwiesenermaßen krebserregend ).
    In der Gefahrenklasse 1 finden wir Arsen, Asbest, Senfgas und seit 12.Juni 2012 auch Dieselmotorabgas.
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  •   Suedweschter
    (172 Beiträge)

    10.01.2017 02:15
    Da hasch recht!
    Am besten gar keine Autos mehr in die Städte 'reinlassen, nur noch Anlieger, also Leute, die dort wohnen, bzw. nachweislich etwas liefern, bzw. reparieren, wobei motorisierter Transport notwendig ist und Notdienste. Alles anderen sollen auswärts parken und mit dem KVV reinfahren. Ich bin übrigens häufiger in Frankreich unterwegs und kenne nicht wenige französische Großstädte, wo das genauso läuft. Ausnahmslos übrigens.
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  •   denis_g_v
    (65 Beiträge)

    09.01.2017 19:32
    Die Franzosen...
    haben Ende letzten Jahres in Paris und Grenoble auch eine Umweltplakette eingeführt. Fahre ich jetzt mit meinem in Deutschland zugelassenem Fahrzeug dorthin, benötige ich die auch.
    Okay, ausländische Fahrzeuge brauchen die erst ab April 2017 zwingend, aber da das erst jetzt eingeführt wurde, ist das einfach nur die Übergangszeit.
    Die Umweltzonen in Deutschland gibt es dagegen schon jahrelang, also darf es keine Ausnahmen mehr geben.
    Und dass man die Plaketten im Ausland nirgends kaufen kann stimmt auch nicht. In jedem (europäischen) Land, in dem beispielsweise die DEKRA vertreten ist, kann man auf Anfrage auch eine Umweltplakette erhalten 😉
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  •   Beiertheimer
    (837 Beiträge)

    09.01.2017 19:20
    Bei diesen beiden Stadträten
    wundert mich nichts mehr.
    Meine Herren, egal wo ich bisher war mußte ich mich an die Gesetze des jeweiligen Staates halten und es hat auch keinen interessiert wie ich die geforderten Unterlagen oder sonstwas bekommen habe.
    Wenn wir die Umweltzone nicht brauchen dann weg damit ansonsten halten sich bitte alle daran.
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  •   bimmler
    (8 Beiträge)

    09.01.2017 18:47
    Das mag ja sein 2.0...
    Auch hab ich an den Fahrzeugen unserer polnischen und rumänischen billigarbeiter noch nie so einen Aufkleber sehen können. Die fahren hier jahrelang so rum und verdienen mit diesen Autos auch noch Geld.
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  •   Papst_Prius_I
    (288 Beiträge)

    09.01.2017 18:54
    Und das ist auch gut so.
    Denn auch im Buch der Bücher werden fremde Wagen ohne diese Plaketten erwähnt.
    Ich darf zitieren:

    2 Chronik 9:25
    Und Salomo besaß 4000 Gespanne Rosse und Wagen und zwölftausend Reiter; die legte er in die Wagenstädte und in die Umgebung des Königs zu Jerusalem.

    Seht Ihr?

    Nirgends
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  •   HarryPotter
    (441 Beiträge)

    09.01.2017 17:35
    Diese sogenannten
    Umweltzonen sind nur ein Vorwand um Autofahrer zur Kasse zu bitten.
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  •   myopinions
    (734 Beiträge)

    09.01.2017 17:31
    ............diese beiden Stadträte haben
    offenbar nix sinnvolles zu tun und verfügen daher über genügend Zeit und Muße, sich mit derartigem Schwachsinn zu beschäftigen.
    Wenn ich in die Nachbarländer fahren will weiß ich, dass man dafür in der Schweiz eine Vigentte benötigt und in Österreich ein Pickerl. Die genannten Ausländer, die "spontan" den Weihnachtsmarkt besuchen könnten, kommen ja nicht aus Portugal oder Spanien, sondern höchstwahrscheinlich aus Lauterburg, Seltz oder Münchhausen, halt aus der näheren elsässischen Umgebung, wo allen durchaus bekannt ist, dass man diese unsägliche Plakette eben haben muss.
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