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12.07.2012 16:42
 
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Baden Airpark: Passagierrekord - aber trotzdem rote Zahlen [17]

Bis zum Ende des Jahres rechnet Airpark-Geschäftsführer Manfred Jung mit 1,25 Millionen Fluggästen.
Bild:(ps)

Rheinmünster (mda) - Weniger Flüge, aber mehr Passagiere. Das ist das Fazit für das erste Halbjahr 2012 des Baden-Airparks in Rheinmünster. Bis zum Ende des Jahres rechnet Airpark-Geschäftsführer Manfred Jung mit 1,25 Millionen Fluggästen. Doch trotz Fluggast-Rekord hat der Flughafen auch mit Probleme zu kämpfen: So wurden einige attraktive Flugziele gestrichen. Und besonders die Wintermonate machen dem Baden Airpark zu schaffen.
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"Wir haben deutlich weniger Flugbewegungen zu verzeichnen, als im Vorjahr", sagte Manfred Jung, Geschäftsführer des Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB), bei der Vorstellung der Bilanz für das erste Halbjahr 2012 am Donnerstag. So sei der Flugverkehr im Vergleich zu 2011 um 15 Prozent zurück gegangen. Dennoch könne der FKB einen neuen Fluggast-Rekord vermelden.

"Mehr Passagiere, mit weniger Flugzeugen"

"Wir haben das beste Halbjahr seit Bestehen des Flughafens", so der Flughafenchef. Über 560.000 Fluggäste landeten oder starteten bis Ende Juni 2012 am FKB - Rekord. Geschäftsführer Jung rechnet bis Ende des Jahres mit insgesamt rund 1,25 Millionen Passagieren (Hin- und Rückflug). Weniger Flüge, aber mehr Passagiere, das erklärt der Geschäftsführer damit, dass einige Fluggesellschaften verstärkt größere Maschinen einsetzen würden. "Mehr Passagiere, mit weniger Flugzeugen", sei die Devise einiger Airlines.

Die meisten der Fluggäste (knapp 80 Prozent) kämen mit dem Auto zum FKB. Hierfür habe der FKB 3.500 Parkplätze mit unterschiedlichen Preiskategorien zur Verfügung. An wenigen Spitzentagen im Jahr sei der Parkplatz mit bis zu 2.800 Fahrzeugen belegt. Etwa zehn Prozent der Fluggäste nutzten eine der vier Buslinien, die den FKB von mehreren Städten aus direkt anfahren, so Jung.

Flughafen nicht rentabel

Obwohl der Flughafen keine schwarzen Zahlen schreibe, sei er ein wichtiger Faktor für den Wirtschaftsstandort, bekräftigt der Flughafenchef. "Wir werden betriebswirtschaftlich immer Probleme haben." Auch wenn der FKB die öffentliche Hand erst mal Geld koste - das Geschäftsjahr 2011 endete mit einem minus von drei Millionen Euro - garantiere der Regionalflughafen die Anbindung an den deutschen und europäischen Luftverkehr und stütze das regionale Wirtschaftszentrum, so Jung. Ab 2015 wolle man nicht mehr auf öffentlichen Gelder der Gesellschafter angewiesen sein. Der Flughafenchef rechne bis dahin sogar mit 1,5 Millionen Passagieren jährlich.

Jeder Gast, der nicht aus der Region stamme, bleibe im Schnitt zwei Tage und lasse Berechnungen zufolge 185 Euro am Tag in der Region, erläutert Jung. Diese sogenannten Incoming-Fluggäste machten etwa 20 Prozent aller Fluggäste aus.

Im Winter herrscht Flaute

Auch der an den Flughafen angeschlossene Gewerbepark entwickele sich gut. Derzeit seien dort rund 130 Firmen gemeldet, die insgesamt etwa 2.000 Menschen beschäftigen. Jung hofft darauf, dass sich noch mehr Unternehmen am Baden-Airpark ansiedeln. 50 Hektar an Fläche seien noch frei. "Es gibt noch Entwicklungsmöglichkeiten", so Jung. Wenn ein Investor Interesse zeige, könne man auch darüber nachdenken, Parkplatzflächen als Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen und stattdessen als Ausgleich Parkhäuser zu bauen. Für die weitere Entwicklung des Flughafens mache man sich auch für eine Anbindung an die Autobahn stark, so der Flughafenchef weiter. Denn Pläne für einen Schienenanschluss seien vorerst vom Tisch.

Während die Sommermonate boomen, herrscht im Winter allerdings Flaute am FKB. Vor allem die Wintermonate bereiten dem Flughafenchef daher Kopfzerbrechen. "Wir hatten einen ganz schlechten Winter", so Jung. Im Dezember verbuchte der FKB gerade einmal 50.000 Fluggäste - zum Vergleich: der August hat mit 160.000 etwa drei mal so viele.

Das liege daran, dass im Winter weniger Menschen in den Urlaub flögen. Doch im kommenden Winter könnte es den FKB noch härter treffen. Denn in diesem Jahr werden die Kanarischen Inseln - ein beliebtes Winterziel - kaum noch vom FKB aus angeflogen. In der letzten Wintersaison nutzten das Angebot immerhin 17.000 Passagiere. Einzig eine Verbindung nach Teneriffa bleibt.

