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10.10.2011 11:51
 
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Klöppel für Kölner Petersglocke wurde in Pfinztal geschmiedet [0]

Bild:ps

Foto: ps
Pfinztal (ps) - Seit Samstag lässt sich das Ende des nahezu einjährigen Schweigens der St. Petersglocke im Kölner Dom absehen: Edelstahl Rosswag in Pfinztal schmiedete in rund vier Stunden einen neuen Klöppel für die weltbekannte Glocke. Der alte, rund 800 Kilogramm schwer, war im Januar 2011 zerbrochen und in die Glockenstube gefallen; glücklicherweise ohne größere Schäden.
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Hunderte Zuschauer, darunter auch die Kölner Dombaumeisterin Dr. Barbara Schock-Werner und der Kölner Domprobst Dr. Norbert Feldhoff, verfolgten das Ereignis mit mehreren Schmiedegängen und Wiederaufheizzyklen für den anfangs nahezu eine Tonne schweren Stahlstab.

Alexander Essig, kaufmännischer Geschäftsführer bei Edelstahl Rosswag, begrüßte die Gäste voller Stolz: "Der `Dicke Pitter` ist die größte freischwingend läutbare Glocke der Welt – und wir dürfen den Klöppel fertigen!" Die jährlich rund sechs Millionen Besucher des Kölner Doms können ab Dezember hören, ob der neue Stahl und der Bronzeguss aus dem Jahr 1923 harmonieren. In einem Kirchturm herrschen nämlich besondere Belastungen für den Stahl: Im Winter kann Kälte von minus 30 Grad herrschen, im Sommer kann es über 40 Grad heiß werden. Dazu kommt die Belastung an der Aufhängung in der Glockenkrone. Andererseits müsse die Glocke an der Auftreffstelle viel aushalten. Deshalb sei der neue Klöppel auch leichter, ohne dass die Glocke leiser oder dumpfer klinge.

Der "Maybach" unter den Klöppeln

Die Maße des neuen Klöppels: ein Fertiggewicht von rund 600 Kilogramm und eine Länge von 3,20 Metern. "Ein Klöppel von Rosswag ist mit einem Maybach vergleichbar", so Alexander Essig. Da die Gesellschafter von Rosswag den kompletten Klöppel stiften und die Boschgotthardshütte (BHG) aus Siegen den Werkstoff kostenlos bereitstellt, kommt dieser "Maybach" das Kölner Domkapitel allerdings relativ günstig.

Das im Familienbesitz befindliche Unternehmen Rosswag kann 2011 auf genau 100 Jahre zurückblicken. Rund 180 Mitarbeiter beschäftigt das immer in Kleinsteinbach (heute Ortsteil von Pfinztal) ansässige Unternehmen. Glockenklöppel von Edelstahl Rosswag hängen beispielsweise auch in der "Pummerin" im Wiener Stephansdom, im Erfurter Dom, in der Dresdner Frauen- und Dresdner Hofkirche, im Dom zu Speyer, im Straßburger Dom oder in der Friedensglocke auf Malta.

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