Bierquelle in Knielingen versiegt: Kein Bahnanschluss - Lindenbräu macht dicht
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Karlsruhe/Waldbronn (feb) - 2.000 Hektoliter Bier (200.000 Liter) sollten pro Jahr aus den Braukesseln in die durstigen Kehlen der Besucher des Lindenbräu in Knielingen fließen. Doch nur neun Monate nach der Eröffnung im Neubaugebiet Knielingen musste der Ableger des Lindenbräu Waldbronn seine Tore wieder schließen. Der fehlende Bahnanschluss und eine Änderung des Bebauungsplan haben es unmöglich gemacht, das Lindenbräu Knielingen am Laufen zu halten, so Geschäftsführer Ralf Störzbach.

"Viele kleine Einzelfaktoren haben unsere ursprüngliche Planung über den Haufen geschmissen", sagt Diplom-Braumeister Störzbach im Gespräch mit ka-news. Die nicht mehr ausreichende Planungsgrundlage habe dazu geführt, dass das Lindenbräu am 3. Juli seine Tore endgültig schließen musste, so Störzbach weiter.
Bürgermeister Obert: Lindenbräu in Knielingen war gut besucht
Dabei hatte alles so ambitioniert begonnen: Acht Biersorten wollte der Braumeister in Knielingen anbieten. Und auch über die Risiken, in einem im Bau befindlichen Neubaugebiet eine Gaststätte zu eröffnen, war er sich im Klaren: "Uns war durchaus bewusst, dass die Strukturen zu Beginn noch unvollständig sein werden. Bis zur Fertigstellung muss ein Betreiber damit rechnen Geld zuzuschießen." Der Akzeptanz der Knielinger Bürger konnte sich Störzbach nach eigenen Angaben sicher sein.
Michael Obert, Baubürgermeister der Stadt und Aufsichtsratvorsitzender der Volkswohnung, kann das auf Anfrage von ka-news nur bestätigen: "Die Gaststätte war gut ausgelastet." Die Volkswohnung ist für den Bau von "Knielingen 2.0" verantwortlich und auch die Besitzerin der Brauerei in der Egon-Eiermann-Allee. Das Lindenbräu hatte 120.000 Euro für die Küche und Restaurantausstattung investiert. Der Großteil der Investitionen hätte bei der Volkswohnung gelegen, so Störzbach, die sich nun auch um einen neuen Pächter kümmern müsse.
Braumeister Störzbach: "Bau der Bahnlinie hat für VBK keine Priorität."
"Das Gebäude des ehemaligen Casino ist von seiner Größe und Einrichtung so ausgelegt, dass es einen fertig ausgebauten Stadtteil 'Knielingen 2.0' mit Straßenbahn-Anbindung in die Innenstadt optimal bedienen kann", erläutert Störzbach weiter. Doch sowohl mit der baulichen Entwicklung als auch mit der vermeintlichen Verzögerung beim Bau der Bahnstrecke waren der Braumeister und sein Team nicht zufrieden. "Die Bahnlinie ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren", unterstreicht er.
Nur mit ihr könnten ausreichend Gäste aus dem Innenstadtbereich angelockt werden, um das Objekt rentabel zu machen. "Eigentlich hieß es, die Bahn werde 2013 kommen. Doch aus gut informierten Kreisen der Verkehrsbetrieben (VBK) habe ich gehört, dass der Bau dort keine hohe Priorität besitzt. Die Bahn soll nun erst 2014 kommen, wenn überhaupt", moniert Störzbach. Auf Anfrage von ka-news teilen die VBK mit, dass mit der Verlängerung der Linie 2 im Jahr 2014/2015 zu rechnen sei - "wenn die notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt werden können."
Keine strukturelle Verbesserung: Lindenbräu Knielingen musste schließen
Wie Bürgermeister Obert bestätigt, kam es zudem zu einer Änderung des Bebauungsplans rund um die alte Garnisonskirche hin zu mehr Wohnungen. "Da der Bebauungsplan im Bereich Kasino zugunsten einer stärkeren Wohnbebauung geändert wurde, bleiben weiterhin nur die hohen Fixkosten des Gebäudes - der nötige Umsatz konnte trotz guter Akzeptanz durch die Knielinger Bürger nicht erwirtschaftet werden", bedauert Störzbach. Der Braumeister habe nach Aussagen der Volkswohnung vernommen, dass der Baufortschritt eigentlich schneller vorangehen sollte, was dem Lindenbräu entgegengekommen wäre. Dem hält Obert entgegen: "Es gibt keine Verzögerungen - im Gegenteil - das Gebiet entwickelt sich sogar etwas schneller als erwartet."
