"Das Fest" bringt vom 18. bis 20. Juli den Mount Klotz zum Beben (
). Was tun, wenn eine Naturkatastrophe aus gar nicht heiterem Himmel auf die Besucher zukommt? Steigende Zuschauerzahlen und verändertes Klima mit häufigeren und stärkeren Unwettern verlangen bei Großveranstaltungen gute Konzepte für den Notfall. Die Karlsruher Ptv AG - Spezialist für Softwarelösungen im Verkehr - zeigt deshalb als Weltpremiere den "Fest"-Besuchern mit einem Animationsfilm den Weg zu
den verschiedenen Ausgängen im Festivalgelände.
Nachdem letztes Jahr die Entscheidung fiel, dass es "Das Fest" auchweiterhin in Karlsruhe geben wird, haben die Veranstalter alle Händevoll zu tun. Neben der Auswahl und Einladung der Künstler ist auch derGedanke an die Sicherheit der Besucher ganz wesentlich. Gerade dievergangenen Wochen haben deutlich vor Augen geführt, auf welchemeteorologischen Lagen mit starken Unwettern man vorbereitet seinmuss. In solchen Notsituationen stellt sich die Frage: Wie kommen dieFans sicher aus dem Bühnenbereich (wegen eventuell herumfliegenderTeile) und aus der Günther-Klotz-Anlage?
Neue Leinwand wird außer den Auftritten auch die Fluchtwege zeigen
Neben besondererAufmerksamkeit für den Bereich vor der Bühne wird es in diesem Jahrerstmals eine riesige Leinwand geben, auf der nicht nur die Künstlerbesser sichtbar sind. Auf dem Screen werden den Gästen auchSicherheitsaspekte des Festes vermittelt. Ein von der Ptv AGanimierter Film zeigt, auf welchen Wegen man die Anlage verlassen kannund wo sich die entsprechenden Ausgänge befinden. Ganz im Sinne desGrundsatzes, dass Information der beste Schutz ist, soll damit im Fallder Fälle eine bessere Verteilung der Besuchermenge auf die Ausgängeerreicht und ein starkes Gedränge am Haupteingang verhindert werden.
 | | Die Günther-Klotz-Anlage im Animationsfilm zur Information über Fluchtwege (Foto: pr) |
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Die dem Informationsfilm zugrunde liegende Software ist das ModulVissim aus der Produktfamilie für Verkehrsplanung Ptv Vision. Die neuintegrierte Funktionalität der Fußgängersimulation ermöglicht es,realistische Interaktionen zwischen Menschen und Fahrzeugendarzustellen. Eine Weltneuheit, die in Karlsruhe zum "Fest" erstmalseine, wenn auch noch kleine Anwendung findet.
"Unberechenbares" Verhalten wird simuliert
Denn möglich ist damitviel mehr. "Bei einem großen Event wie dem Fest strömen unheimlichviele Menschen auf einmal aus den Straßenbahnen, Bussen oder Autos zuFußgängerübergängen. Dann werden einige einfach hinübergehen undandere sich an der Ampel orientieren. Selbst dieseVerkehrswidrigkeiten lassen sich in der Simulation abbilden", sagt Dr.Tobias Kretz, Produktmanager Fußgängersimulation. "Somit habenVeranstaltungsorganisatoren die Möglichkeit, den zu erwartendenVerkehrs- und Fußgängerfluss im Rahmen der gegebenen Infrastruktur zubewerten. Mit Hilfe der Simulationsergebnisse können Eventmanager undStadtplaner gemeinsam attraktive, umwelt- und sozialverträglicheKonzepte für Großveranstaltungen entwickeln. Auch für Evakuierungenlassen sich aus der Simulation die notwendigen planerischen, baulichenund organisatorischen Maßnahmen ableiten", fügt Kretz hinzu.
 | | Ungestört von Unwettern feiern Besucher "Das Fest" (Foto: ka-news) |
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Die Simulation des Ablaufes von Großveranstaltungen oder dieEvakuierungssimulation sind jedoch nur ein Teil der Anwendungen, diemit der neuen Software möglich sind. Im Prozess der modernenStadtplanung gewinnen die Bedürfnisse der Fußgänger ebenfallssteigende Aufmerksamkeit. Wenn diese bereits im Vorfeld berücksichtigtwerden, erhalten die Städteplaner qualitativ hochwertige Ergebnisse,die die Entstehung einer fußgängerfreundlichen Stadt ermöglichen.
Nachdem das "Fest" ein regelmäßiger Höhepunkt im Kulturleben vonKarlsruhe bleiben soll, wird der Gedanke an die verkehrlichen undsicherheitsbezogenen Aspekte vertieft werden. Die Ptv AG hofft, dass ihre Softwareprodukte bei der Erstellung von Konzepten - nicht nur fürGefahrensituationen - behilflich sein können. Die "Fest"-Gäste wiederum werden hoffen, dass weder Musik noch Wetter einen Anlass zur Flucht vom Gelände geben.
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