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21.05.2012 14:33
 
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Streik in Karlsruhe: Verdi-Protest sperrt Bankkunden aus [18]

Bankgewerbe: Verdi verlangt 6 Prozent mehr Gehalt. Foto: Patrick Seeger/Archiv

Karlsruhe/Stuttgart (dpa/lsw/ka-news) - Bankkunden in mehreren Städten in Baden-Württemberg müssen sich in den nächsten Tagen auf geschlossene Filialen einstellen. Für Dienstag hat die Gewerkschaft Verdi in Karlsruhe Mitarbeiter von Geldinstituten zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.
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An dem ganztägigen Warnstreik beteiligen sich Beschäftigte der LBBW, der L-Bank, der Deutschen Bank und der Commerzbank aus Karlsruhe, Ettlingen und Bruchsal. In Karlsruhe soll ein Demonstrationszug der Streikenden am Mittag vom Marktplatz aus durch die Innenstadt führen.

"Arbeitgeber sollen Signale ernst nehmen"

In den kommenden Tagen wird es auch bei Banken Schwäbisch Hall, in Stuttgart, Ludwigsburg und Mannheim zu Streiks kommen. In dieser Woche wird außer in Baden-Württemberg auch in weiteren Bundesländern gestreikt. Hintergrund ist die laufende Tarifrunde für die rund 220.000 Bankbeschäftigten, für die die Arbeitgeber in der dritten Runde ein inakzeptables Angebot vorgelegt haben.


"Wir fordern die Bankarbeitgeber auf, die Signale ernst zu nehmen und ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, betont Verdi-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Beate Mensch in einer Pressemitteilung. Die Arbeitgeber hätten die Streiks mit ihrer Verweigerungshaltung provoziert. Sie müssten jetzt endlich zeigen, dass sie den Beschäftigten Wertschätzung entgegenbringen.

Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt

Eine deutliche Erhöhung des Angebotes sei dringend notwendig. Verdi fordert sechs Prozent mehr Gehalt sowie tarifliche Schutzregelungen für Berater, eine Ausbildungsquote von sieben Prozent, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden, die Verlängerung der Vorruhestandsregelung und tarifliche Verbindlichkeit für besseren Gesundheitsschutz.

Das vorliegende Angebot der Arbeitgeber sieht nach Verdi-Berechnungen lediglich eine Erhöhung der Gehälter um weniger als 1,4 Prozent umgerechnet auf zwölf Monate vor. Damit liegt es weit unter der Inflationsrate und würde einen Reallohnverlust für die Beschäftigten bedeuten.

Mehr zu: Tarife Banken Wirtschaft



Kommentare [18]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (350 Beiträge) | 22.05.2012 07:26
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    ERSTER - Dann halt Onlinebanking....
  • (1175 Beiträge) | 22.05.2012 08:49
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    ..
    ach die armen Bankangestellten....vielleicht drücken sie ja noch ein 15. Gehalt durch.
  • (157 Beiträge) | 22.05.2012 09:23
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    Wer keine Ahnung hat soll bitte laut schreien....
    Laut Banktarif gibt es 13 Gehälter plus 154 EUR Urlaubsgeld. Das ist nicht mehr als in anderen Branchen auch.
    Außerdem haben die Bankangestellten die letzten 6 Jahre jeweils unter der Inflationsrate (und deutlich unter den anderen Branchen) Gehaltssteigerungen erhalten.
    Und jetzt schließen alle andern Branchen zwischen 3 und 4,5% (aufs Jahr gerechnet) ab und die Bankangestellten sollen sich schon wieder mit 1,4% abspeisen lassen????

    Bitte die Kirche im Dorf lassen bevor Sie sich nicht über die Hintergründe informiert haben!

