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Karlsruhe Projekt aus Karlsruhe: Wird Oma bald mit Robotern kochen?

Seit September forschen Wissenschaftler des FZI Forschungszentrums Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) den Einsatz von Robotern in Alltagssituationen. Diese sollen ältere und auf Hilfe angewiesene Menschen zukünftig unterstützen.

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Können Roboter tatsächlich den Alltag erleichtern? Die Antwort darauf soll das Projekt "AuRorA" des FZI Forschungszentrums Informatik liefern. Das Forscherteam entwickelt Ansätze, bei denen Roboter und Mensch effizient und natürlich miteinander interagieren. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeit liegt darin,  älteren Menschen durch die Unterstützung von Robotern zu helfen.

"Im Zuge der demographischen Entwicklung nimmt die Zahl pflegebedürftiger Personen stetig zu. Ziel des Projektes 'AuRorA' ist es daher einerseits dazu beizutragen, dass betroffene Personen möglichst lange selbstständig im gewohnten Umfeld leben können. Andererseits soll der steigende Arbeitsaufwand des Personals in Pflegeeinrichtungen auffangen werden", erklärt das FZI.

Roboter soll im Alltag unterstützen 

Mit Abschluss des Projektes im August 2020 sollen interaktive Roboter in der Lage sein, Menschen intuitiv zu helfen: "Die Roboter werden sich auf den Menschen einstellen und von sich aus den Kontakt zu ihm aufnehmen können und ihre Unterstützung anbieten. Ziel ist es, dass jede Person in der Lage sein soll, den Robotern neue Fähigkeiten beizubringen und diese zu programmieren", sagt Arne Rönnau, Abteilungsleiter der interaktive Diagnose- und Servicesysteme am FZI und Betreuer des Projekt "AuRorA". 

Konkret bedeutet das, dass ein Roboter dann beispielsweise in der Lage sein wird den Menschen beim Kochen zu unterstützen: "Er soll erkennen können, welcher nächste Arbeitsschritt folgen wird und dann etwa das passende Kochutensil reichen. Neben physischer Unterstützung sind daher auch kognitive Fähigkeiten und soziale Interaktion zur Bewältigung des Alltags erforderlich", so das FZI.

Wichtig dafür ist, dass die Roboter nicht nur zu Eigenschaften wie Kraft, Präzision und Schnelligkeit in der Lage sind sondern auch intelligent handeln können: "Sie müssen sich an ihr menschliches Gegenüber anpassen und feinfühlig reagieren", erklärt das FZI weiter.

Wie wird getestet?

Da die Roboter nicht nur für das private häusliche Umfeld sondern auch für Pflegeeinrichtungen entwickelt werden, werden die Assistenzfunktionen in zwei verschiedenen Umgebungen getestet und weiterentwickelt. Das FZI informiert, dass die Anwendungstests in einem sogenannten "Smart Home" stattfinden. Das ist ein intelligenter Haushalt, in dem verschiedene Geräte aufeinander abgestimmt miteinander und mit dem Bewohner interagieren. Zusätzlich werden die Assistenzfunktionen in einem Pflegehotel erprobt.

Das Budget des Projektes beträgt 1,79 Millionen Euro, die Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung liegt dabei bei 1,37 Millionen Euro. Das FZI ist darüber hinaus noch an dem Projekt ROBINA beteiligt: "In diesem unterstützen und helfen Roboter ALS-Patienten", erklärt Rönnau. "Weiterhin arbeitet das FZI auch in eigenen, internen Projekten daran, Serviceroboter für Anwendungen im öffentlichen Bereich und im Home-Bereich in enger Kooperation mit dem Menschen einzusetzen", so Rönnau weiter. Ein gutes Beispiel dafür sei der Roboter HoLLiE.  

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Kommentare (15)
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  •   yokohama
    (3152 Beiträge)

    23.10.2017 20:09 Uhr
    Da es weltweit
    Milliarden billige und unterbeschäftigte Arbeitskräfte gibt, glaube ich nicht, dass in Pflege und Gesundheitswesen der Roboter den Menschen ersetzen wird und die Technik langfristig Geld einspart.

