IHK-Umfrage: Energie und Fachkräftemangel bereiten Firmen in der Region Sorgen
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Karlsruhe (ps/trs) - Bei den Themen Fachkräftemangel und Energie sehen die Industrieunternehmen im Gebiet der IHK Karlsruhe den größten politischen Handlungsbedarf. Bei dieser deutschlandweiten Umfrage der Industrie- und Handelskammern zählt die sichere und bezahlbare Energieversorgung in allen Regionen zu den meistgenannten Problemen, wie die IHK Karlsruhe mitteilt.
Hingegen sei der Kampf um die besten Köpfe nirgends so ausgeprägt wie zwischen Bühl und Oberderdingen. In der Technologieregion Karlsruhe rangiere der Fachkräftemangel ebenfalls ganz oben auf der Prioritätenliste, während er in Baden-Württemberg wie in Deutschland nur auf Rang sieben liegt, so die IHK Karlsruhe.
Zahl der Ausbildungsplätze gesteigert worden
"In einer überdurchschnittlich erfolgreichen Region ist der Bedarf an Fachkräften ebenfalls überdurchschnittlich", erklärt IHK-Präsident Bernd Bechtold dieses Ergebnis. Als Beispiel nennt er die aktuellen Ausbildungszahlen: "Derzeit gibt es zehn Mal so viele unbesetzte Lehrstellen wie noch suchende Bewerber." Neben diesen beiden Themen sind die Industrieunternehmen in der Region mit der Verkehrsinfrastruktur deutlich unzufriedener als dies die Betriebe im Rest der Republik sind. "Die Umfrage bestätige unsere Einschätzung."
Die Themen Fachkräftemangel, Energie und Verkehrsinfrastruktur genössen in der IHK-Arbeit oberste Priorität. In diesem Zusammenhang verweist er auf Aktivitäten wie die Bildungsoffensive "Wirtschaft macht Schule". Zudem sei die Zahl der Ausbildungsplätze in den vergangenen sieben Jahren um 40 Prozent gesteigert worden, deutlich mehr als in Baden-Württemberg und in Deutschland. Mit dem Energiekongress Ende vergangenen Jahres habe die IHK Karlsruhe zudem eine Informationskampagne gestartet.
"Strom nebenan in Frankreich 20 Prozent billiger"
"Neben dem Fachkräftemangel beschäftigt die Wirtschaft vor allem das Thema Energie", machte IHK-Präsident Bernd Bechtold deutlich. Die Wirtschaft benötige zwei Dinge: Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie. "Wenige Kilometer von hier auf der anderen Rheinseite in Frankreich ist der Strom durchschnittlich um 20 Prozent billiger. Und was 20 Prozent Kostenunterschied für einen Unternehmer bedeuten, das ist jedem bekannt", sagte er.
Darüber hinaus gehe es um die intelligente und effiziente Nutzung von Energie. Auch beim Thema Infrastruktur vertrete die IHK Karlsruhe die Interessen der Region mit allem Nachdruck. Hierzu verwies Bernd Bechtold auf die jüngste Initiative mit der IHK Pfalz zum zügigen Bau einer zweiten Rheinbrücke. Ebenso stehe der Anschluss des Flughafens Karlsruhe - Baden-Baden an das Schienen- und Straßennetz sowie der Bau des Rastatter Tunnels ganz oben auf der Liste der dringlichsten Verkehrsvorhaben.





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