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18.05.2012 02:05
 
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Im Elektroauto über den Rhein: Projekt "RheinMobil" startet [11]

Karlsruhe (feb) - Elektromobilität ist in Zeiten eines grünen Umwelt-Gewissens mehr denn je ein Thema in Politik und Gesellschaft. Auch der französischen Reifenhersteller Michelin will mit nachhaltiger Mobilität einen Beitrag zum ökologischen Fußabdruck leisten. Aus diesem Grund hat Michelin das grenzüberschreitende E-Mobilitätsprojekt "RheinMobil" ins Leben gerufen. Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid übergab am Mittwoch das erste Elektroauto, das für Pendler der Firma bereitgestellt wird.
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Nils Schmid Michelin
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Vlnr: Dieter Freitag (Direktor Michelin Deutschland, Österreich und Schweiz), Wirtschaftsminister Nils Schmid, Michelin-Mitarbeiter Yves Kuntz und der Karlsruher Michelin-Werksleiter Christian Metzger bei der Übergabe des E-Mobils.
Foto: (ka-news)

Bereits bei der Pressekonferenz zum "Schaufenster Elektromobilität" Karlsruhe wurde das Projekt der französischen Firma vorgestellt. Inzwischen ist "RheinMobil" zur Förderung angemeldet und am Mittwoch, 16. Mai, konnte das Projekt endlich starten. Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) ließ es sich nicht nehmen, den Schlüssel und die Papiere des ersten Elektroautos an Michelin Mitarbeiter Yves Kuntz zu übergeben.

600 Pendler sollen Elektroautos für den Arbeitsweg benutzen

"Wir müssen die Elekromobilität mehr in der Fläche verteilen und etablieren", sagte der Minister in Karlsruhe. E-Mobile dürften nichts Exotisches mehr sein, "alltäglich sollen sie werden." Aus solchen Versuchen und Projekten könne man lernen, so Schmid, um die Elektromobilität weiter zu optimieren.

Yves Kuntz ist Pendler und fährt täglich aus dem nahen Frankreich in die Fächerstadt. Und genau für die rund 600 Pendler wie Kuntz, wurde das länderübergreifende Projekt ins Leben gerufen, betonte Dieter Freitag, Michelin-Direktor für Deutschland, Österreich und die Schweiz im Rahmen der Schlüsselübergabe. Bis zu 200 Elektromobile sollen nach und nach am Standort Karlsruhe für die Pendler, die zum Teil auch aus der Pfalz kommen, bereitgestellt werden, um umweltschonend in Fahrgemeinschaften zur Arbeit zu fahren. Natürlich würden hierbei die Schichtmodelle Michelins beachtet und es erfolge anhand der Fahrzeugdaten eine Auswertung und ein anschließendes Fahrtraining für die Mitarbeiter.

"Die ersten Fahrzeuge, die nun zum Einsatz kommen, werden noch von französischer Seite gefördert", so Freitag weiter. Auf deutscher Seite arbeite Michelin mit "Living Lab BW e-Mobil" zusammen, wo  "RheinMobil" bereits zur Förderung angemeldet sei. Dann würden auch deutsche Gelder für die Förderung des Projektes eingebracht. Schmid betonte, dass im Moment Verhandlungen mit deutschen Autoherstellern aus Baden-Württemberg verhandelt werde. Die Premierenautos werden bis dahin von einem französischen Hersteller kommen.

Elektromobile sollen für Fahrgemeinschaften herhalten

"RheinMobil" ist ein dreijähriger Flottenversuch zwischen Deutschland und Frankreich. Ziel sei es zu zeigen, das Elektrofahrzeuge im stadtnahen und urbanen Fahrprofil bei hoher Auslastung bereits heute wirtschaftlich betrieben werden können, so Freitag weiter. Die Pendler, die nach Karlsruhe zur Arbeit fahren, werden die E-Mobile künftig in Fahrgemeinschaften nutzen. Zunächst würden neben Pkw und Kleintransportern in Zukunft eventuell kleinere Stadtbusse mit bis zu 21 Sitzplätzen zur Verfügung stehen.

