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Karlsruhe Folgen der EHEC-Krise: Karlsruher Obsthändler Kies meldet Insolvenz an

Der Karlsruher Obst- und Gemüsehändler Kies hat Insolvenz angemeldet. Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Holger Blümle von der Kanzlei Schultze & Braun bestellt. "Der Betrieb läuft ganz normal weiter", teilt Blümle in einer Pressemitteilung mit. Alle Kunden würden wie gewohnt beliefert.

Die EHEC-Krise hat dem Unternehmen, das Gastronomiebetriebe, Einzel- und Großhändler sowie Discounter in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland sowie dem benachbarten Elsass mit Obst und Gemüse beliefert, deutliche Umsatzeinbrüche beschert, die es trotz eingeleiteter Sparmaßnahmen noch nicht auffangen konnte. Das teilt der Insolvenzverwalter in einer Pressemitteilung mit.

1.000 Paletten Obst und Gemüse am Tag

Dennoch sieht Insolvenzverwalter Blümle das Unternehmen keineswegs am Ende. "Ich bin durchaus zuversichtlich. Die Kies GmbH ist ein breit aufgestelltes Unternehmen", sagt er. "Die Kies GmbH hat einen langjährigen Kundenstamm, insbesondere in der Gastronomie, und steht für Qualität", ergänzt der Geschäftsführer der Kies GmbH, Thomas Kies. "Ziel ist es, nach bereits eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen das Unternehmen am Markt neu zu positionieren." Der vorläufige Insolvenzverwalter wird den Umbau des Betriebes weiterführen und hat sich bereits auf die Suche nach Investoren gemacht.

Die Kies GmbH beschäftigt am Stammsitz Karlsruhe sowie in ihrer Niederlassung in Freudenstadt rund 90 Arbeitnehmer. Der Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers gründete das traditionsreiche Familienunternehmen in den 1920er Jahren in Karlsruhe, seit 1967 hat es seinen Sitz am dortigen Großmarkt. Im Jahr 2007 fusionierte die Adolf Kies GmbH mit der Firma Görger & Zorn und firmiert seit Mitte 2011 unter dem Namen Kies GmbH. Pro Tag schlägt die Firma bis zu 1.000 Paletten Obst und Gemüse um.

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