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Karlsruhe Leiharbeit bei der Stadt: Grüne fordern Anpassung der Löhne

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - das fordert die Karlsruher Gemeinderatsfraktion der Grünen für Leiharbeiter, die bei der Stadt Karlsruhe oder städtischen Gesellschaften beschäftigt sind. Sie sollen den gleichen Lohn erhalten wie die andere städtische Mitarbeiter, die eine gleiche oder gleichwertige Tätigkeit ausführen.

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Mit einem Antrag an den Karlsruher Gemeinderat wollen sich die Grünen-Stadträte für Leiharbeiter bei der Stadt und in den städtischen Gesellschaften einsetzen. Die Grünen sehen diese Initiative als Teil des Bereiches "Gute Arbeit – zukunftsfähige Stadtverwaltung", der aktuell eines ihrer Schwerpunktthemen bildet. Sie kritisieren in einer Pressemitteilung, dass Leiharbeiter derzeit noch ein deutlich geringeres Bruttoarbeitsentgelt als ihre festangestellten Kollegen bekämen. 

"Dass ausgerechnet die flexibelsten Beschäftigten, ohne sicheren Arbeitsplatz, finanziell benachteiligt werden, ist ungerecht", so Stadtrat Joschua Konrad. "Wir sind der Meinung, dass Leihkräfte, die oft unmittelbar neben Festangestellten mit tariflichen Löhnen arbeiten, bei gleicher Arbeit nicht weniger verdienen dürfen."

"Leiharbeit mag in bestimmten Situationen für die Stadt sowie für städtische Gesellschaften notwendig sein und erspart den Aufwand für kurzfristige Einstellungen und Kündigungen", ergänzt Verena Anlauf, Fraktionssprecherin für Personal und Verwaltung. "Als gute Arbeitgeberin mit Vorbildfunktion für die lokale Wirtschaft sollte die Stadtverwaltung allerdings auch in Zeiten knapper Kassen Leihkräfte bei der Bezahlung gegenüber Festangestellten nicht benachteiligen."

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Kommentare (6)
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  •   krabb344
    (11 Beiträge)

    Leiharbeiter
    sollten bei der Besetzung neuer Stellen bevorzugt behandelt werden, wie befristete Arbeitnehmer auch.
    Und nicht als Material Mensch auf dem Müll landen.
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  •   EmilyHobhouse
    (875 Beiträge)

    2020
    Vermutlich bleibt das AÜG so bis 2020 unverändert. Gleicher Lohn frühestens nach 9 Monaten oder gar erst nach 15 Monaten. Beschäftigung auf dieser Basis maximal 18 Monate im gleichen Betrieb. Mehr konnte Nahles nicht erreichen, das war der Koalition mit der CDU geschuldet. Die FDP allerdings würde gerne die Regelungen zu Lohn und maximaler Beschäftigungsdauer ersatzlos streichen. Vielleicht sollte eine Stadt wie Karlsruhe auf Leiharbeiter grundsätzlich verzichten. Kommunalbeamte können ja auch nicht einfach mal an die Luft gesetzt werden. Warum sollte man das ausgerechnet mit den Schwächsten tun? Das wäre soziale Verantwortung.
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (561 Beiträge)

    Bevor die Personaldienstleister
    die Löhne erhöhen muss zunächst die Stadt die Stundenverrechnungssätze nach oben korrigieren. Ursache und Wirkung.
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  •   107
    (156 Beiträge)

    "Die Stadt sollte ein gutes Beispiel geben"
    Ob ein sozialdemokratischer Oberbürgermeister zu diesem Thema Nachhilfeunterricht braucht ?

    Ich meine JA !

    Und das nicht nur deshalb, weil "GRÜNE" mal was richtiges sagen.
    Dieselben "GRÜNEN" glänzen ansonsten gern durch Abwesenheit.
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  •   ka-lex
    (1512 Beiträge)

    Leiharbeit ist grundsätzlich nicht akzeptabel.
    Die Stadt sollte ein gutes Beispiel geben und den modernen Sklaventreibern die Rote Karte zeigen!

    Ich kann mich an Zeiten erinnern, da wurden Zeit- und Leiharbeitsfirmen beim damaligen Arbeitsamt wegen Unseriosität rausgeschmissen wenn sie ihre so genannten Jobs angeboten haben!
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  •   schmidmi
    (360 Beiträge)

    Nunja
    Ich bekomme von diesen Verleihern schon einen angemessenen Stundensatz
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