    PS: Die Investmentbanker haben keine Tarifverträge. Da sollte man mal angreifen. Diese Art und Höhe der Bezahlung finde ich ebenfalls unverschämt.
  • (6195 Beiträge) | 22.05.2012 09:57
    Bewerten: (0)
    Den Satz solltest du noch mal überdenken: Das ist nicht mehr als in anderen Branchen auch.
    Kann sich zwar in der Zwischenzeit geändert haben, aber als ich ungekündigt von einer Bank zu einem anderen Arbeitsbereich wechselte, sah das so aus:
    In der Bank gab es das Gehalt am 15. des Monats an dem gearbeitet wurde. Im anderen Bereich gab es auch das Geld am 15., allerdings für den Monat zuvor. Also z.B. am 15. Februar das Geld für Januar.
    Urlaubstage waren es sechs weniger. Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld gab es gar nicht.
    In der Bank hatte ich aber ein 14. Gehalt und zwar aufgeteilt in zwei Teile : einmal Jahresmitte und dann am Ende des Jahres.
    Natürlich kann man fragen, warum jemand dann geht, aber ich wollte wieder in meinem ursprünglichen Beruf arbeiten.

    Es gibt bestimmt auch heute noch große Unterschiede, je nach Branche.
  • (6195 Beiträge) | 22.05.2012 09:59
    Bewerten: (0)
    ging an Bundesadler
  • (157 Beiträge) | 22.05.2012 10:10
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    Das war einmal
    das 14. Gehalt gibt es nicht mehr, es wurden freiwillige Sozialleistungen gestrichen, und teilweise wurden vormals tarifliche Leistungen in verkaufsabhängige Provisionszahlungen umgewandelt. Dass dann bei einigen Verkäufern das eigene Glück (Einkommen) mehr zählt als Beratungsqualität war wohl von den Managern der oberen Etage so gewollt.

    In Kombination mit der (relativ) langen Wochenarbeitszeit, den obligatorischen Überstunden (die meist nicht bezahlt werden) und der sehr bescheidenen Gehaltsentwicklung der letzten 6 Jahre sollte diesmal ein Abschluss zumindest in der Nähe der anderen Branchen festgemacht werden.

    Wenn Streiks des öffentlichen Nahverkehrs, der Müllabfuhr, der Krankenhäuser usw. akzeptiert werden, dann kann auch mal ein Bankbesuch um einen Tag verschoben werden.

    Ist zumindest meine Meinung.
  • (6195 Beiträge) | 22.05.2012 10:26
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    Ich habe nichts dagegen, wenn Bankangestellte auf ihre Lage aufmerksam machen. Es ging mir nur um diesen einen Satz.

    Es gibt viele Berufe, bei denen das Sozialsystem immer mehr zur Schwierigkeit wird.

    Ich bin zwar nicht Schauspielerin, aber es gab mir auch zu denken, als neulich eine sehr bekannte Schauspielerin sagte, dass sie in einer Zeit ohne Vertrag zum Arbeitsamt ging. Das ist noch nicht üblich.
    Vermittelt wird so jemand ohnehin nicht und in den Bereichen gibt es etliche, die zwischendurch als Bedienung arbeiten gehen, nur damit sie nicht jedes Angebot mit miserablen Drehbüchern annehmen müssen.
  • (157 Beiträge) | 22.05.2012 10:44
    Bewerten: (0)
    leider
    ist das in vielen Berufen so.

    Ich heisse das ausdrücklich NICHT gut.

    Das Gehaltsniveau ist bei den Bankangestellten im Vergleich zu den Durchschnittsverdiensten in den vergangenen 10 Jahren um 15% gesunken (zugegeben von stark überdurchschnittlich auf nur noch leicht überdurchschnittlich).

    Aber irgendwann sollte man mit dem verzichten aufhören, und dafür (das beweisen andere Tarifabschlüsse) scheint die Zeit nun reif zu sein.
  • (2853 Beiträge) | 22.05.2012 10:11
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    Angesichts der Tatsache,
    dass es Online-Banking gibt,mit EC- oder Kreditkarte bezahlt werden, man auch bei nicht bestreikten Filialen Geld holen kann, die Genossenschaftsbanken, soweit ich weiß, zu den Streikenden nicht dazugehören, ist der Streik für den Kunden wohl nicht dramatisch. Andere Bankgeschäfte können ja in der Regel auch mal einen Tag warten.

