Walter Services sieht BPO als nachhaltigen Trend
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Ettlingen (ps/cri) - Mit Business Process Outsourcing (BPO) Dienstleistungen für Kundenservice und Vertrieb erreichte die Walter Services Holding GmbH aus Ettlingen im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 204 Millionen Euro - ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber 2008. Ursache des Rückgangs sei die globale Wirtschaftskrise. Das teilte die Firma auf ihrer Jahrespressekonferenz mit.
Den Umsatzrückgang will Walter durch Investitionen stoppen. "Alle deutschen Tochtergesellschaften wurden zur walter services GmbH verschmolzen. Die Übernahme zweier Quelle Call Center Ende 2009 sowie der SEB Card Service GmbH Anfang März sollen jetzt den Aufschwung einleiten", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
In den beiden ehemaligen Call Centern der Quelle GmbH in Cottbus und Emden bearbeitet Walter Services die gesamte Telefonie des Shopping-Senders Home Shopping Europe. Ab März kommt dann noch der Service für Bankkunden der SEB AG hinzu. Walter Services übernimmt die SEB Card Service GmbH in Frankfurt am Main. Dabei sollen alle fest angestellten Mitarbeiter behalten werden.
Der Chief Executive Officer von Walter Services, Ralf Kogeler, sieht eine enge Verknüpfung zwischen Neuausrichtung und Wachstum und blickte auf der Jahrespressekonferenz optimistisch in die Zukunft der Firma: "Die globale Krisenkonstellation hat uns keine Einbrüche in den Marktanteilen gebracht. Mittelfristig werden wir sogar von der Wirtschaftssituation profitieren."
Das Jahr 2009 stand bei Walter Services im Zeichen einer Umstrukturierung
Gerade in kritischen Zeiten würden Unternehmen branchenübergreifend über Outsourcing nachdenken, prognostizierte Kogeler und hob vor allem die Vorteile einer finanziellen und personellen Flexibilität hervor, die aus einer Prozessauslagerung resultieren. In Zukunft werde die Outsourcing-Industrie jährlich um rund sieben Prozent wachsen. Walter Services werde sich deshalb mittelfristig vom Call Center- zum lösungsorientierten Prozess-Dienstleister entwickeln.
Das Jahr 2009 stand bei Walter Services vor allem aber im Zeichen einer Umstrukturierung, wie der Chief Marketing and Sales Officer, Christoph Schmidt, erläuterte. "Aus vertriebsstrategischen Gründen fusionierte das Unternehmen seine Tochterfirmen unter Führung der Holding zur einheitlichen Marke walter services GmbH und ordnete den Vertrieb neu."
"Innovationen sind nur durch strikte Kundenorientierung zu erreichen“
Während die Neukundenbetreuung und -akquise strategisch nach den Schlüsselbranchen Commerce, Finance, Healthcare, Media, Telecommunication und Utility aufgeteilt sind, werden Bestandskunden vor Ort in den Regionen Nord, Süd, Berlin/Brandenburg und Magdeburg betreut. Die Betreuung der stark wachsenden Schlüsselbranche Telekommunikation wird durch einen eigenen Vertriebsbereich repräsentiert.
„Vertriebliche Innovationen sind jedoch nur durch strikte Kundenorientierung zu erreichen“, so Schmidt. Ein Innovationsradar für branchenspezifische Mehrwertlösungen werde vom Markt gefordert. "Darunter sind prozessorientierte Dienstleistungen zu verstehen, die entlang der Kundenwertschöpfungskette flexibel mit einander verknüpft und effizient kombiniert werden."





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