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Karlsruhe Karlsruher Fernbus-Terminal: Müssen die Planungen angepasst werden?

Karlsruhe bekommt ein neues Fernbusterminal. Das steht seit mehr als zwei Jahren fest. Seither hat sich viel auf dem Fernbusmarkt verändert. Müssen die Planungen nochmal überarbeitet werden?

2014 fiel die Entscheidung: Karlsruhe bekommt ein neues Fernbusterminal - und zwar in der Fautenbruchstraße. Darauf hatten sich die Stadträte 2014 geeinigt. Seither wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Das Fazit der Gutachter: Die für die Errichtung eines modernen Fernbusterminals vorgesehenen städtischen Grundstücke seien ausreichend und geeignet. Jetzt soll ein Investor für das Projekt gefunden werden. Doch wie zeitgemäß sind die Planungen noch?

Weniger Anbieter, weniger Stellplätze?

Diese Frage wirft die SPD in einer Anfrage an den Karlsruher Gemeinderat auf. Die aktuellen Planungen sehen am neuen Fernbusterminal insgesamt zehn schräge Haltepositionen vor. "Für den Schienenersatzverkehr und zur Abdeckung von Spitzen werden außerdem zwei zusätzliche Positionen vorgehalten", so die Stadt in einer aktuellen Stellungnahme. Darüber hinaus soll es beim neuen Busbahnhof auch Park-&-Ride-, Taxi- als auch Carsharing-Stellplätze geben. 

Die SPD verweist nun darauf, dass es am Fernbusmarkt mehrere Fusionen und damit auch Veränderungen gegeben habe. So hatten sich bereits 2015 die beiden Marktführer "Flixbus" und "MeinFernbus" zusammengetan. Im vergangenen Jahr hatten beide dann wiederum die Fernbusse der Deutschen Post übernommen. "Ergeben sich daraus veränderte Bedarf hinsichtlich der erforderlichen Kapazität des geplanten Fernbusterminals?", fragen die Sozialdemokraten.

Stadt will Lage weiter beobachten

Die Stadt will an ihrer aktuellen Planung festhalten. "Langfristige Vorhersagen über den Bedarf an der Haltestelle sind schwer möglich, da sowohl der nationale als auch der internationale Markt noch immer in Bewegung sind", erklärt die Stadt. Zwar sei die Zahl der Linien durch die Fusionen gesunken, nicht aber der Bedarf für den neuen Busbahnhof in Karlsruhe. 

Man stehe in Kontakt mit dem Marktführer "Flixbus". Karlsruhe sei aufgrund seiner Lage aber sowohl für die nationalen als auch die grenzüberschreitenden Fernbuslinien attraktiv. "Daher wird der vom Gutachter prognostizierte Bedarf auch aktuell als realistisch angesehen", so die Stadt. Die Stadt kündigt an, die Lage weiter beobachten und dann mit einem Investor die aktuelle Situation nochmal analysieren zu wollen. 

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