    Und solange Omi nicht stramm fremdenfeindlich ist, lässt sie sich lieber von einem Zuwanderer aus einem Entwicklungsland pflegen als von einer Maschine. Auch die Japaner setzen große Hoffnungen in die Entwicklung von Pflegerobotern, ich befürchte es ist eine Sackgasse.
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  •   citizentm
    (1192 Beiträge)

    23.10.2017 05:11 Uhr
    Die Rache der Geeks
    Hâtte man diese Nerds & Geeks in ihrer Jugend doch blos mal ab und zu ein Tor auf dem Pausenhof schiessen lassen oder sie nicht immer als letzte in die Mannschaften gewählt! Dann würden sie nicht so unbarmherzig Rache nehmen mit der unnötigsten Revolution der Menschheit. zwinkern
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  •   karlsruher1955
    (881 Beiträge)

    23.10.2017 02:35 Uhr
    Kann man bald
    mit Robotern Politik für das Volk machen ? Mehr Unsinn kann dabei nicht herauskommen.
    Menschen brauchen Menschen und keine Roboter.
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  •   betablocker
    (718 Beiträge)

    22.10.2017 09:22 Uhr
    Gibts den
    auch in schnell?
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  •   Eckfaehnchen
    (1934 Beiträge)

    22.10.2017 13:36 Uhr
    Den "Schnellen"
    entwickeln sie noch. Der versorgt dann 4 Senioren gleichzeitig und kostengünstiger, damit für andere Dinge
    noch Geld von der Pflegeversicherung verwendet werden kann.

    Wenn man den obigen Bericht liest, graut es einem vor dem eigenen Altwerden. Soll unsere Obrigkeit doch
    die Sterbehilfe freigeben, dann haben Pflegebedürftige wenigstens eine Alternative.
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  •   ALFPFIN
    (5673 Beiträge)

    22.10.2017 10:30 Uhr
    Was meinst du damit?
    Das er als Schnellkochtopf agiert oder in 10 Minuten durch die Wohnung geht, alles ordentlich aufräumt, eben noch schnell die Fenster putzt und dann sich in aller Ruhe auf Dein Sofa hinfläzt bis zum nächsten Einsatzkommando, während Du auf den Küchenstuhl verwiesen wirst und der Kater sich vorsichtshalber unterm Bett in die hinterste Ecke verkriecht?
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  •   betablocker
    (718 Beiträge)

    22.10.2017 13:58 Uhr
    Ich meine
    in schneller Bewegung. Bis der das Handtuch aufgehoben hat ist man schon längst luftgetrocknet.
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  •   ALFPFIN
    (5673 Beiträge)

    22.10.2017 09:10 Uhr
    Ältere Menschen,
    die Pflege bedürfen und vor allen Dingen geistig sich nur noch bedingt vorstehen können, da wird es auch nur bedingt möglich sein, dass Roboter und Mensch effizient und natürlich miteinander interagieren können.
    Auch wenn die Fähigkeiten des Roboters noch so "feinfühlig" programmiert wurden.
    Ein so hoch technisiertes und digitalisiertes "Smart Home" überfordert den hilfsbedürftigen Patienten. Und was macht der Roboter, wenn der hinfällige Mensch auch bei der Körperpflege Hilfe braucht, stellt er sich mit ihm unter die Dusche oder hilft er ihm beim Toilettengang. Es hat alles seine Grenzen. Von der menschlichen Ansprache einmal ganz abgesehen.
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  •   citizentm
    (1192 Beiträge)

    23.10.2017 05:17 Uhr
    Zweifelhaft
    Mein immer noch hellwacher Vater, der täglich die FAZ und regelmässig Sachbücher liest, kommt kaum mit dem IPAD klar, einem sehr leicht zu bedieneden Gerät. Vielleicht braucht diese Enrwicklung noch so lange, dass die Generation der heute bereits technickafinen 40jährigen sie dann nutzen kann. Die heutigen Senioren jedenfalls wären überfordert.
    Und Vereinsamung lösen die Maschinen kaum.
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  •   silberahorn
    (9336 Beiträge)

    23.10.2017 06:05 Uhr
    Immer wieder lustig,
    wie die jüngeren Leute über ältere Personen und deren Eigenheiten spekulieren.

    Was mich betrifft: ich werde diesen Roboter gewiss perfekt reparieren, weil er garantiert schneller schlapp macht als ich. Damit werde ich mich fit halten und ab und zu werde ich auch wirklich mit seiner Hilfe kochen oder haushalten, schon damit ich mehr Zeit habe für Erfindungen.
    Mehr als ein Roboter kommt mir aber nicht ins Haus! grinsen
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