    Aber Tatsache ist, Bankangestellte sind im Gegensatz zu anderen Verwaltungsangestellten schon immer besser bezahlt wurden.
    Ich habe in jüngeren Jahren immer die Bankangestellten "beneidet", da sie im Gegensatz zu uns Leuten aus dem öffentlichen Dienst schon einen wesentlich höheren Anfangstarif hatten als wir. Ich spreche von vergleichbarem Ausbildungsstand. Daran dürfe sich bis heute nichts geändert haben.

    Ich gönne den Bankangestellten ihre Gehaltserhöhung, aber sie sollten es schon mal mit anderen mit vergleichbaren Ausbildungsstand in der Verwaltung vergleichen. So schlecht ist ihre Bezahlung nicht.
  • (2853 Beiträge) | 22.05.2012 10:12
    Bewerten: (0)
    Ich spreche jetzt nicht
    von "Bankern" oder was wir im Allgemeinen darunter verstehen, nämlich die mit den vollen Taschen, sondern ganz normale Bankangestellte.
  • (1175 Beiträge) | 22.05.2012 10:24
    Bewerten: (0)
    oh je.....
    @ Bundesadler: mir kommen wahrlich die Tränen. Ich kenne Menschen aus meinerm Dunstkreis die in der Bank schon lange jahre beschäftigt sind. Die Bezahlung ist wirklich nicht schlecht und im oberen Drittel angesiedelt. Und was Kürzungen betrifft, da kann ich ein Lied von singen...komme aus dem Öffentlichen Dienst...da hatten wir keine Extraleistungen die dann für Sparpotentiale eingesetzt werden konnten.
  • (157 Beiträge) | 22.05.2012 10:37
    Bewerten: (0)
    und dann
    finden Sie es richtig dass andere Bluten müssen?
    Der öffentliche Dienst hat dieses Jahr das erste mal seit vielen Jahren wieder einen anständigen Tarifabschluss erreicht.
    Genau das wollen die Bankangestellten auch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
    Viele Branchen haben seit Jahren weniger als die (reale!!) Preissteigerung an Tariferhöhungen erhalten. Jetzt haben aber auch diese Branchen endlich mal etwas mehr Geld in der Tasche. Warum werten Sie die Bankangestellten derart ab, dass sie denen das was andere erhalten haben vorenthalten möchten?
  • (6504 Beiträge) | 22.05.2012 10:44
    Bewerten: (0)
    warum sollen die Banker hungern,
    wenn sich doch die Politiker gerade wieder die Taschen vollgestopft haben?
  • unbekannt
    (5089 Beiträge) | 22.05.2012 12:25
    Bewerten: (0)
    Juhuu
    Karlsruhe ist STREIKHAUPTSTADT
  • (2853 Beiträge) | 22.05.2012 12:40
    Bewerten: (0)
    helix
    langsam wird das ja unübersichtlich mit

    Karlsruhe ist ......Hauptstadt, sollten wir da nicht mal eine Liste anlegen? grinsen
  • unbekannt
    (5089 Beiträge) | 22.05.2012 12:57
    Bewerten: (0)
    uiuiui
    Die wird aber mächtig lang. grinsen
  • (9668 Beiträge) | 22.05.2012 14:46
    Bewerten: (0)
    Und dann werden wir...
    na? ...genau... Listenhaupstadt!! Juhu!
  • (2853 Beiträge) | 22.05.2012 15:32
    Bewerten: (0)
    na, ja
    KSC leider abgestiegen, neues Stadion ade, H. Wellenr. wird womöglich OB, oh Schreck, U-Sträble hat erhebliche Bauverzögerung, wer weiß, ob die in diesem unserem Leben noch fertig wird, Rheinrücke neu, da debattieren sie noch 10 Jahre, usw.

    Also bitte, dann halt wenigstens ne lange Liste mit ....Hauptstadt.
    Über irgendwas müsssen wir uns ja noch freuen dürfen, bezüglich unserer ...Stadt. grinsen
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