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03.09.2012 05:45
 
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Altersarmut: DGB Karlsruhe warnt vor niedrigen Renten [20]

Karlsruhe (ps/feb) - Vor einer Durchschnittsrente im Regierungsbezirk Karlsruhe von nur noch 650 Euro warnt Wolfgang Zink, Sekretär des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Region Nordbaden. Die Pläne der Bundesregierung zur weiteren Senkung des Rentenniveaus müssten dringend verhindert werden. Aktuelle Berechnungen des DGB hätten ergeben, dass eine Minderung des Rentenniveaus um fast 20 Prozent bis 2030 die Folge wäre, sollten die Renten-Pläne der Bundesregierung umgesetzt werden. So der DGB in einer Pressemeldung.
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ka-news Rente "Rente mit 67"
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"Um die gesetzliche Rente wieder armutsfest zu machen, müssen wir schnellstens umsteuern und auf weitere Rentenkürzungen verzichten. Wir müssen die Pläne der Bundesregierung zur Senkung des Rentenbeitrags zum Januar 2013 verhindern, weil wir das mit weiteren Rentenkürzungen bezahlen. Im Jahr 2011 lagen die Renten im Regierungsbezirk Karlsruhe nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung im Durchschnitt bei lediglich 752 Euro. Hätten wir heute schon das geplante Rentenniveau im Jahr 2030, läge die durchschnittliche Rente hier bei nur noch rund 650 Euro", erklärt Zink in der Pressemeldung.

Die Rentenpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung sei auf einem völlig falschen Weg. Trotz der bereits jetzt angespannten finanziellen Situation vieler Rentner halte die Koalition im Bund an der Kürzung des Rentenniveaus fest. Schon heute gebe es in Karlsruhe etwa 3.800 Menschen, die auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen seien - 11 Prozent mehr als 2007, heißt es weiter.

DGB: Situation der Rentner verbessern

Die Umsetzung der Rente mit 67 werde die Situation vieler künftiger und Rentner noch verschärfen. Heute seien laut Angaben des Statistischen Bundesamtes nur rund 27 Prozent der 60- bis 64-Jährigen in Karlsruhe sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach Daten, die dem DGB vorliegen, müsse etwa jeder neunte Beschäftigte im Regierungsbezirk Karlsruhe aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden, unter Hinnahme hoher Abschläge. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente liege bei nur noch 609 Euro, so Zink.

"Wir müssen die finanzielle Situation der heutigen und zukünftigen Rentner wieder verbessern. Wir brauchen dafür eine nachhaltige Entwicklung der Rentenbeitragssätze: Der Beitragssatz darf im Jahr 2013 nicht, wie zurzeit vorgesehen, gesenkt werden. Stattdessen schlagen wir vor, ab 2014 den Beitragssatz schrittweise um je 0,1 Beitragssatzpunkte für Arbeitnehmer und Arbeitgeber anzuheben, bis er im Jahr 2025 fast 22 Prozent erreicht", so der DGB-Sekretär.

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Kommentare [20]
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  • (160 Beiträge) | 03.09.2012 10:53
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    Altern in Würde
    650 € werden 2030 gerade mal für eine Garage oder eine Sammelunterkunft in bester Stadtrandlage reichen. Also privat vorsorgen. Wer fleißig riestert kann sich vielleicht noch eine Monatskarte leisten um zur Karlsruher Tafel zu fahren. Die Politik unserer - Volkstreter - wird immer menschenverachtender.
  • (1072 Beiträge) | 03.09.2012 19:29
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    Riestern
    kann nur der, der Geld übrig hat.Wer arm ist zahlt seine Steuer dafür, das diejeigen die schon Geld haben noch mehr bekommen.
    Am besten alle Subventionen weg, und dann niedrigere Steuern zahlen und dann können auch Arme sparen!
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 03.09.2012 20:46
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    Riestern
    Also wenn mich nicht alles täuscht, können auch Geringverdiener riestern und bekommen Zuschüsse. Aber vom dem System an sich halte ich auch nichts und solange nichtmal sicher ist, welche Währung wir nächstes Jahr haben, würde ich da ohnehin sehr vorsichtig sein.

