1  

Karlsruhe Kongress zur Share Economy in Karlsruhe: "Mehr Nutzen mit weniger Einsatz"

Am Donnerstag haben sich Experten und Interessierte über die Zukunft der "Share Economy" ausgetauscht. Dabei wurden auch innovative Konzepte aus dem Land ausgezeichnet.

Wirtschaft interessiert Sie?

Bestellen Sie gratis unseren Business-Newsletter von Redaktionsleiterin Corina Bohner

Wie sieht sie aus, die Zukunft des Teilens? Am heutigen Donnerstag diskutierten in Karlsruhe rund 200 Kongressteilnehmer aktuelle Fragen rund um die Ökonomie des Teilens. In Experten-Panels wurden außerdem die Potentiale der Digitalisierung für die Share Economy aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Im Beisein von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer wurden die Sieger des landesweiten Wettbewerbs shareBW vorgestellt und Fördergelder in Höhe von 180.000 Euro vergeben, unter anderem an einen 14-jährigen Schüler aus Lörrach.

"Mehr Nutzen mit weniger Einsatz – dafür steht die Share Economy. Das passt genau in die Zeit: weg vom Besitzen, hin zum Teilen", so Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. "Der Wettbewerb shareBW ermöglicht es, intelligente Ideen hierzu auszuprobieren und umzusetzen."

"Aus dem gesellschaftlichen Trend, Dinge zu teilen, ist ein globaler Wirtschaftszweig geworden, dessen stärkster Treiber die Digitalisierung ist", sagte Matthias Hornberger, Vorstandvorsitzender des CyberForum auf dem Impulskongress. "Die Initiative shareBW zeigt das Innovationspotential, das in der Share Economy liegt – und welche Chancen damit für Wirtschaft und Gesellschaft verbunden sind."

Vorstellung der Gewinner des landesweiten Ideenwettbewerbs

47 Einreichungen, vier Kategorien und fünf Gewinnerprojekte – im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs shareBW zeichnete eine 20-köpfige Jury, bestehend aus Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, innovative Ideen rund um die Ökonomie des Teilens aus. Die Gewinner, darunter drei Teams aus Karlsruhe, überzeugten mit Sharing-Lösungen in den Bereichen Smarter Earth/Energy, Mobility, Participation/Integration und Creativity. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer überreichte Fördergelder in Höhe von je 44.000 Euro, die den Teams ermöglichen, ihre Projekte weiterzuentwickeln.

Teilen, um Ressourcen besser zu nutzen

Maschinenlaufzeiten nutzen und Ressourcen schonen, darum geht es den Gewinnern aus der Kategorie Smarter Earth/Energy: Mithilfe einer kombinierte Hardware-Software-Lösung ermöglicht "V-Industry" Unternehmen die kollaborative Nutzung von Maschinen.

Das Team der raumobil GmbH aus Karlsruhe, Sieger in der Kategorie Mobility, will mit seiner Online-Plattform Local Zero eine optimale Fuhrparkauslastung von Unternehmen sowie einen besseren Zugang zu elektrisch betriebenen Fahrzeugen herstellen.

Studierende des Karlsruher Instituts für Technologie bieten mit ihrer Idee eine wirtschaftliche Perspektive für Flüchtlinge und überzeugten damit in der Kategorie Participation/Integration: Die Plattform "Welcome2Work" unterstützt Geflüchtete bei der Arbeitsplatzsuche und organisiert ein online-gestütztes, ehrenamtliches Patenprogramm zur Integration in den deutschen Arbeitsmarkt.

Mit einer nachhaltigen Idee für den Kunstmarkt setzte sich das Team von ATO aus Karlsruhe im Bereich Creativity durch: Sie wollen eine Online-Galerie aufbauen, in der Kunstwerke dauerhaft ausgestellt und zum Verkauf angeboten werden. Bei jedem Verkauf erhält der Künstler eine Provision, sodass er nachhaltig von seinem Kunstwerk leben kann.

Sonderpreis für Nachwuchs-Erfinder

Die Ergebnisse ihrer durch die Fördergelder unterstützten Arbeit stellen die Teams am 4. Juli 2018 beim Landeskongress shareBW im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien vor.

Der Sonderpreis ging an einen 14-jährigen Schüler des phaenovum Schülerforschungszentrums Lörrach. Er entwickelte den Prototypen eines intelligenten Fahrradschlosses, das mit dem Smartphone via App bedient wird. Interessant ist der Verleih-Modus, der es ermöglicht, das Rad mit anderen zu teilen. Diesen Erfindergeist honorierte die Jury einstimmig mit einem Sonderpreis in Höhe von 4.000 Euro an das Schülerforschungszentrum, das jungen Tüftlern damit weiter die Möglichkeit geben kann, an ihre Ideen zu arbeiten.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (1)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Monsignore007
    (177 Beiträge)

    27.10.2017 09:53 Uhr
    Mehr Schaden mit möglichst großem Einsatz....
    ...ist ja das Motto der Karlsruher Stadtpolitik.
    Ist da so eine Veranstaltung in Karlsruhe nicht ein wenig deplatziert?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben