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30.03.2012 16:59
 
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Technologieregion Karlsruhe: Zuwanderung gegen Fachkräftemangel [30]

IHK-Präsident Bernd Bechtold
Bild:ps

Karlsruhe (feb) - Die Regionalkonferenz der Technologieregion Karlsruhe hat auf ihrer Tagung die Landesregierung für ihre Reform der Polizeiverwaltung kritisiert. Das teilte der Vorsitzende der Regionalkonferenz und Präsident der Industrie und Handelskammer Karlsruhe (IHK), Bernd Bechtold, am Freitag bei einer Pressekonferenz mit. Weitere Themen in der Regionalkonferenz waren der Fachkräftemangel, die Zuwanderung von Auszubildenden und das Thema Energieversorgung und Effizienz.
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Aus der ausgearbeiteten Resolution der Regionalkonferenz geht hervor, dass die beschlossene Zuordnung Baden-Badens und Rastatt zum Polizeipräsidium unübersichtlich und bügerfern sei. Die Mitglieder der Regionalkonferenz sähen es als sinnvoller an, dass beide Städte dem Polizeipräsidium Karlsruhe zugeordnet würden, so Bechtold.

Fachkräftemangel als Wachtumshemmnis

"Wir haben lange gebraucht, die Technologieregion zu etablieren." Nun würden bestehende Verbindungen bei den Menschen in der Region aufgebrochen. Die Regionalkoferenz fordere deshalb die Landesregierung auf, die getroffene Entscheidung zu revidieren.

Zudem zeigten sich die Mitglieder der Regionalkonferenz einhellig der Meinung, dass man im Kampf gegen den Fachkräftemangel zusammenarbeiten müsse. "Der Fachkräftemangel ist das Wachstumshemmnis Nummer eins", sagte Bechtold in den Räumlichkeiten der IHK weiter. Derzeit seien mehr als 500 Ausbildungsplätze in Industrie, Handel und Dienstleistung frei. Mit verschiedenen Maßnahmen der Technologieregion und der IHK wolle man die Zahl der Schulabbrecher reduzieren und Studienabbrechern - besonders im Bereich IT - eine duale Ausbildungsmöglichkeit bieten.

"Diese sind hochqualifiziert, stehen aber ohne Berufsabschluss da", so Bechtold weiter. Deshalb wurde zusammen mit dem Cyberforum die Initiative "Finish IT" gestartet. Die Resonanz sei sehr gut. Ziel sei es, die Studienabbrecher in der Region zu halten und ihnen einen Berufsabschluss durch eine duale Ausbildung zu ermöglichen.

Technologieregion soll zur Modellregion für Energie werden

Eine weitere Maßnahme im Kampf gegen den Fachkräftemangel sei die Zuwanderung, so der IHK-Präsident. Mitte April kämen deshalb acht spanische Jugendliche für ein viermonatiges Praktikum bei einem regionalen Unternehmen in die Technologieregion. "45 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Spanien sind ein Pulverfass für ganz Europa." Da müsse gehandelt werden, sagte Bechtold weiter. Bei beiderseitigem Interesse, schließe sich eine Ausbildung hier in Deutschland an. Auch die Kooperation mit dem nahen Frankreich solle ebenfalls intensiviert werden.

Der dritte wichtige Punkt in der Regionalkonferenz sei das Thema Energieversorgung- und effizienz gewesen. Dabei sei es der Anspruch der Technologieregion, zur "Modellregion Energie" zu werden. "Mit dem KIT als größtem europäischen Forschungszentrum für Energie, mit den vielen Hightech-Unternehmen und dem entsprechenden Praxiswissen, mit der IHK Karlsruhe als Federführer in Sachen Energie in Baden-Württemberg erfüllen wir alle Voraussetzungen dafür", sagte Bechtold.

Man müsse dafür sorgen, dass neben der regenerativen Energien auch genügend andere Energiequellen generiert würden, um die Region zu versorgen. Neben seinem Zweifel, dass bis 2020 die geplanten 38 Prozent der Energie aus regenerativen Quellen kommen werden, müsse man eine ausreichende Energieversorgung durch Kraftwerke gewährleisten, so Bechtold. Energie müsse bezahlbar sein, die Versorgung sicher, so der IHK-Präsident abschließend.