Mit der Deckung der Kosten rechneten die Betreiber des Knielinger Lindenbräus erst im dritten Betriebsjahr. Dennoch boten die Entwicklungen und vielen Einzelfaktoren im Neubaugebiet keine ausreichende Planungsicherheit für den Diplom-Braumeister Störzbach: "Eine strukturell entscheidende Verbesserung ist mittlerweile in eine derartige zeitliche Ferne gerückt, dass ein weiterer Einsatz von Kapital oder die Suche nach neuen Kapitalgebern an diesem Standort nicht mehr vertretbar war."
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- (48 Beiträge) | 31.07.2012 12:10Lindenbräu macht dichtEs wird Zeit, dass die ganze unfähige, inkompetente Bürgermeisterriege endlich verschwindet, bevor noch mehr Existenzen in Karlsruhe "baden gehen ". Bei dem angeblichen Geldüberschuss dürfte es für Frau Mergen ein leichtes sein Karlsruher Betriebe zu unterstützen. Aber dazu muss man es auch wollen und nicht nur seichtes Gerede von sich geben.Wir brauchen Macher und keine Schwätzer.Im Dezember ist der erste Schritt möglich.
- (351 Beiträge) | 31.07.2012 12:25Dein Titel...... lässt schmunzeln :-D
- (295 Beiträge) | 31.07.2012 18:07kann es sein...... wenn sie den artikel richtig gelesen haben, dass mehrere faktoren dazu geführt haben.
auserdem hab ich von mehren leuten gehört das die ein oder andere bedienung unfähig gewesen wäre!
um ganz ehrlich zu sein wenn ich ein restauran, kneipe etc aufmach muss ich mit dem leben was in der umgebung ist. in der stadt hat es soviel gute kneipen die man zu fuß erreicht, glaube kaum das sich die massen nach knielingen bewegen!
also ein bisschen fairnis beim kommentar! - (3819 Beiträge) | 31.07.2012 19:20was hat denn ein Bürgermeistermit einem Bierbrauer zu tun?
Mit Steuergeldern?, nein danke, da wird eh schon viel zu viel verprasst für unnutzen Schmarrn.
Ansonsten gilt für Unternehmer: Gewinne machen und Geld einfahren um jeden Preis und egal wie, mit allen Mitteln, legal und unlegal (letzteres mehr), Verluste soll aber die Stadt bzw. die Steuergelder
der Allgemeinheit der Bürger tragen? - (2384 Beiträge) | 31.07.2012 21:13bürgermeister und bier!Wahrscheinlich hat er gemeint, daß die Bürgermeister zu wenig Bier trinken und deshalb für sämtliche Kneipenpleiten verantwortlich sind.
Wie man's macht ist's nicht recht... Würde die Bürgermeisterriege morgens schon anfangen zu trinken hieße es es die versaufen das Geld unserer Steuerzahler und sind schuld, daß es keine Kopfschmerztabletten mehr zu kaufen gibt. - (1605 Beiträge) | 31.07.2012 12:17Schade!!!Bier war gut und das Essen auch. Preise waren auch o.k.
- (4 Beiträge) | 31.07.2012 12:36Lindenbräu ......war eine echte Bereicherung für Knielingen.
Schade, kann auch ich nur dazu sagen! - (3156 Beiträge) | 31.07.2012 13:23Und wieder ...vertrocknet eine Oase in der Wüste.
Eine Gasthausbrauerei in einem Neubaugebiet, das kann gar net funktionieren. Bier braucht Heimat, aber mit Sicherheit net in einem Neubaugebiet, meine Damen und Herren, liebe Radsportfreunde. - (1128 Beiträge) | 31.07.2012 13:29Oh jauchzet und frohlocketein Sündenpfuhl wurde gelöscht und ein Stückchen der Erde wurde wieder seiner neuen natürlichen Bestimmung übergeben.
Am besten 0,0 Promille als Fußgänger, nicht mal auf der Straße rauchen, H4 Aufstocker ohne jegliche Ambitionen und Ansprüche, sind nicht die besten persönlichen Voraussetzungen für gepflegte Kneipenbesuche.