    Immoblien und Edelmetalle vergehen nicht und überstehen jede Währungskrise.
  • (822 Beiträge) | 03.09.2012 11:11
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    Wart ab...
    .. 2030 wirds ne "Einheitsrente" für Alle geben, egal wieviel einbezahlt wurde. Diese liegt dann mit dem ALG2-Satz auf einer Höhe und es gehen mehr Leute zur Tafel als zum Lidl.
  • (886 Beiträge) | 03.09.2012 11:39
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    Kurpfuscherei
    statt das Rentensytem von Ggrund auf zu reformieren, doktert unsere liebe Frau v.d.L. nur an den Sypthomen rum. Wie soll ein Minijober noch paar Kröten aufbringen für Zusatzrente ? Ausserdem wird die ja auf die Grundsicherung angerechnet. Jeder hat Anspruch auf Grundsicherung. Kleinverdiener wären schlecht beraten, auch nur einen Cent in eine von den Versicherungskonzernen beherrschte privat- Zusatzrente einzubezahlen. Ausserdem weis niemand, was in 20-30 Jahren mit dem Geld von den Konzernen gemacht wird. Ausser das die Vorstandsgehälter noch mehr steigen. Die gut situierte Frau v.d.L. sollte lieber den gesunden Menschenverstand einschalten und
    sich dafür einsetzen, dass ALLE Erwerbstätigen in die staatliche Rentenkasse solidarisch einzahlen ! Nicht das Geld der Versicherungswirtschaft in den Hals schieben !
  • (1901 Beiträge) | 03.09.2012 13:08
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    Meine Rente ist sicher!
    Wetten, dass? Ich zahle allerdings auch seit Zeiten Norbert Blüms bereits keinen Cent mehr "solidarisch" in die staatliche Rentenkasse ein.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 03.09.2012 20:42
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    Daran krankt das System
    Ich würde es an Ihrer Stelle wohl auch tun, so sozial kann man garnicht eingestellt sein freiwillig in das marode System einzubezahlen wenn man es nicht muß - aber letztenendes leiden alle darunter. Das System gehört grundlegend reformiert.

    Das Problem ist eben, egal was man machen würde, es wäre falsch. Würde man die Rentenbeiträge z.B. auf 10 % senken damit jeder mehr Geld zum sparen hätte, würden die Arbeitgeber schnell weniger Löhne zahlen. Da gibt es so viele Sachen, da hat unsere Regierung und unsere Vorgängerregierungen (ab Kohl hats etwa angefangen) ganze Arbeit geleistet.

    Die jetzige Form des Kapitalismus sollte überdenkt werden. Ich rede nicht von Kommunismus, auch nicht von Reichensteuer und so'n Rotz, aber Arbeit muß sich vom Verhältnis wieder lohnen - auch in Karlsruhe!

    Vielleicht wäre ein Mindestlohn ein guter Anfang. Von BGE halte ich garnichts, ist ungerecht da die faulen belohnt und die fleißigen bestraft werden.
  • (2368 Beiträge) | 03.09.2012 13:54
    Bewerten: (0)
    Was
    ist eigentlich aus dem Geld der Rentekasse geworden, mit dem die Bundeswehrgründung 1955 finanziert wurde? Zurückgezahlt hat das Keiner!
  • (2081 Beiträge) | 03.09.2012 15:12
    Bewerten: (0)
    Es gab nie eine Rentenkasse. Das ist ja der Trugschluß
    Es wird soviel Rentenbeitrag erhoben, wie für die Aktuellen Rentner gebraucht wird.
  • (2368 Beiträge) | 03.09.2012 23:19
    Bewerten: (0)
    In
    den Nachkriegsjahren gabe es Rücklagen............
  • (2368 Beiträge) | 03.09.2012 23:28
    Bewerten: (0)
    siehe:
    www.kohl.de/download/pdf/geschichtederRentezwei.pdf:
    Geschichte der gesetzlichen
    Rentenversicherung................1957
    Tiefgreifende Rentenreform in der Nachkriegszeit: Die höhe der Rente wurde ab jetzt dynamisch der
    Lohnentwicklung angepasst, um ein gleichbleibenden Lebensstandard im Alter zu ermöglichen.
    Außerdem wurden die Finanzierung radikal verändert - eine frühe Version des Umlageverfahrens wurde
    eingeführt,

    d.h. es wurde kein Kapital mehr für die Renten aufgebaut.

    Durchschnittlich stiegen die Renten durch die Reform um 2/3 an.
    Beitragssatz: 14%
  • (548 Beiträge) | 03.09.2012 16:23
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    "Die erste Generation ist kostenlos"
    So ist der geflügelte Spruch für das Umlagesystem. Heute muss man aber außerdem sagen: "Die letzte Generation zahlt doppelt".

    Die finale Lösung dieses Problems wird sein, den Begriff "Armut" einfach neu zu definieren. Wer hierzulande "arm" ist, ist in Teilen Afrikas oder Asiens Normal- oder Besserverdiener. Soll doch mal jemand mit den russischen Mütterchen über das Thema Altersarmut sprechen. Die würden sich mit 700 EUR im Monat reich fühlen. Es ist alles eine Frage der Ansprüche, und die wird man in Deutschland gezwungenermaßen senken. Dann hält man auch bei uns wieder Hühner oder baut Gemüse an. Ein guter Gemüseeintopf macht satt und belastet den Geldbeutel nicht. Sonntags reicht es dann auch für ein Stück Fleisch. Autos, Reisen, Luxusgüter - wo auf der Welt geben die Rentensysteme das denn her? Wir dürfen nicht der Illusion erliegen, dass wir ein Recht auf so etwas hätten, nur weil unsere Eltern es sich auf unsere Kosten gegönnt haben und noch gönnen.
  • (821 Beiträge) | 03.09.2012 17:29
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    Durchschnittsrente bei 650 Euro
    Man sollte aber dazusagen, dass diese "Durschnittsrente" auf einer Basis von 35 Arbeitsjahren errechnet ist. Bei Endalter 67, also ab dem 32 Lebensjahr und wohl für Langzeitstudenten errechnet. Eine hohe Rente setzt halt auch eine hohe Beitragsleistung voraus. Ich kann mich noch gut an die "Hausfrauen" mit drei-vier Putzstellen erinnern, die stolz auf ihr "Brutto gleich Netto"waren und oft mehr hatten, als eine "Angemeldete". Und heute über 500 Euro Rente jammern! Wir brauchen einfach eine bessere Verwaltung der eingezahlten Beiträge und eine gerechtere Bezahlung im Niedriglohnbereich. Arbeiten, Steuer und Beiträge zahlen, muss sich lohnen!
  • (26813 Beiträge) | 03.09.2012 18:14
    Bewerten: (0)
    Ein Grund mehr
    zuzusehen, dass man eine bezahlte Immobilie hat. Die Mieten und vor allem Nebenkosten werden auch nicht mehr weniger.

