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Karlsruhe Altersarmut: DGB Karlsruhe warnt vor niedrigen Renten

Vor einer Durchschnittsrente im Regierungsbezirk Karlsruhe von nur noch 650 Euro warnt Wolfgang Zink, Sekretär des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Region Nordbaden. Die Pläne der Bundesregierung zur weiteren Senkung des Rentenniveaus müssten dringend verhindert werden. Aktuelle Berechnungen des DGB hätten ergeben, dass eine Minderung des Rentenniveaus um fast 20 Prozent bis 2030 die Folge wäre, sollten die Renten-Pläne der Bundesregierung umgesetzt werden. So der DGB in einer Pressemeldung.

"Um die gesetzliche Rente wieder armutsfest zu machen, müssen wir schnellstens umsteuern und auf weitere Rentenkürzungen verzichten. Wir müssen die Pläne der Bundesregierung zur Senkung des Rentenbeitrags zum Januar 2013 verhindern, weil wir das mit weiteren Rentenkürzungen bezahlen. Im Jahr 2011 lagen die Renten im Regierungsbezirk Karlsruhe nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung im Durchschnitt bei lediglich 752 Euro. Hätten wir heute schon das geplante Rentenniveau im Jahr 2030, läge die durchschnittliche Rente hier bei nur noch rund 650 Euro", erklärt Zink in der Pressemeldung.

Die Rentenpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung sei auf einem völlig falschen Weg. Trotz der bereits jetzt angespannten finanziellen Situation vieler Rentner halte die Koalition im Bund an der Kürzung des Rentenniveaus fest. Schon heute gebe es in Karlsruhe etwa 3.800 Menschen, die auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen seien - 11 Prozent mehr als 2007, heißt es weiter.

DGB: Situation der Rentner verbessern

Die Umsetzung der Rente mit 67 werde die Situation vieler künftiger und Rentner noch verschärfen. Heute seien laut Angaben des Statistischen Bundesamtes nur rund 27 Prozent der 60- bis 64-Jährigen in Karlsruhe sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach Daten, die dem DGB vorliegen, müsse etwa jeder neunte Beschäftigte im Regierungsbezirk Karlsruhe aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden, unter Hinnahme hoher Abschläge. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente liege bei nur noch 609 Euro, so Zink.

"Wir müssen die finanzielle Situation der heutigen und zukünftigen Rentner wieder verbessern. Wir brauchen dafür eine nachhaltige Entwicklung der Rentenbeitragssätze: Der Beitragssatz darf im Jahr 2013 nicht, wie zurzeit vorgesehen, gesenkt werden. Stattdessen schlagen wir vor, ab 2014 den Beitragssatz schrittweise um je 0,1 Beitragssatzpunkte für Arbeitnehmer und Arbeitgeber anzuheben, bis er im Jahr 2025 fast 22 Prozent erreicht", so der DGB-Sekretär.

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