Hamburg soll wieder in den Flugplan

Auch die Ankündigung der Fluggesellschaft Airberlin, aus strategischen Gründen die Linienflüge zwischen dem FKB und dem Flughafen Hamburg ab dem 1. November 2012 nicht mehr anzubieten, bedauert Jung. Man bemühe sich intensiv darum, eine neue Fluggesellschaft zu finden, die diese seit Mai 2007 gut frequentierte Strecke (100.000 Fluggäste im Jahr) zukünftig bedienen werde. "Wir sind derzeit mit zwei regionalen Fluggesellschaften in konstruktiven Gesprächen", bestätigte Jung. Doch welche Ziele und Strecken die Fluggesellschaften anfliegen, darauf habe der Flughafen keinen Einfluss.

"Die wirtschaftliche Risiken für Streckenlinien liege alleine bei den Airlines. Wir stellen nur die Infrastruktur zur Verfügung, die Fluggesellschaften nutzen diese. Wir können nur beraten, die Fluggesellschaften entscheiden", so Jung. Derzeit hoffen die Flughafenbetreiber, dass es bis Herbst eine Lösung gebe und Hamburg weiterhin als Ziel im Flugplan des FKB stehe.

Mehr zu: Ticker Flughafen "Baden Airpark" Tourismus Wirtschaft FKB

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Kommentare [17]
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  • (18 Beiträge) | 12.07.2012 17:45
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    Jobkiller Regionalflughäfen
    In der aktuellen Ausgabe von Umwelt & Verkehr: "Wer meint, der Verlust an Wirtschaftskraft durch den Flugreiseverkehr außer Land würde dadurch kompensiert, dass auch Gäste zu uns kommen, irrt gewaltig. Die Ausgaben der Bundesbürger im Ausland übersteigen Deutschlands Einnahmen von Besuchern aus dem Ausland um mehr als das Doppelte. Schon diese Zahl zeigt, wie hoch das Potential zur Arbeitsplatzvernichtung im Inland ist."
    U&V 2/12
  • (1203 Beiträge) | 12.07.2012 20:30
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    Hoppla...
    ..ausgerechnet dieser ökofaschistische BUND macht sich urplötzlich Gedanken über inländische Arbeitsplätze, welche möglicherweise ins Ausland verlagert werden könnten ??

    Diesen -fraglos nicht zu vernachlässigenden- Umstand eines allgemeinen Arbeitsplatzabbaus hält doch ansonsten diese Ökojünger auch nicht davon ab, gegen viele(andere) notwendigen Infrastrukturmassnahmen Sturm zu laufen...
  • (508 Beiträge) | 12.07.2012 20:43
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    Da sind die neuen Bundesländer
    ja ein perfektes Beispiel.
    Die angeblich so notwendigen Infrastrukturmaßnahmen sind so gut wie in keiner anderen Region Deutschlands, hat es dort darum Arbeitsplätze gegeben?
    Wie einfältig man sein muss, Menschen, die sich für den Erhalt der Lebensqualität auch zukünftiger Generationen einsetzen, als Ökofaschisten zu bezeichnen, kann jeder selbst entschieden.
    Ich finde solche Aussagen erbärmlich.
  • (6536 Beiträge) | 13.07.2012 02:14
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    !
    Nein, der Artikel kommt nicht vom ökofaschistischen BUND, sondern von meinem ökofaschistischen VCD! zwinkern
    Steht auch groß drüber, daher schließe ich, Du schreibst über etwas, was Du nicht gelesen hast ...
  • (5464 Beiträge) | 13.07.2012 10:49
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    Was haben
    denn Flüge von Deutschen ins Ausland mit Arbeitsplatzvernichtung zu tun?
    Die meisten fliegen dahin um Urlaub zu machen.Dadurch werden hier in D keine Arbeitsplätze vernichtet.
  • (6548 Beiträge) | 12.07.2012 17:50
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    wenn ich das richtig sehe,
    dann gab es eine höhere Auslastung der eingesetzten Maschinen.

    Wenn nun weniger Kohle hängen bleibt, liegt es an den Billigfliegern, die da im Einsatz sind. Problem wohl ähnlich wie im Güterkraftverkehr auf der Straße, wo die osteuropäischen Billigheiner mit ihren Rostlauben die BAB bevölkern.

    Es ist ja auch nicht einzusehen, weshalb ein Flug günstiger sein sollte als ein Bahnticket für das gleiche Ziel.

    Folge: selbst schuld...
  • (3053 Beiträge) | 12.07.2012 18:47
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    Flugticket mag ja günstiger sein
    Aber mit der Bahn kommt man in die Städte rein und hat sein Gepäck dabei. Im Flieger erst aufs Gepäck warten und dann schauen, wie man in die gewünschte Stadt kommt. Das geht nicht immer schnell und günstig, wenn die Billigheimer-Flughäfen teils über 100km vom Ziel entfernt sind.

