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Karlsruhe Schulterschluss zwischen Handel, Handwerk und Gastgewerbe in Karlsruhe

Sowohl der Handel, als auch das Handwerk und das Gastgewerbe stehen vor Herausforderungen, ihre Gewerbe zukunftsfähig zu machen. In der vergangenen Woche haben sie sich daher auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt.

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In einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch der Verbände DEHOGA Baden-Württemberg, der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe und dem Handelsverband Nordbaden wurden in der vergangenen Woche aktuelle wirtschaftliche und politische Themen der Region Karlsruhe diskutiert. Darüber berichten sie in einer Pressemeldung. 

In diesem Grundsatzgespräch wurde klar, dass aus Sicht der Verbände noch viel getan werden muss, damit die Region Karlsruhe auch im Jahr 2030 noch lebenswert und wirtschaftlich gut aufgestellt ist. Die drei Arbeitgeberverbände nahmen das strategische Treffen daher zum Anlass, die Ausarbeitung eines gemeinsamen Positionspapiers mit dem Arbeitstitel "Region Karlsruhe auf dem Weg ins Jahr 2030: Heute die entscheidenden Weichen stellen" zu beschließen.

Betriebe für Nachfolger lohnenswert machen

Einig waren sich die Verbände nach eigenen Angaben auch darin, dass die vielen Tausend Mitgliedsbetriebe ein großes Interesse daran haben, ihre mittelständischen, teils familiären Strukturen, zu erhalten und die Übergabe an die nächste Generation für ihre Nachfolger lohnenswert zu gestalten. Probleme machen laut Pressemeldung hierbei allerdings die zunehmend schlechteren Rahmenbedingungen wie beispielsweise eine immer weiter ausufernde Bürokratie. 

Gerade auch in der Stadt Karlsruhe gebe es viele branchenübergreifende Herausforderungen, die das wirtschaftliche Überleben des Mittelstandes immer schwieriger machen würden. Insbesondere die jahrelangen und massiven Belastungen durch die unzähligen Baustellen werde mit großer Sorge registriert, so die Vizepräsidentin des Handelsverbandes Nordbaden, Petra Lorenz.

Weniger Kunden wegen der Baustellen

"Jahr für Jahr nehmen die Onlineumsätze zu und dem stationären Handel fällt es immer schwerer Geschäfte in der Innenstadt wirtschaftlich zu betreiben. Wir kämpfen mit Frequenzverlusten, weil unsere Kunden nicht bereit sind, sich in lange Staus zu stellen und horrende Parkgebühren zu zahlen, um sich neu einzukleiden oder Lebensmittel zu kaufen", kritisiert sie. 

Kreishandwerksmeister Frank Zöller spricht das Thema Mobilität mit Priorität an. Für ihn gehören hier insbesondere die Punkte Stauzunahme, Parkplatzsuche, Parkgebühren und Ladezonen in den Fokus der dringend zu optimierenden Missstände. "Schon heute verliert jedes Servicefahrzeug täglich rund eine Stunde wertvolle Zeit aufgrund der immer schlechter werdenden Mobilitätssituation in der Stadt", so Zöller.

Der Geschäftsführer des DEHOGA Hotel und Gaststättenverbandes, Hans-Christoph Bruß, äußert seinen Unmut über die Erhöhung der Sondernutzungsgebühren von 40 Prozent bis fast 300 Prozent für Biergärten, Terrassen und Hotelvorfahrten. "Aber auch bei vielen anderen öffentlichen Gebühren dreht sich die Kostenschraube unverhältnismäßig schnell immer weiter nach oben", so Bruß.

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Kommentare (3)
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  •   dipfele
    (3812 Beiträge)

    17.04.2017 17:04
    früher....
    ... gab es ein Paketauto von der Post mit Elektroantrieb. Jetzt kurven da ein halbes Dutzend Paketdieselautos der verschiedenen Dienste herum und suchen Parkplätze. Sicher kein Fortschritt.
    Auch sollte sich der Einzelhandel für die Nutzung der Strabas vermehrt einsetzen und dass diese auch zukünftig quasi als rollende Sitzbank oben bleiben. Der Einkaufsbringdienst sollte ganzjährig ausgedehnt werden, damit auch Käufer, die mit der Straba kommen, ihre sperrigen Sachen bequem nach Hause geliefert bekommen.
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  •   Malerdoerfler
    (3491 Beiträge)

    17.04.2017 08:07
    Nicht ausschließlich.
    Aber bei den Strabas reisen sicherlich noch in der Mehrzahl.
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  •   Freigeist1
    (402 Beiträge)

    17.04.2017 01:16
    Tragisch, dass solche Vertreter weiterhin meinen, Kunden kämen
    ausschließlich mit dem Auto in die Großstadt. Das widerspricht allen Zahlen. Dieses Fehlbild führt zu falschen Lösungsansätzen.
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