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Karlsruhe Finanzamt Karlsruhe startet mit Bearbeitung der Einkommenssteuer 2016

Am 13. März starten die Finanzämter mit der Bearbeitung der Einkommensteuer für das Jahr 2016. Bis zum 31. Mai 2017 haben die Bürger noch Zeit, ihre Steuererklärung abzugeben.

"Je früher die Bürger ihre Steuererklärung abgeben – am besten elektronisch -, desto schneller erhalten sie eine eventuelle Erstattung", so Andrea Heck, Präsidentin der Oberfinanzdirektion Karlsruhe. Bis Ende Februar hatten Arbeitgeber, Versicherungen und andere Institutionen Zeit, Lohnsteuerbescheinigungen, Rentenbezugsmitteilungen oder die Beitragsdaten zur Altersvorsorge und zur Kranken- und Pflegeversicherung an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Einkommensteuerbescheide 2016 sind deshalb frühestens ab Ende März 2017 zu erwarten.

Die gesetzliche Frist zur Abgabe der Steuererklärung 2016 endet für nicht beratene Bürger am 31. Mai des Folgejahres, also am 31. Mai 2017. "Für Bürger, die ihre Steuererklärung 2016 elektronisch abgeben, gewähren wir schon jetzt im Vorgriff auf die gesetzliche Regelung für die Steuererklärung 2018 eine Fristverlängerung bis 31. Juli 2017", betont die Oberfinanzpräsidentin.

Vorteile für beide Seiten

Davon profitieren beide Seiten, wie die Oberfinanzdirektion in einer Pressemeldung betont: Steuerbürger haben mehr Zeit. Die Steuerverwaltung wird entlastet, da sie die Daten nicht erfassen muss. Die elektronische Abgabe bietet darüber hinaus noch weitere Vorteile: Bürger erhalten mit Elster, der elektronischen Steuererklärung, einen bequemen, sicheren und bei Authentifizierung im Internet auch einen weitgehend papierlosen Zugang zu ihrem Finanzamt. Außerdem überprüft Elster die Steuererklärung auf Plausibilität und berechnet die voraussichtlich entstehende Steuer. "Die Bürger sehen also gleich das zu erwartende steuerliche Ergebnis", betonte Heck.

"Mit der vorausgefüllten Steuererklärung bieten wir den Bürgern zudem einen ganz besonderen Service", so Heck. Viele Daten liegen den Finanzämtern bereits vor, vor allem zu Lohnzahlungen und Versicherungsbeiträgen. Auf diese Daten können die Bürger für ihre Steuererklärung zugreifen. Das erleichtere die Arbeit, es erspare das Abtippen. Diesen Service kann man im ElsterOnline-Portal, in ElsterFormular, aber auch in vielen kommerziellen Steuererklärungs-Programmen nutzen.

Hervorzuheben ist, dass nur für einen eng begrenzten Personenkreis, wie zum Beispiel Arbeitnehmer, die elektronische Abgabe der Steuererklärung freiwillig ist. Gewerbetreibende, selbständig Tätige und Personen mit anderen Einkunftsarten sind bis auf wenige Ausnahmen bereits seit einigen Jahren gesetzlich verpflichtet, ihre Steuererklärungen elektronisch abzugeben.

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Kommentare (23)
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  •   tessarakt
    (2346 Beiträge)

    10.03.2017 22:46
    Ende Mai?
    "Bis zum 31. Mai 2017 haben die Bürger noch Zeit, ihre Steuererklärung abzugeben."

    Die allermeisten Bürger haben dafür 4 Jahre Zeit.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    11.03.2017 01:27
    Soweit ich weiss
    müssen Angestellte überhaupt keine Steuerklärung abgeben.
    Und als Selbständiger bis zum 31.12. des Folgejahres mit eventueller Fristverlängerung bis zum 28. Februar des Folgefolgejahres, welche aber nicht gewährt werden MUSS.
    Also ich habe jetzt Ende Februar für 2015 abgegeben.