    Wird bei diesem Horrorszenario von knapp 700 Euro eigentlich die momentane Kaufkraft zugrundegelegt? Oder verständlicher gefragt: Entsprechen die 700 Euro in 20 Jahren 700 Euro von heute oder ist da die Inflation schon reingerechnet/reingeschätzt?
  • unbekannt
    (4000 Beiträge) | 03.09.2012 18:50
    Bewerten: (0)
    Die Inflation kannste vernachlässigen,
    weil die Renten ja an die Lohnentwicklung gekoppelt sind.
    Wie die absoluten Zahlen aussehen werden ist also egal. Die Relation bleibt dieselbe.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 03.09.2012 20:25
    Bewerten: (0)
    bezahlte Immobilie
    Im Ruhrgebiet durchaus möglich, für 50.000 bekommt man hier Vier-Zimmer-Wohnungen (müssen halt renoviert werden) oder für 100.000 eine sanierte Wohnung in gutem Zustand. Nicht Luxus, aber im Vergleich zu dem wa in KA angeboten wird, gehoben.

    Nur, wie die Leute das in Karlsruhe schaffen sollen, sich eine Immbilie zuzulegen, das ist schwierig. Der Durchschnittsverdient ist nur etwas höher als in NRW, aber die Mieten und Kaufpreise gefühlt 50 % höher. Und ändern wird sich das so schnell nicht.

    In anderen Städten mit Bevölkerungsdruck wie München, FFM oder auch Hamburg ist es ähnlich.
    Leute, die in diesem Städten leben müssen, haben diesbezüglich schlechtere Karten.
  • (26813 Beiträge) | 03.09.2012 22:26
    Bewerten: (0)
    Wenn man sich
    die Preisentwicklung hier anguckt ist das schon bedenklich. Aber das wenige was gebaut wird ist verkauft noch bevor die Baugrube ausgehoben ist. Egal zu welchem Preis. Also hier scheint noch ordentlich Geld zu sitzen.
    In Rüppurr in weit nicht erster Lage bieten sie stark sanierungsbedürftige Häuser aus den 30ern für über 400000 an. Und die werden verkauft.
  • unbekannt
    (11392 Beiträge) | 03.09.2012 22:50
    Bewerten: (0)
    Wahnsinn
    Ich weiß noch, vor fünf Jahren war das etwa, da wurden in Hagsfeld Mehrfamilienhäuser für um die 350.000 Euro gehandelt. Sechs Parteien, sanierungsbedürftig, aber Bausubstanz in Ordnung, gebaut um die 70er...

    Mittlerweile sind ja die Mieten sogar im weitgefaßten Umland unverhältnismäßig hoch.

    Und egal wo (im Raum KA) - es kann die letzte abgefackelte Bude mit 30m² Grundriß und altem Teppichboden aus den 60ern und ziehenden Fenstern sein, es stehen fünfzehn Interessenten davor! Und die Vermieter wollen für solche Löcher dann noch 1.500 € Kaution, am besten noch Maklerprovision nen vierstelligen Betrag dazu. Irgendwann war mir das echt zu blöd.
  • (1072 Beiträge) | 03.09.2012 19:40
    Bewerten: (0)
    ZUm DGB einmal ein Wort!
    Ständig warnen, aber nichts machen! Geht endlich einmal weg, von den Prozentualerhöhungen und Verlangt absolute Geldbeträge. Nur das hilft gegen Armut und steigert auch die Binnennachfrage!
  • (8 Beiträge) | 03.09.2012 20:19
    Bewerten: (0)
    ich stimme Dir zu,...
    dass die Binnennachfrage gesteigert werden muss und dazu die ReallLöhne steigen müssen. Nur ist der DGB nicht derjenige, der über Löhne verhandelt, sondern das ist Aufgabe der im DGB organisierten Einzelgewerkschaften. Und da kommt es entscheidend auf die Tarifmächtigkeit, sprich letzlich die Anzahl der Gewerkschaftmitglieder an.
    Denn ein Tiger ohne Zähne nimmt kein Hund(t) ernst.
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