Karlsruhe Hafenkongress in Karlsruhe: Rheinhafen in Deutschlands Top Ten

Über die Zukunft der Binnenhäfen diskutieren am Donnerstag und Freitag Vertreter der nationalen und internationalen See- und Binnenhäfen aus sechs europäischen Ländern sowie Vertreter dort ansässiger Firmen und Vertreter aus der Politik. Beim 3. Internationalen Hafenkongress und der begleitenden Fachmesse in der Karlsruher Stadthalle werden die aktuellen Themen der Branche wie Logistik, Infrastruktur und Gewerbeimmobilien, diskutiert. Die Umschlags- und Containertransportzahlen in 2011 sind indes rückläufig.

Neben Vertretern der internationalen See- und Binnenhäfen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik und den Niederlanden sowie den dort ansässigen Verladern, Logistik- und Transportfirmen haben sich auch zahlreiche Vertreter aus Politik und der öffentlichen Verwaltung für den Kongress und die begleitende Ausstellung angemeldet, teilt die ausrichtende Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) im Rahmen der Eröffnung des Hafenkongresses mit.

Binnenhäfen leisten Beitrag zur Nachhaltigkeit an Hafenstandorten

Auch Margret Mergen, Erste Bürgermeisterin der Stadt  und Aufsichtsrätin in der Versorgungs-, Verkehrs- u. Hafen GmbH, ist die Wichtigkeit der Binnenschifffahrt bewusst, wie sie bei der Eröffnung feststellte. Als wichtiger Verkehrsträger mit großem Wachstumspotential, spiele die Binnenschifffahrt auch für Karlsruhe eine wichtige Rolle, dessen Rheinhafen ja zu den "Top Ten der Binnenhäfen in Deutschland" zähle. Das Kongressprogramm des diesjährigen Hafenkongresses beinhaltet über 20 Expertenvorträge, drei Top-Keynotes und eine prominent besetzte Podiumsdiskussion.

Das Konferenzprogramm des 3. Internationalen Hafenkongresses widmet sich ganz den Themen Logistik, Infrastruktur und Gewerbeimmobilien. Der Schwerpunkt Gewerbeimmobilien ist zum ersten Mal Teil des Kongressprogramms und beleuchtet den Aspekt, dass Logistik sowohl Platz als auch Akzeptanz benötigt, so die KMK weiter. So leisten die Binnenhäfen mit dem Geschäftsmodell der Vergabe von Eigentum auf Zeit mittels Miet- und Erbbaurechtsverträgen einen wertvollen Beitrag zur Nachhaltigkeit in den Standorten ihrer Häfen.

Wichtiges Thema im Bereich Logistik ist die Frage, wie sich das wachsende Güterverkehrsaufkommen mit Energieeinsparungen und Klimaschutz vereinbaren lässt. Im Themenstrang Infrastruktur werden die großen europäischen Bauprojekte der Binnenschifffahrt beleuchtet. In der begleitenden Fachausstellung haben Hafenbetriebe, Transportdienstleister und Logistikunternehmen Gelegenheit, ihr Leistungsspektrum dem Fachpublikum zu präsentieren.

Aktuelle Fragen der Branche werden in Karlsruhe geklärt

Wie wird sich der Güterverkehr weltweit im Hinblick auf das wachsende Transportvolumen entwickeln? Wie lassen sich die Verkehrsträger Straße, Schiene und Binnenschifffahrt miteinander kombinieren, um eine sowohl ökonomisch als auch ökologisch sinnvolle Lösung zur Transporteffizienz zu erzielen? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen aktuell die Verantwortlichen der Transport- und Logistikbrache und auch die Teilnehmer am 3. Internationalen Hafenkongress in der Fächerstadt.

Womöglich gibt es Nachholbedarf: Denn nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden 2011 in baden-württembergischen Häfen insgesamt 28,4 Millionen Tonnen Güter im Binnenschiffsverkehr umgeschlagen, was einem Minus von 2,2 Millionen Tonnen oder 7 Prozent entspricht. Nach einer positiven Entwicklung der Containertransporte in 2010, verschlechterte sich der Wert um fast zwölf Prozent. Im Vergleich zum Bundestrend (plus 0,1 Prozent), ist der Landeswert deutlich negativer verlaufen.

Der Internationale Hafenkongress lädt im zweijährigen Turnus die Entscheider und Führungskräfte der Binnenschifffahrtsbranche, der Logistik- und Transportwirtschaft, anerkannte Verkehrsexperten sowie die Vertreter aus der Verwaltung und Politik nach Karlsruhe ein. Die Vorträge und die Podiumsdiskussionen befassen sich eingehend mit der Zukunft der Binnenhäfen und den aktuellen weltweiten wirtschaftlichen Entwicklungen im Güterverkehr, so die KMK weiter.

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