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Karlsruhe ÖPNV in Karlsruhe: Wie Firmen den Fahrplan beeinflussen

Einmal jährlich passt der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) seine Zeiten an. Doch nicht immer passen nach der Änderung die Fahrzeiten von Bus und Bahn mit den Arbeitszeiten der Pendler zusammen. Im März haben Firmen die Möglichkeit, im Rahmen einer Konferenz Einfluss auf die Fahrpläne in Karlsruhe zu nehmen.

Für Karlsruher Pendler hieß es im Dezember: Sie müssen sich auf einige Änderungen einstellen. Pünktlich vor dem Jahreswechsel stellte der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) am 13. Dezember seinen Fahrplan um. Für Straßenbahn-Pendler änderte sich in diesem Jahr wenig, bei den Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) oder den Buslinien mussten sich die Fahrgäste dann doch umgewöhnen. Für manch einen bedeutete die Umstellung eine Verbesserung, andere taten sich mit den Neuerungen schwer.

Firmen und Mitarbeiter können Vorschläge machen

Was viele nicht wissen: Bei der Änderung in den Fahrplänen können sich Unternehmen aktiv in die Fahrplangestaltung in Karlsruhe einbringen. An zwei Terminen im Jahr lädt die Industrie- und Handwerkskammer (IHK) in Zusammenarbeit mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH (NVBW) zu sogenannten regionalen Fahrplankonferenzen. Auf diesen Konferenzen können Änderungswünsche eingereicht und besprochen werden.

"Neben den Hauptakteuren, wie zum Beispiel dem Verkehrsverbund, den Verkehrsunternehmen, den Landkreisen, den Kommunen oder auch den Fahrgastverbänden, liegt unser Fokus natürlich auf den Unternehmen der Region", schildert Sven-Eric Brune, Referent für Verkehr bei der IHK Karlsruhe. Diese würden vonseiten der IHK teils direkt angeschrieben. Aber auch auf der Homepage oder im Mitteilungsblatt der IHK Karlsruhe werde über die Fahrplankonferenz informiert und dazu eingeladen.

"Jedes Unternehmen soll die Möglichkeit haben, sich zu beteiligen." Erstmals werden bei diesem Termin dann auch Unternehmen aus der Südpfalz eingeladen. "Bisher haben wir mit der Fahrplankonferenz in Karlsruhe nur unseren Kammerbezirk, sprich den rechtsrheinischen Teil der TechnologieRegion Karlsruhe, abgedeckt", so Brune.

Die nächste wichtige Konferenz ist in Karlsruhe für den 21. März angesetzt. Hierbei handelt es sich um eine "Antragskonferenz". Das bedeutet: Hier steht vor allem der Rückblick auf den Jahresfahrplanwechsel im Dezember im Fokus, so die Erklärung vonseiten der NVBW. Bei einer solchen Konferenz würden dann nicht nur erste Erfahrungen diskutiert, sondern auch Änderungsanträge von Teilnehmern entgegen genommen.

Bei den Antragsstellern handle es sich meist um große Arbeitgeber aus der Region, erklärt NVBW-Sprecherin Rebekka Henschel auf Nachfrage von ka-news. "Das wären zum Beispiel Arbeitgeber wie die Daimler AG, Siemens oder die VRBank, aber auch der Verkehrsclub Deutschland, ProBahn, Schulen und Universitäten der jeweiligen Regionen, sowie örtliche Stadtplanungsämter waren eingeladen." Generell habe aber jede Person oder Institution die Möglichkeit zur Beteiligung.

Was mit den Vorschlägen nach der Konferenz passiert

Der mögliche Einfluss auf den Fahrplan ist allerdings beschränkt: "Auf den Fahrplankonferenzen können nur Verschiebungen im zeitlichen Ablauf des Fahrplans besprochen werden. Zusatzfahrten sind hier kein Bestandteil", so Henschel.

Die eingegangenen Anträge würden dann von den Experten der NVBW auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. "Ist eine Verbesserung des Fahrplans möglich, ohne das Gesamtkonstrukt des integralen Taktfahrplans zu stören, wird der Vorschlag in die kommende Fahrplangestaltung aufgenommen" erklärt die Pressesprecherin das Prozedere.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder geäußerte Wunsch der Firmen zwangsläufig umgesetzt wird. "Die Anträge werden zunächst gesammelt", so Brune. Nach der Bearbeitung der Anträge werde der Änderungswunsch an den zuständigen Verkehrsverbund - in der Fächerstadt also an den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) - weitergeleitet. "Es wird bei der Fahrplankonferenz versucht, jedem Wunsch nachzukommen", meint Brune. Die Entscheidung, ob der Wunsch sich auch in der Realität umsetzen lasse, liege in Karlsruhe aber beim KVV.

(Weitere Informationen zur Konferenz und zur Anmeldung finden Sie hier Link führt auf externe Seite).

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