    Allgemein sollte das Kerosin bei Inlandsflügen mindestens so hoch wie die Energie für die Bahn besteuert werden.
  • (29987 Beiträge) | 13.07.2012 00:52
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    Und wie du erst
    mit dem Auto und deinem halben Hausstand ins Ferienhaus kommst - das packt kein Flieger und kein Zug.

    Alla-solang es Sprit gibt wird er verfahren. Und die Ökofaschos sollten eigentlich interessiert daran sein, dass das möglichst schnell geht. I am with you! Ich mach echt mein Bestes, aber mehr als ein Auto gleichzeitig kann ich eben auch nicht fahren.
  • (1004 Beiträge) | 13.07.2012 12:38
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    Auf´s Gepäck kannste nach dem Flug manchmal warten
    bis der Hahn Eier legt.
    Vor zwei Wochen hat die LOT meinen Koffer schlicht in Warschau vergessen. Hat zwei Tage gedauert, bis er nachgeliefert wurde. Der Kurier hatte sich telefonisch auf 16.00 Uhr angemeldet und dann um 0.15 an der Tür geklingelt. Ich war fast den ganzen Tag zu Hause und hab auf den Horst gewartet, da ich einige Sachen aus dem Koffer dringend brauchte!
    Und im Oktober hat´s die Swiss in Zürich beim Umladen verkackt!
  • (29987 Beiträge) | 14.07.2012 03:33
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    Hehe,
    also Bretagne bis Italien geht kostenneutral mit dem Auto. Wo soll ich hinfliegen? Atlanta? Klar, aber das mach ich alle fünf Jahre. Dann lieber Europa mit dem Auto, und wir kommen überall hin! Und haben Spass dabei, die Klimawixxer können uns mit ihrem Dummgebabbel. Klimawandel, sind wir Mädchen?
  • (29987 Beiträge) | 14.07.2012 03:38
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    Also abgesehen vom
    Veganismus gibts nichts was mich weniger interessiert als diese Klimawandelscheisse. Total Banane.
  • (4255 Beiträge) | 12.07.2012 22:13
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    Das Gute für die Gesellschaften
    ihre Maschinen sind besser ausgelastet, d.h. sie machen (mehr) Gewinn. Angenehmer Nebeneffekt, weniger Flugzeuge gleich weniger Emissionen. Nachteil für die Flughafenbetreiber, sie verdienen weniger an der Zahl der Passagiere als an der Zahl der Starts und Landungen. Man muss allerdings auch sagen, die Low-Cost-Carrier verlangen von den Betreibern ziemlich unverschämte Gebühren, dass sie den Flughafen überhaupt anfliegen. Die Betreiber sollten den Fluggesellschaften die Gebühren erhöhen damit der Rückgang bei den Maschinen kompensiert werden kann. Leider werden die Carrier da nicht mitspielen.
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 12.07.2012 20:56
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    Lasst mir den FKB in Ruhe!!!
    Ich brauch den!
    Und das hat mit Urlaub nix zu tun! grinsen
  • (6548 Beiträge) | 12.07.2012 21:48
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    vielleicht verkauft man ein paar hundert
    RYANAIR-Kalender (auch aus den Vorjahren?), um finanziell besser dazustehen.

    Da kommen wenigstens 10 EURO/Stück rein.

    grinsen
  • (551 Beiträge) | 13.07.2012 08:27
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    flighafen notwendig...
    der flughafen in baden-baden ist notwendig und muss gehalten werden...

    lieber dort geld reinstecken als hart4 etc. zu erhöhen... es gibt genug arbeit wenn man nur will...
  • (335 Beiträge) | 13.07.2012 12:40
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    Ja ist doch ok
    Zitat von Ka-News
    Weniger Flüge, aber mehr Passagiere, das erklärt der Geschäftsführer damit, dass einige Fluggesellschaften verstärkt größere Maschinen einsetzen würden. "Mehr Passagiere, mit weniger Flugzeugen", sei die Devise einiger Airlines.

    Einmal wird gejammert wegen zu hohem CO2 Ausstoß, dann wegen Fluglärm. Jetzt wegen zuwenig Flügen. Für irgendjemand ist immer was schleht. Mit Billigflieger geht sowieso gar nicht.
    Da wird gespart auf Kosten des Personals und fliegendem Material. So was unterstütze ich nicht. Dann lieber einmal im Jahr weniger fliegen. Dann kommt halt sowas raus.
  • (497 Beiträge) | 14.07.2012 15:24
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    wenn man jedem Fluggast........
    eine Flughafen-Taxe von läppischen 2-3 Euro abverlangt, dann ist das Defizit-Problem drastisch verringert, ggfs. sogar gelöst.
    Damit liegt man der öffentlichen Hand kaum noch bis gar nicht mehr auf der Tasche. Das hat doch was ! !

    Um darüber hinaus dann auch Geld zu verdienen, muß man halt den Arsch bewegen und sich etwas "einfallen" lassen.

    Geld zu verdienen und Arbeitsplätze zu schaffen, zumindest aber zu sichern, war im vergangenen Jahrhundert die oberste Pflicht eines jeden Geschäftsführers.

    An dieser Maxime hat sich nach meiner Auffassung auch bis heute nix geändert ! ! !
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