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Karlsruhe Bangen um Sandkorn-Theater: Stadträte sagen Unterstützung zu

Finanzielle Probleme bringen das Sandkorn-Theater in Bedrängnis: Am Mittwoch mussten die Verantwortlichen Insolvenz anmelden. Nicht nur in der Karlsruher Kulturszene, sondern auch unter den Stadträten im Gemeinderat ist die Bestürzung darüber groß. Kann die Stadt in dieser Situation helfen?

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In dieser Woche sah sich die Geschäftsführung des Sandkorn-Theaters gezwungen, ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der Sandkorn-Theater gGmbH, der Trägergesellschaft des Sandkorn-Theaters, zu beantragen. Nachforderungen des Finanzamts hätten diesen Schritt notwendig gemacht, teilte die Geschäftsleitung mit. Der Theaterbetrieb soll vorerst weiterlaufen.

Die Stadt hatte in diesem Jahr ohnehin finanzielle Förderung für das Sandkorn-Theater vorgesehen. 242.000 Euro sind im städtischen Haushalt hierfür vorgesehen. Gegenüber ka-news drückt Bernd Wnuck, Leiter des städtischen Presseamts, Bedauern über die neusten Entwicklungen aus. Die Stadt wolle das Theater auf seinem Weg aus dieser Situation unterstützen. "Die Stadt kann diesen Weg aber nicht vorgeben, das ist nun am Insolvenzverwalter. Wir müssen nun auch erst einmal abwarten."

Fraktionen wollen Theater Rückendeckung geben

Für die CDU-Fraktion war die Mitteilung von dem Insolvenzverfahren des Theaters "ein Schock". Das Theater gehört unverzichtbar zur Kulturszene unserer Stadt", teilen die Christdemokraten auf Nachfrage von ka-news mit. Wichtig sei, dass der Spielbetrieb fortgeführt werde."Dann muss man zeitnah weitersehen, worin die Ursachen für die Schwierigkeiten liegen, wie Abhilfe möglich ist und wie die Stadt eventuell behilflich sein kann."

Ähnlich äußert sich auch die kulturpolitische Sprecherin der Grünen Gemeinderatsfraktion, Renate Rastätter. Man bedauere sehr, dass das Sandkorn-Theater in diese Situation geraten sei. "Wenn alle notwendigen Informationen vorliegen, werden wir uns als Grüne im Rahmen unserer gemeinderätlichen Möglichkeiten dafür einsetzen, dass das Theater weiter bestehen kann", so Rastätter.

Kult-Stadtrat Michael Haug hofft, dass das Sandkorn-Theater als Institution in der Karlsruher Theaterlandschaft erhalten werden kann- wenn die Ursache geklärt werden konnte. Die Kult-Fraktion sehe es als ihre Pflicht an, dem Sandkorn-Theater unter die Arme zu greifen, so Haug. "Gleichwohl muss geklärt werden, wie es zu der hohen Nachforderung seitens des Finanzamtes kommen konnte." 

"Ein neues Denken wird vonnöten sein"

Auch der Wählergemeinschaft für Karlsruhe (GfK) und der AfD liegen nach eigener Aussage etwas an dem Erhalt des Sandkorn-Theaters. "Für uns ist der Erhalt des Sandkorn-Theaters, als ein wichtiges Gut in der Karlsruher Kulturszene, ein Anliegen. Gerade die kleinen Theaterbetriebe bereichern die Stadt", erklärt die Wählergemeinschaft. Die AfD-Stadträte hoffen ebenfalls, dass das Sandkorn-Theater erhalten werden kann. 

Kritische Worte zum Insolvenzverfahren des Sandkorn-Theaters kommen vom parteilosen Stadtrat Stefan Schmitt. Es bleibe ein fahler Beigeschmack "wenn man weiß, dass das Staatstheater nur mit immensen Subventionen der öffentlichen Hand betrieben werden kann. Im Gegenzug sollten Privattheater generell steuerlich so begünstigt werden, dass sie nicht durch Steuerforderungen in Existenznöte geraten."

Für die FDP-Fraktion wiederum ist es entscheidend, "Rechtssicherheit herzustellen und alle Fakten mit Besonnenheit zu analysieren". Für die FDP-Stadträte steht fest: "Spekulationen um die Zukunft oder Schuldzuweisungen aus der Vergangenheit sind jetzt nicht angebracht – ein neues Denken im Sandkorn-Theater wird vonnöten sein."

"Die Insolvenz des Sandkorn-Theaters hat die Karlsruher Kulturszene sowie die SPD-Fraktion gestern schockiert", heißt es in einem Statement der Sozialdemokraten am Freitagabend. Für die SPD-Fraktion war nach eigener Aussage klar, dass man umgehend mit Vertretern des Freundeskreises des Sandkorntheaters in Kontakt treten muss und sich im persönlichen Gespräch zum Sachverhalt austauschen werde. "Wir wollen der geplanten Auffanggesellschaft helfen, dass die beliebte Institution Sandkorn Theater in eine gute Zukunft geführt werden kann", so die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Elke Ernemann nach dem Gespräch mit den Vertretern des Freundeskreises. Die SPD-Fraktion werde sich dafür stark machen, dass die Spielstätte auch zukünftig ein lebendiger Ort in Karlsruhe sein wird.

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Kommentare (4)
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    (613 Beiträge)

    Gerne
    Unterstützung, aber wie der KULT Stadtrat Haug sagt: Auf jeden Fall aufklären wie es zu dieser Nachforderung kam. Entweder hat da jemand gewaltig gepennt oder es ist ein krummes Ding gelaufen und das muss entsprechende Konsequenzen für den/die Verantwortlichen haben.
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  •   DAVINCI
    (223 Beiträge)

    Bei dem
    Schrott an Theaterdarstellern und Vorführungen ist das kein Wunder, nicht mal umsonst würde ich mir diesen Müll anschauen, also besser wenn der Laden verschwindet!!!
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  •   Filou99
    (1182 Beiträge)

    Ahja
    Wenn Du den Schrott nicht mal umsonst ansehen würdest, kannst Du die Qualität sicher hervorragend beurteilen. Übrigens, nicht alles was EINEM Menschen persönlich nicht gefällt ist für alle anderen Menschen Schrott.
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  •   cc91
    (106 Beiträge)

    Unbedingt
    einen Großteil der Subventionen für das grottige Staatstheater sofort ins grandiose Sandkorn umleiten!
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