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27.03.2012 14:36
 
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Telekom-Angestellte protestieren in Karlsruhe: "Wir lassen uns nicht alles bieten" [0]

Karlsruhe (vri) - Am Dienstag, 27. März, kam es zu einer Protestaktion bei der Telekom in Karlsruhe. Nach drei Verhandlungsrunden ohne Angebot versammelten sich rund 1.500 Beschäftigte des Konzerns auf dem Festplatz in Karlsruhe, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
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Kundgebung verdi Telekom
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Telekom-Angestellte fordern bessere Bedingungen.
Foto: ka-news/vri

"Sie treiben es auf die Spitze. Jetzt wollen sie von den Beschäftigten eine Nullrunde", wirft Joachim Reiter, zuständiger Verdi-Landesfachbereichsleiter, der Telekom vor.

Für die Telekom-Servicegesellschaften und die Telekom Deutschland GmbH werden die Verhandlungen am Dienstag und Mittwoch in der dritten Runde fortgesetzt. Mit der Protestaktion wollen die Beschäftigten ihre Forderungen nochmals betonen.

Mehr Gehalt und einen Mindestbetrag

Joachim Reiter verkündet:  "Wir stehen heute auf der Straße um klar zu machen: Es wird keine Nullrunde geben!" Verdi fordert unter anderem 6,5 Prozent mehr Gehalt. Außerdem soll es laut Reiter einen Mindestbetrag bei den unteren Einkommensgruppen geben. Gerade für die Call-Center-Mitarbeiter sei dies von Nöten, so Reiter.

Auch der Nachwuchs liegt den Demonstranten am Herzen: "Wir wollen deutlich höhere Ausbildungsvergütungen, damit sich junge Menschen wieder bei der Telekom wohl fühlen", sagtJoachim Reiter.

Bessere Bedingungen für Auszubildende

Stephanie Stöffler, Vorsitzende der Auszubildendenvertretung des Telekom-Ausbildungszentrums Stuttgart, wirft dem Konzern vor, Auszubildende würden unterschiedlich bezahlt werden. Sie möchte wissen, wie Mitarbeiter motiviert und flexibel arbeiten sollen, wenn sie nicht einmal wüssten, ob es den Arbeitsstandort oder die jeweilige Abteilung morgen noch gebe. Außerdem stellt sie in Frage, ob so eine gute Ausbildung überhaupt stattfinden könne.

Am Ende der Kundgebung appelliert Reiter nochmals an die Einsicht des Telekom-Vorstands: "Wir lassen uns unsere Forderungen nicht ausreden und wir haben einen langen Atem!"

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