Für die Pendler, die über die Rheinbrücke nach Karlsruhe fahren, hofft Schmid auf eine zeitnahe Lösung, um die Verkehrssituation zu verbessern. "Die Verkehrsfrage ist eine Schicksalsfrage für die Wirtschaft und die Region", betonte er. Der anstehenden Faktencheck, der alle Beteiligten auf den gleichen Stand bringen soll, müsse in eine Entscheidung münden, die in der Bevölkerung Akzeptanz erhalte. Auf ein "Für" oder "Gegen" die zweite Rheinbrücke ließ sich der Minister nicht ein, wichtig sei eine Lösung.

Mehr zu: E-Mobilität Elektroauto Michelin Pendler Wirtschaft



Kommentare [11]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (7421 Beiträge) | 18.05.2012 07:32
    Nepper, Schlepper, Bauernfänger.
    Und wo kommt der moralisch einwandfreie Strom her? Aus der grün angemalten Steckdose?

    Sinn machen Elektroantriebe in Städten und Ballungsräumen. Zwecks Geräusch- und Abgasminimierung in Ballungszentren. Hat dann aber nicht wirklich was mit "grünem Umwelt-Gewissen" zu tun.
  • (3120 Beiträge) | 18.05.2012 07:53
    "Baden-Würrtembergs Wirtschaftsminister..."
    Ist feb ein badischer Querulant? grinsen
  • (103 Beiträge) | 18.05.2012 08:26
    Vertipper...
    ...wurde verbessert. Vielen dank für den Hinweis.
  • (3120 Beiträge) | 18.05.2012 07:59
    Super Test.
    Endlich wird auch das Stauverhalten von E-Mobilen in der Praxis vor Ort getestet.

    Bleibt die Frage, wo "aufgetankt" wird: In Frankreich oder in Deutschland?

    Wie wird eigentlich privater Stromexport per Batterie zoll- und steuertechnisch behandelt?

    Egal. Wichtig bleibt: "..eine Lösung."
  • (308 Beiträge) | 18.05.2012 09:19
    Solange E-Mobile
    ihren Strom aus der Steckdose beziehen sind sie nichts anderes wie verlagerte Umweltverschmutzung von der Stadt raus zu den Kraftwerken hin.
    "Grüner" Strom muss bei hohem Anfall bevorratet werden können und dann 1:1 an die Mobile abgegeben werden können. Dann ist es für mich grün, so ist es für mich nur grün lackiert.
  • (3120 Beiträge) | 18.05.2012 09:35
    Sollte man jetzt die Entwicklung von
    E-Mobilen stoppen bis der Strom echt grün ist?

    Ws bedeutet eine 1:1 Abgabe an Mobile?
  • (5491 Beiträge) | 18.05.2012 10:33
    Ich hätte jetzt gedacht
    da steckt mehr dahinter wie zum Beispiel: Vorrang für E-Mobile auf den Fähren; E-Zapfsäule am Fähranleger; Freie Überfahrt für E-Mobile mit mindestens drei Leuten auf den Fähren; oder ähnliches. Immerhin geht es um Pendler aus Frankreich.

    So würden die E-Mobile noch dazu beitragen, dass man sich den ökologischen Fußabdrucks eines Brückenbaus sparen kann.
  • (395 Beiträge) | 18.05.2012 10:37
    Demnächst
    werden dann wohl 3 x am Tag die Strompreise "angepasst" zwinkern
  • (1200 Beiträge) | 18.05.2012 20:02
    Muß schwierig sein
    Die naheliegenste Lösung wäre doch aber ein Solarmodul als Dach.Oder sind die Dinger so schwer,daß es nicht praktikabel ist?
  • (2673 Beiträge) | 19.05.2012 20:37
    zu wenig Leistung
    ein Solarmodul auf dem dach reicht nicht um ein "normales" Fahrzeug anzutreiben bzw. die Akkus zu laden.. und die ausreichende Größe ist dann zu schwer, und vor allem zu groß..
  • (372 Beiträge) | 19.05.2012 11:31
    Was für Fahrzeuge?
    Leider finde ich nirgends einen Hinweis, welche Fahrzeuge die einsetzen. Michelin selbst hat einen genialen Elektroantrieb erfu8nden, das "Active Wheel". Hat die Vorteile eines Radnabenantriebs ohne dessen Nachteile.

    Hoffentlich ergreifen die die Gelegenheit, das unter die Leute zu bringen.
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