Und soll keiner sagen, daß wurde von den Massen nicht so gewollt! - (391 Beiträge) | 31.07.2012 13:39Merkwürdig!Entweder ist der Betreiber des Lindenbräu naiv oder einfach kein guter Kaufmann. Als ob jemand aus der Oststadt nach Knielingen fahren würde, um dort ins Lindenbräu zu gehen. Und natürlich nurr mit der Tram. Lächerlich. Im Ostern wird das Gastrospektrum durch das Vogelbräu abgedeckt. Das Lindenbräu war immer gut besucht. Ich denke, dass der Betreiber ganz einfach die Investitionsrechnung nicht richtig berechnet hat. Die Gründe, die er anführt, halte ich für herbeigeredet.
- (67 Beiträge) | 31.07.2012 14:03so war es...
- (749 Beiträge) | 31.07.2012 14:10ob du es glaubst oder nicht" Als ob jemand aus der Oststadt nach Knielingen fahren würde, um dort ins Lindenbräu zu gehen. Und natürlich nurr mit der Tram."
...aber ich kenne einige, die dies getan haben! Manche können halt net immer ein und das selle Bier trinken! - (3 Beiträge) | 31.07.2012 16:20genau so........ist es! Es braucht mal Konkurrenz zu Vogel. Der ruht sich etwas auf seiner Dominanz in KA aus. Das Bier war schon bei weitem besser und das Essen leider auch. Zugeben will das meist nur keiner....und leider wie gesagt gibts leider keine gescheite Alternative...
- (2384 Beiträge) | 31.07.2012 21:16Tja,wärst du öfter hingegangen hätte er nicht pleite gemacht!
Mir wird das Lindenbräu nicht fehlen, war eh nur einmal dort! - (1324 Beiträge) | 01.08.2012 08:50du wirs'tauch keinem fehlen, wenn du endlich gehen musst...
- (20148 Beiträge) | 31.07.2012 14:17Gar nichtso lächerlich. Schliesslich geh ich als Mühlburger auch gelegentlich ins Vogelbräu. Es geht doch schliesslich nicht jeder nur in die Kneipe vor seiner Haustür.
Andererseits ist es doch vom Lindenbräu nicht so wahnsinnig weit in die Siemensallee oder Rheinbrückenstrasse. Da hats doch Bahn. - (638 Beiträge) | 31.07.2012 15:15es geht ja wohl....... um das Konversionsgelände Knielingen 0.2. Dorthin wäre eine Strab für Biertrinker angebracht. Ausserdem gehts ja nicht nur um den Rausch, sondern ums Erlebnis. Nicht alle die sich beim Vogel betrinken kommen aus Durlach oder der City. Und dann ist das wieder einmal ein Beweis für die inkompetente Verkehrspolitik der Stadt. Dort wo schon eine Bahn zur Zufriedenheit aller durch die Kaiserstrasse fährt, wird sie für hunderte von Millionen unter die Erde
versenkt, da wo man sie braucht wird sie nicht gebaut. Und die Knielinger müssen jetzt dürsten ! - (3819 Beiträge) | 31.07.2012 19:14ganz deiner Meinung,ich bin sicher, dass er hauptsächlich NICHT auf Radfahrer vom Rhein oder
aus der Pfalz gesetzt hat, der Rest ist wie oben geschrieben.
Schöner Bau, nette Umgebung, ´rein mit was neuem und siehe da, es wird flutschen, dass bin ich mir 90% sicher! - (4517 Beiträge) | 31.07.2012 21:40Wieso?Der muss jetzt im Sommer das reinholen für die Zeit im Winter, wenn keiner nach einem Ausflug in Gruppe ein Bierchen trinken geht und was esssen will.
Im Winter spielt auch ein Straba-Anschluss eine Rolle, falls man Großveranstaltungen holen will. Ich kenne zwar die Räumlichkeiten dort nicht, aber Gastronomie lebt im Winter auch von Karnevalssitzungen, Betriebsfeiern, etc. Wenn da keiner aquiriert wurde oder anfragte, dann ist abzusehen, dass der Winter mau wird, feste Kosten aber bleiben. - (1324 Beiträge) | 01.08.2012 08:52unfass'bar,dafür das sie noch nie dort waren und keinen schimmer von dem laden haben, wissen sie wieder genau, was er hätte machen müssen und was nicht! sie wissen einfach alles! bin ich froh, dass ich so eine person wie sie es sind, nicht zu kennen. danke!




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