Deutsch-indische Kooperation: Netzwerke für die Zukunft
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Karlsruhe (lh) - Indien ist ein sehr viel versprechender asiatischer Zukunftsmarkt, Karlsruhe die "Internet-Hauptstadt" Deutschlands. Zur Förderung der beiderseitigen Kontakte veranstaltete das deutsch-indische Netzwerk Karlsruhe am Dienstagnachmittag eine Informationsveranstaltung.
Indien präsentiert sich als ein aufstrebender IT-Standort mit sehr interessanten Perspektiven für mittelständische, ausländische Unternehmen. Karlsruhe stellte daher früh die Weichen in Richtung Indien: Basierend auf der guten Zusammenarbeit des International Department der Universität, der Karlsruher Messe und Kongress GmbH und der Wirtschaftsförderung wurde 2007 das deutsch-indische Netzwerk auf die Beine gestellt.
Durch gezieltes Netzwerkmarketing konnten deutsche und indische Unternehmen auf unkomplizierte Weise zusammengebracht werden und so Synergien genutzt werden. Den Erfolg kann man daran ablesen, dass beim Netzwerktreffen "Indo-German ICT Business Meeting" mehr als zehn indische Unternehmensvertreter nach Karlsruhe kamen, um neue Kontakte zu knüpfen und bereits bestehende zu festigen.
Standort Karlsruhe kann zum "Hafen" für indische Unternehmen werden
In die Wege geleitet wurde das Meeting durch "Indescon", einem deutsch-indischen Netzwerk für Softwareunternehmen. Axel Angeli, Vetreter des Vereins in Karlsruhe, hob das Bestreben hervor, ein "besseres Verständnis und Kommunikation" zwischen den Partnern zu erreichen und so die Bildung von Netzwerken zu vereinfachen. "Vor allem die IT-Branche kann ein Vorreiter sein, um neue Märkte in Indien zu schaffen", erklärte Angeli weiter.
Ralf Eichhorn von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe sieht ebenfalls die Chancen einer solchen Informationsveranstaltung, auch in umgekehrter Richtung: "Der Standort Karlsruhe kann, auch beispielsweise durch seine Nähe zu Frankreich, ein 'Hafen' für indische Unternehmer werden." Die Sorge, dass durch eine Verlagerung von Aufträgen nach Indien Arbeitsplätze verloren gehen, sei allerdings unberechtigt. Insbesondere Karlsruhe steht für Hochtechnologie - es gehe also nicht um die einfach auslagerbare Produktion von Massenware, sondern um Ideen und Erfindergeist.
"Die Märkte sind heute global und Abschottung ist der absolut falsche Weg. Um die hiesige Industrie zu fördern, muss Interaktion, Kommunikation und Offenheit im Vordergrund stehen", erklärte Wirtschaftsbürgermeisterin Marget Mergen auf der Presskonferenz den Nutzen von der Knüpfung internationaler Netzwerke. Ein Vertreter einer indischen Delegation beruhigte die deutschen Unternehmer, was den Ruf deutscher Erzeugnisse in Indien betrifft: "Made in Germany" sei in seinem Land ein Qualitätsmerkmal der Extraklasse.




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