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Karlsruhe Technologie-Achse Süd: Karlsruhe will künftig weiter ausbauen

Karlsruhe gilt als IT-Hochburg. Eine Studie des Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmens "Prognos" hat nun gezeigt, welches Potential in einer Zusammenarbeit mit der Region besteht. Das Ergebnis wurde im Rahmen der 36. Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe präsentiert.

Obwohl die Technologieachse Süd, die zwischen Karlsruhe und Salzburg entlang der Magistrale für Europa verläuft, nur rund 12 Prozent der Bevölkerung und acht Prozent der Fläche Deutschlands ausmacht, kommen rund 32 Prozent aller deutschen Patentanmeldungen aus diesem Raum. Zu diesem Ergebnis kommt das Unternehmen Prognos in seiner Studie.

Wichtige Exportregion in Deutschland 

21,4 Prozent aller Ingenieure in der Bundesrepublik sind daran maßgeblich beteiligt. Prognos stellt in der Studie fest, dass hier eine der wichtigsten Wirtschafts- und Exportregionen Deutschlands angesiedelt ist, mit führender und herausgehobener Stellung als Technologie- und Forschungsstandort in Europa.

Das Ergebnis der Studie wurde am Donnerstag im Rahmen der 36. Sitzung der Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe vorgestellt. Die Studie beauftragt hatten die Industrie- und Handelskammern Karlsruhe, München und Oberbayern, Schwaben und Ulm.

Große Bedeutung für die deutsche Wirtschaft

"Entlang der Technologieachse wird deutlich mehr als ein Siebtel der bundesdeutschen Bruttowertschöpfung erwirtschaftet - ein Viertel mehr, als es der Bevölkerungsanteil erwarten ließe", so das Fazit des Prognos-Expertes Tobias Koch. IHK-Präsident Wolfgang Grenke und der Karlsruher Oberbürgermeister und Vorsitzende der TechnologieRegion Karlsruhe, Frank Mentrup, präsentierten die Ergebnisse am Freitag öffentlich. 

Gespräch nach der Sitzung der Regionalkonferenz
Vertreter der TechnologieRegion Karlsruhe bei einem Pressegespräch nach der 36. Sitzung der Regionalkonferenz | Bild: Florian Kaute

Mentrup spricht dabei von einem "Hochleistungskorridor in Deutschland und ganz Europa". Die Studie habe Mentrup darin bestärkt, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist. Grenke betont, dass diese Form der Zusammenarbeit entlang der Magistrale für Europa wirtschaftlich und kulturell eine große Rolle spielt.

Daher wolle man weiter an den bestehenden Stärken arbeiten und den Ausbau der Infrastruktur in diesem Bereich vorantreiben. Die Notwenigkeit bestätigt auch der Prognos-Experte Koch: So benötige diese Kette von Städten und Landkreisen zwischen Karlsruhe und dem oberbayrischen Chemiedreieck mit einer solchen Wirtschafts- und Innovationskraft leistungsfährige Verkehrswege und zukunftsfähige Breitbandverbindung.

Bei der Magistrale für Europa handelt es sich um ein EU-Projekt, welches sich für die Schaffung einer Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris und Bratislava, über Karlsruhe, einsetzt. Eine Achse, die auch laut Grenke abschnittsweise noch Verbesserungspotenzial hat - für Straßen, Schienen und Datennetze. 

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