    @Finanzamt: LASST EUCH ZEIT MIT DER BEARBEITUNG! zwinkern
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  •   Route66
    (573 Beiträge)

    11.03.2017 11:13
    Natürlich
    müssen Angestellte und sogar Rentner eine Steuererklärung abgeben. Sogar verstorbene Rentner werden über die Angehörigen noch zur Abgabe verdonnert. Hauptsache man kann noch zwanzig Euro rausholen.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    11.03.2017 15:55
    Ich wüsste nicht,
    dass meine Frau jemals eine Steuererklärung abgegeben hätte.
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  •   Graf_von_Felsenstein
    (147 Beiträge)

    11.03.2017 15:53
    Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung.
    Das EStG kennt sieben Einkunftsarten:
    - Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
    - Einkünfte aus Gewerbebetrieb
    - Einkünfte aus selbständiger Arbeit
    - Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
    - Einkünfte aus Kapitalvermögen
    - Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
    - Sonstige Einkünfte

    Wer ausschließlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit bezieht, ist nicht verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Man sollte es aber trotzdem tun, da es sich fast immer lohnt.
    Wer Einkünfte (auch) aus den anderen Einkunftsarten bezieht, muss eine Erklärung abgeben.

    agvf
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  •   Route66
    (573 Beiträge)

    11.03.2017 16:18
    Und warum bitte
    Bekommt man vom Finanzamt diese Fristen gesetzt als Angestellter und auch als Rentner? Und wenn an diese nicht einhält Aufforderungsschreiben mit Androhung von rechtlichen Konsequenzen? Ich wäre dankbar wenn Sie hierzu einen Verweis hätten. grüsse 🙂
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  •   Graf_von_Felsenstein
    (147 Beiträge)

    11.03.2017 16:52
    @Route66
    Die Finanzbehörden können grundsätzlich jeden zur Abgabe einer Steuererklärung auffordern (§ 149 AO). Man ist dann auch verpflichtet, dem nachzukommen bzw. darzulegen, warum man das nicht für erforderlich hält.

    agvf
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  •   Route66
    (573 Beiträge)

    11.03.2017 17:00
    Danke werter Graf
    Ich verstehe das so, dass jeder Bürger dazu verpflichtet wird und so wie Zahlenbeutler geschrieben mit Säumniszuschlägen usw. belangt wird. Ich gehe auch davon aus, dass die wenigsten Bürger wissen, dass sie dagegen begründeten Einspruch erheben können und evtl. dann keine Steuerklärung abgeben müssen. Bei dem von mir Erlebten hatte ich allerdings den Eindruck, dass das Finanzamt auf jeden Fall darauf bestehen kann und ich keinerlei Rechte habe. Wenn ich nochmal in diese Situation komme, werde ich schriftlich Einspruch erheben und sehen was dann dabei herauskommt. Schönes Wochenende.
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  •   MacGeifer
    (1840 Beiträge)

    11.03.2017 17:15
    Die probierens
    auch mit Tricks beim FA, in der Hoffnung auf Obrigkeitshörigkeit. Ich hab da ne nette Geschichte von meinem Vater, aber jetzt muss ich weg. Aber ich ruf ihn morgen mal an ob er eine Steuerklärung abgibt und ich glaube nicht, denn sonst wäre er noch Klient bei unserem jahrzehntelangen Haussteuerberater. Und der fragt mich immer wies dem Vadder geht, also hört er wohl nicht von ihm.

    Schönen Abend allerseits! grinsen
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  •   zahlenbeutler
    (707 Beiträge)

    11.03.2017 16:52
    Fristen
    wenn eine Pflicht zur Einkommensteuererkärung hat und die allgemeine Frist zum 31.05. nicht einhält, bekommt man vom Finanzamt in der Regel ab Juli eine Aufforderung bis mit einer Frist in der Regel von etwa 6 Wochen dies nachzuholen. Erst wenn man diese Frist auch versäumt, bekommt man eine Mahnung mit Säumnisgebühren. Weiter nichts gemacht, Finanzamt kann schätzen (meistens hoch), dann kann man Einspruch einlegen, wieder nicht abgegeben, FA setzt nochmals Frist mit Androhung/Erhebung von Zwangsgeld (in der Regel € 400), wieder nicht gemacht, FA droht Pfändung an, wieder nichts, FA pfändet geschätzten Betrag und kann zur Abgabe der Erklärung 14 Tage Zwangshaft beantragen und auch vollziehen lassen. Das sind aber dann meistens 2 Jahre schon vergangen.
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