Mehr zu: IHK Technologieregion Regionalkonferenz Wirtschaft



Kommentare [30]
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  • (2250 Beiträge) | 30.03.2012 18:32
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    Zum Thema Fachkräftemangel:
    Ich bin ab dem 1.7. bei einem Softwareunternehmen in Niedersachsen, Marktführer in seinem Gebiet. Ein thematisch ähnlich aufgestelltes Unternehmen in der Technologieregion hat sich als sehr bürokratisch herausgestellt ...
  • (6721 Beiträge) | 30.03.2012 20:12
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    mag sein
  • (2250 Beiträge) | 31.03.2012 10:13
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    Warum nicht?
    Immerhin spricht man dort Deutsch, und es gibt nicht so viele Berge. (wenn man die will, gibt es aber immerhin den Harz und andere Mittelgebirge).
  • (2058 Beiträge) | 06.04.2012 20:16
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    eiverbibscht
    eine mittelgroße Verschwörung scheint da im Gange.
  • (6721 Beiträge) | 30.03.2012 20:12
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    Man sollte
    den Zuwanderern auf jeden Fall nahe legen sich rechtsrheinisch anzusiedeln. Sonst wird das neu erlernte Deutsch gleich versaut und sie reihen sich bei den Brückeforderern ein.
  • (6672 Beiträge) | 31.03.2012 00:46
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    !
    Man könnte ja die Zuwanderer in der Palz anwerben zwinkern
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 31.03.2012 07:37
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    Noch mehr Zuwanderer?
    Hier wohnen doch schon genug Schwaben! grinsen
  • (2250 Beiträge) | 31.03.2012 10:12
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    Ich dachte
    die Porno-Hippie-Schwaben sind alle in Berlin?
  • unbekannt
    (1272 Beiträge) | 31.03.2012 10:10
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    Mal im ernst
    In der Innenstadt wie auch in der Südstadt ist es schon übel. Ich bin echt froh wenn ich 1x in der Woche jemand Badisch reden hör.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 31.03.2012 11:19
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    Tja...
    Migration in Karlsruhe ist Tatsache. Wenn Ihnen das nicht paßt, müssen Sie woanders hinziehen!
  • unbekannt
    (8066 Beiträge) | 31.03.2012 11:47
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  • (2422 Beiträge) | 31.03.2012 16:59
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    ich
    bin Badener, rede aber Hochdeutsch. Komme ja nicht vom Dorf, bin gebildet und relativ jung. Soll ich jetzt anfangen badisch zu babbeln nur um nicht als vermeintlicher Migrant zu gelten? :D
  • (29986 Beiträge) | 01.04.2012 02:31
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    Naja,
    so e bissle vielleicht? grinsen

    Hochdeutsch hat so gar nix. Und kann nix. Wenn ich mir da den Tatort aus Wien oder München vorstelle, da brauchen die Fischköpp doch Untertitel! Da haben wir Südländer es doch gut, wir verstehen alles. Ausser norddeutsch vielleicht in extremen Formen. Aber das braucht auch kein Mensch.

    Nöwoohr? grinsen
    Ottrr? grinsen
  • (4387 Beiträge) | 02.04.2012 13:07
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    Wenn du was Englisch unter das Doitsch
    mixen tust, wird das extremere Norddoitsch verständlicher. grinsen
  • (11977 Beiträge) | 31.03.2012 13:19
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    Da
    hat wohl die bisherige Zuwanderungspolitik inklusive diesem "Familien-Nachzug" zwar zu jeder Menge Zuwanderern geführt, aber leider waren es nicht die händeringend gesuchten Fachkräfte.

    Statt dessen denkt "man" darüber nach 200.000 Nordafrikaner zuwandern zu lassen. Ob das die ersehnten Fachkräfte sind?

    Diese Heuchelei mit "Fachkräftemangel" ist widerlich. Die netten Personalheinis wollen junge frisch ausgebildete Fachkräfte mit einschlägiger mehrjähriger Berufserfahrung, die für wenig Geld Überstunden ohne Ende klopfen. Und natürlich nichts oder wenig kosten.
  • (4387 Beiträge) | 31.03.2012 16:39
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    Genau darum geht es:
    "Diese Heuchelei mit "Fachkräftemangel" ist widerlich. Die netten Personalheinis wollen junge frisch ausgebildete Fachkräfte mit einschlägiger mehrjähriger Berufserfahrung, die für wenig Geld Überstunden ohne Ende klopfen. Und natürlich nichts oder wenig kosten."

    Dabei wollen diese Unternehmen auch noch gerne jede Menge SozVersKosten sparen. Mit nachhaltigem Rescourcenmanagement bei den Arbeitskräften hat das nichts zu tun. So vertreibt man in Massen gute Leute, das Ausland freut sich und der Schrott soll dann Zuwandern.

    Und dann wird wieder von der Wirtschaft gejammert.
  • (10716 Beiträge) | 01.04.2012 00:07
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    -->
    Die Heuchlerei ist doch, das niemand was gegen Fachkräftinnen aus Spanien einzuwenden hätte hier im Plenum. Also liegt Euer Problem zwischen den Beinen oder auf der Hand :-D
  • (3565 Beiträge) | 01.04.2012 09:11
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    doppelter Schaden
    Bei uns sollen die Löhne der Fachkräfte durch mehr Konkurrenz gedrückt werden.
    In anderen Ländern werden dort noch dringender benötigte Spezialisten abgeworben.
    Das Ergebnis:
    Bei uns machen Unternehmer mehr Gewinn, weil das Lohnniveau bei teuren Fachleuten sinkt.
    Andere Länder können nicht konkurrieren, weil Deutschland die Tüchtigsten abwirbt.
    So fliegt die Teuro-Zone noch schneller auseinander - zumindest ein positiver Aspekt des Ganzen -
    Dass Integrationsverweigerer vornehmlich islamischer Herkunft Fachkräfte seien glauben doch nicht einmal die grün-naiven "Migrantenversteher" der Multi-Kulti-Fraktion.

    Also:
    Ja zur Aufnahme integrations- und assimilationswilliger Flüchtlinge - v.a. Juden und orientalische Christen -.
    Ja zur Zuwanderung von echten Spezialisten.
    Nein zur gezielten Abwerbung von Fachkräften in anderen Ländern.
  • (181 Beiträge) | 03.04.2012 00:34
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    Es gibt auch Fachkräfte aus islamischen Ländern
    Zuwanderer aus dem Iran, Irak oder Afghanistan haben beispielsweise ein überdurschnittlich (gemessen an der Gesamtbevölkerung) hohes Bildungsniveau. Bildungsfern sind hauptsächlich Türken, nicht die Muslime im Allgmeinen.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 03.04.2012 14:30
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    Iran
    Der Iran braucht aber selbst seine Fachkräfte, wir wollen denen doch nicht etwa die Pysiker abwerben? zwinkern

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