"Der Laden läuft": Handwerkskammer Karlsruhe blickt zufrieden auf 2011
[0]
Karlsruhe (feb) - Die Handwerkskammer Karlsruhe kann auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurückblicken. Nach einem Tiefstand im 4. Quartal 2009 sei der Weg für fast alle Handwerksgruppen in der Kammer Karlsruhe nach oben gegangen, freute sich der Präsident der Handwerkskammer, Joachim Wohlfeil, am Mittwoch. Entsprechend zufrieden und optimistisch blicken Wohlfeil und Hauptgeschäftsführer Gerd Lutz ins Jahr 2012. "Die Maschinen laufen 24 Stunden, sieben Tage die Woche."
Von einem "guten Eindruck" und von "alles in allem guten Werten" sprachen Wohlfeil und Lutz, als sie die Geschäftslagen der verschiedenen Berufssparten erläuterten. Auch die Betriebe sähen positiv ins Jahr 2012, so Wohlfeil weiter. "Die Allgemeine Geschäftslage ist nicht schlecht."
Über 500 neue Betriebe in der Handwerkskammer Karlsruhe
So sei die Lage aus Sicht von über 50 Prozent der Betriebe gut gewesen, mit Ausnahme des 1. Quartals 2011. Als schlecht bezeichneten weniger als zehn Prozent der Betriebe ihre Geschäftssituation im vergangenen Jahr, so der Präsident der Handwerkskammer weiter.
Die Umsätze der Betriebe legten laut Wohlfeil um zirka sechs Prozent auf ungefähr 10,7 Milliarden zu. Eine gute Inlandsnachfrage und niedriege Arbeitslosenzahlen seien für diesen Zuwachs verantwortlich. "Zum 31. Dezember 2011 belief sich der Betriebsstand in der Handwerkskammer Karlsruhe auf 18.678 Betriebe mit 96.000 Mitarbeitern", sagte Wohlfeil weiter. Das seien 517 Betriebe mehr als 2010. Im Stadtkreis Karlsruhe legte die Zahl der Betriebe um 134 auf 3.189 Betriebe zu. Das geht aus den Unterlagen der Handwerkskammer zum Jahr 2011 hervor.
Auch im Ausbildungsbereich zeigten sich Wohlfeil und Lutz sehr zufrieden. Insgesamt könne man 246 neue Ausbildungsbetriebe innerhalb der Kammer Karlsruhe verbuchen. Die Zahl der Ausbildungsbetriebe belaufe sich Ende Dezember 2011 auf 3.589. Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe waren jeweils um die 1.700 Auszubildende beschäftigt, davon waren jeweils zirka 700 Ausbildungsneulinge, so die Statistik der Handwerkskammer. Die Abbrecherate läge bei 9,7 Prozent, so Lutz, aber davon hätten über die Hälfte die vorgesehene Lehre gar nicht angetreten. Allein in Karlsruhe wären 52 Ausbildungstellen im Handwerk nicht besetzt worden.
"Ich bin Handwerker. Ich kann das."
Auch das Thema Fachkräftemangel beschäftigt die Handwerkskammer. Grundsätzlich sei man demgegenüber nicht abgeneigt, so Wohlfeil und Lutz. Aber man müsse immer bedenken, um so mehr in den örtlichen Betrieben ausgebildet werde, um so weniger Fachkräftemangel gebe es zu verzeichnen. Diese "grundsätzlich positive Stimmung" müsse weiter übernommen und Fachkräfte durch eine fundierte Ausbildung nachgeschoben werden. "Das Handwerk ist stabil", konstatierte Lutz, und das bleibe es auch weiterhin. Dafür setze sich die Handwerkskammer auch für niedrige Bezinsungen von Handwerksbetrieben ein. Gegen das Reformpaket "Basel III" habe man bereits eine Resolution erarbeitet.
Basel III benachteilige Handwerksbetriebe insofern, als dass es die Zinsen auch bei Volksbanken und Sparkassen erschwere, obwohl diese Banken nicht direkt Schuld an der Bankenkrise hätten, so Lutz. Auch die weiteren handwerkspolitischen Positionen (Energiepolitik, Sozialpolitik und Wettbewerbspolitik) werden für 2012 weiter vorangetrieben. Ebenso die schulpolitischen Aktivitäten werde man in diesem Jahr weiter intensivieren, versprach Wohlfeil. Man müsse mit den Jugendlichen und auch den Eltern reden und ihnen zeigen, dass das Handwerk eine gute Sache sei. Ganz nach dem Motto: "Ich bin Handwerker. Ich kann das."





twittern
facebook melden
StudiVZ melden
Google melden
Webnews melden
del.icio.us empfehlen
Mister Wong empfehlen
Linkarena melden
Windows live melden
Yahoo melden
Yigg melden
Kledy melden









Social Bookmarks
Tweet