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Karlsruhe Ausbau bei MiRO: Riesige Kokskammern sind auf dem Weg nach Karlsruhe

Großes kommt auf die MiRO zu: Die Koker-Anlage im Werkteil Zwei der Mineralöl-Raffinerie Oberrhein erhält neue Kokskammern. Schwere Rückstände aus der Rohöldestillation sollen dort in marktgerechte Gas- und Benzinkomponenten, Dieselkraftstoff oder Heizöl umgewandelt werden.

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Das Großprojekt hat nach Konzern-Angaben ein Gesamtvolumen von zirka 75 Millionen Euro und soll zur weiteren Verbesserung der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in dieser wichtigen Konversionsanlage beitragen. "Diese Investition ist ein Bekenntnis zum Standort Karlsruhe und ein Zeichen, dass MiRO eine weitere Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Fokus hat“, betont der Sprecher der MiRO-Geschäftsführung, Ralf Schairer.

Die beiden Koksbehälter würden zurzeit in Nordspanien gefertigt und gingen Ende September per Schiff auf die Reise über den Atlantik nach Rotterdam und von dort über den Rhein nach Karlsruhe. Die MiRO erwartet die beiden je rund 400 Tonnen schweren Kolosse Ende Oktober im Karlsruher Pionierhafen. Dann werden die 35-Meter langen Stahltanks umgeladen zum Lagerplatz bei der MiRO-Verwaltung transportiert. Dort werden die Kammern fertiggestellt bis zu ihrem Einbau im Rahmen der TÜV-Großinspektion im März 2018.

Einer der 35 Meter langen und über 8 Meter breiten Kokskammern. | Bild: MiRO

Auf dem Weg vom Pionierhafen zum Lagerplatz in der Raffinerie muss die Alb überquert werden. Da die Behälter zu schwer für einen Transport über die bestehende Albbrücke sind, wird zurzeit eine temporäre Albquerung auf Höhe Esso-Straße / Am Kirchtal erstellt und hinterher wieder vollständig zurückgebaut werden soll. Die MiRO spricht von einer großen logistischen Herausforderung

2.000 Tonnen Kran in Karlsruhe

Für den Austausch der Kokskammern soll einer der größten Kräne der Welt den Blick auf die Raffinerie ab Frühjahr 2018 deutlich verändern. Für den sicheren Stand des 2.000 Tonnen-Ringkrans beim Hub entsteht zurzeit ein Fundament direkt neben der Anlage. Außerdem sind umfangreiche Stahlbauarbeiten erforderlich.

Insgesamt werden 500 Tonnen Stahl verbaut. 200 Tonnen davon können erst während der TÜV-Inspektion im Frühjahr 2018 montiert werden. "Der Austausch der Kammern und wesentlichen Rohrleitungssysteme ist deutlich komplexer und anspruchsvoller als ein Neubau", berichtet MiRO-Projektleiter Frank Wischniewski. Der Ingenieur und sein Team haben viele Jahre in die Planung und Vorbereitung des Großprojektes  investiert. Man freue sich nun darauf, dass es nun in die Umsetzungsphase gehe, heißt es. 

Ab Dezember ist im Bereich der Raffinerie mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Schwerlasttransporte zu rechnen. Die MiRO-Verantwortlichen bemühen sich nach eigenen Angaben darum, die Auswirkungen für die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten.

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Kommentare (14)
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  •   andip
    (8202 Beiträge)

    04.10.2017 11:59 Uhr
    Nun ja
    Die schweren Rückstände hat man doch bisher als Schweröl in Schiffsdieseln verwendet oder als Asphalt auf die Strassen gekippt.
    Geht das jetzt nicht mehr?
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  •   betablocker
    (718 Beiträge)

    04.10.2017 16:35 Uhr
    Man kann
    halt noch mehr draus machen. Und der Bitumen für den Asphalt wird dort seit jeher hergestellt. Den kann man nicht einfach so auf die Strasse kippen. grinsen
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (587 Beiträge)

    04.10.2017 08:59 Uhr
    Wo genau sollen diese Monstren
    gelagert werde? Wenn ich mir das auf Maps anschaue, dann wohl am ehsten im Bereich der Bayerspedition, oder?
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  •   betablocker
    (718 Beiträge)

    04.10.2017 09:57 Uhr
    Lagerplatz
    bei der Verwaltung, steht da. Wahrscheinlich stellen sie sie einfach auf den dortigen Parkplatz, da muss man dann auch um keine Ecken rumfahren.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (587 Beiträge)

    04.10.2017 10:15 Uhr
    Eben, Verwaltung.
    Ist das das Gebäude der Esso Vertriebsgesellschaft? Und die werden die Dinger doch wohl nicht auf den Parkplatz lagern und komplettieren.

    Nachher kommen noch ein paar metallinteressierte Reisende denen die Kammern so nebenbei auf die Ladepritsche fallen.
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  •   betablocker
    (718 Beiträge)

    04.10.2017 10:30 Uhr
    Hehe,
    das wärs.
    Wenn du die Essostrasse bei Bayer weiterfährst gabelt sie sich nach ein paar hundert Metern. Geradeaus gehts zur Verladung und halbrechts zu Tor 2. Das Gebäude links davor ist die Verwaltung.
    Lässt sich leicht bewachen. Hoher Bauzaun drumrum und zwei Mann Patrouille - fertig. Und ungesehen dranfahren ist unmöglich.
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  •   kampion
    (1175 Beiträge)

    04.10.2017 15:22 Uhr
    ausserdem
    kommen die doch gar nicht über die Alb da das Provisorium wieder entfernt wird und die Dea-Brücke beim Berfahren einstürzt.
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (587 Beiträge)

    04.10.2017 15:13 Uhr
    Ah, dort ist das. Danke.
    Das ist schon eine eindrucksvolle Anlage, diese Raffinerie.
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  •   M.S.
    (221 Beiträge)

    04.10.2017 08:07 Uhr
    dann sollte man
    am besten bei Ankuft der Kokskammer eine Empfangsparty am Pionierhafen machen, bietet sich doch an grinsen
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  •   Eine_Armlaenge_Abstand
    (587 Beiträge)

    04.10.2017 09:22 Uhr
    Jo
    und Friedmann und Daum als Festredner einladen.
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