- Stuttgart 21:
S21 in Karlsruhe: "Die Milliarden für Stuttgart 21 fehlen im ganzen Land"
[57]
Karlsruhe (ps) - Ein ungewohntes Bild: Aktive des Bündnisses gegen Stuttgart 21 verteilten am Samstag in der Karlsruher Innenstadt "Geldscheine" an Passanten. Auf der Rückseite der falschen Scheine standen Argumente gegen das Milliarden-Projekt.

"Die Milliarden Euros, die in Stuttgart vergraben werden sollen, werden im ganzen Land fehlen - zum Beispiel bei der Rheintalbahn oder beim öffentlichen Nahverkehr. Darauf wollten wir auf humorvolle Weise aufmerksam machen", so Johannes Honné vom Karlsruher Bündnis "JA zum Ausstieg".
"In der Region Karlsruhe könnte das Geld viel sinnvoller in den Rastatter Tunnel investiert werden, der ein Nadelöhr entlasten würde", so Honné weiter in einer Pressemitteilung. Dort seien schon EU-Gelder zurück gegeben worden, weil die Zuschüsse aus Deutschland nicht zur Verfügung gestanden hätten. Aber auch der übrige Nahverkehr würde laut Honné profitieren.
Die Aktion in Karlsruhe war Teil eines landesweiten Aktionstages zum Ausstieg aus der Finanzierung von Stuttgart 21, der am Samstag in über 70 Städten veranstaltet wurde.
Mehr zu: Stuttgart21
- (80 Beiträge) | 14.11.2011 09:56SchadenersatzBedenkt auch jemand, dass beim Ausstieg des Landes aus der Finanzierung Schadenersatzzahlungen von über 1 Mrd. EUR an die Bahn gezahlt werden müssen? Und dass die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm trotzdem gebaut wird? Und dass dann ein halb abgerissener Kopfbahnhof in Stuttgart steht, der saniert werden muss?
Diese Abstimmung hätte ganz am Anfang stattfinden müssen. Jetzt kann man ja nur wählen zwischen Pest und Cholera... Lieber die Milliarden für einen neuen Bahnhof ausgeben als für Vertragsstrafen... - (43 Beiträge) | 14.11.2011 10:16Schadenersatz?Vielleicht sollte man dann die Bahn mal ganz dezent darauf hinweisen, wer für den größten Teil der Bahnschulden (Anfang der 90er, ca. 60Mrd DM!!!) aufkam. Das war (und ist immernoch) der deutsche Autofahrer. Damals wurde die Spritsteuer um sage und schreibe 22 Pfennige erhöht zur Sanierung der Bahnlast. Diese Erhöhung klebt auch heute noch am Autofahrer. Die Bahn sollte mal von ihrem hohen Ross geholt werden und schauen, dass sie selbst die kleinen Hausaufgaben (Stichwort Klimaanlagen) auf die Reihe kriegen.
Und noch ein Wort zur Neubaustrecke Stuttgart-Ulm. Die Bahn erzählt, durch den Neubau würde sich die Fahrzeit um 30 min. verkürzen, das ist so nicht ganz korrekt. Zu Begründen ist es damit, dass für die bestehende Strecke keine notwendigen Reparaturen durchgeführt werden, in Verbindung mit einem Ausbau einzelner Abschnitte. Würde man dies tun, so läge die Zeitersparnis der Fahrzeit bei gerade mal 6 min. Die Kosten dafür bei unter 40% des Neubaus!!! - (94 Beiträge) | 14.11.2011 12:21Die Benzinpreisesollten ruhig um weitere 100 cent erhöht werden um damit ausschliesslich dringend notwendige Bahnprojekte zu finanzieren. Neben S21, der seit Jahrzehnten überfällige Ausbau der Rheintalbahn, den Tunnel in Rastatt, die dringend erforderliche Neubaustrecke Ulm - Stuttgart, Karlsruhe - Konstanz usw. usw. Autofahrer brauchen wir keine.
- (21 Beiträge) | 14.11.2011 14:16Benzinpreise viel zu niedrigKlasse!
- (781 Beiträge) | 14.11.2011 18:02Schwachsinnmehr kann man dazu nicht sagen.
- (85 Beiträge) | 18.11.2011 05:16Eben kein Schwachsinn !Das trauige an der ganzen Sache ist, das die DB, SPD und anderen Pro-S21-lern mit der von ihnen propagierten Ausstiegkosten-Lüge von 1,5 Mrd. € die Wähler absichtlich in die Irre führen, da die ohne Nachweis reklamierten angeblichen Ausstiegskosten gar keine rechtswirksamen Ersatzansprüche sind !
Jeder Wähler sollte sich 'mal die Präsentation von RA Bernhard Ludwig und die Pressemitteilung der Ingenierue22 ansehen, um selbst herauszufinden, was von den angeblichen 1,5 Mrd. € tatsächlich "echte Ausstiegskosten" sind. Selbst nach den von der DB AG beauftragten Gutachtern sind das maximal 453 Mio. €.
Realistisch gesehen aber eher nur um die 350 Mio. € oder sogar weniger. Grundgesetzwidrige Mischfinanzuierung, falsche Angabe der Kosten 2009, Überschreitung der Kostengenze schon jetzt durch Aufbrauch des Risikopuffers könnten sie sogar bis auf 0 drücken. - (949 Beiträge) | 19.11.2011 20:35Vertrag unter falschen VoraussetzungenDa die Bahn die wahren Kosten zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ja bereits wusste, aber nicht nannte, sieht es mit dem Schadenersatz für die Bahn sowieso schlecht aus. Ausserdem hat die Bahn beim Stresstest mehr als nur getrickst: Bahn manipulierte Stresstest
Wie die Bahn es geschafft hat den Test zu bestehen und warum dies mit der Realität im normalen Fahrbetrieb nix zu tun hat ist auf der obigen Seite ausführlich erklärt. Es gibt übrigens seit der Veröffentlichung kein Dementi nur Bahn, nur im Vorfeld der Veröffentlichung hat die Bahn den Wissenschaftlern gedroht, danach nicht mehr. - (651 Beiträge) | 14.11.2011 12:37Zeitersparnishallo h2001,
durch die NBS nach Ulm werden tatsächlich 30 Minuten Fahrzeit eingespart. Ab Göppingen bis Ulm gehts durch enge Bögen bergauf-bergab = 70 km/h. Ich bin da jahrelang gefahren. Wos klemmt, sind Investitionen in die Strecken, sowohl nach Friedrichshafen,München oder
Gäubahn nach Zürich.Seit 1938 (!) sind die Fahrzeiten zwischen K 21 und Ulm bei knapp einer Stunde konstant geblieben. Damals war der schnellste Zug zwischen K 21 und Müchen 8 Minuten langsamer als aktuell der TVG. Der TVG wiederum ist geschlagene 20 Minuten langsamer als der IC im Jahr 1977. Würde die Bestandstrecke ab Ulm nach MUC wieder so hergerichtet wie 1977 und käme die NBS dazu, ergäbe das eine Fahrzeitverkürzung von 50 Minuten. Die Özis bauen ihre Strecken nach Wien und im Unterinntal aus, sodass man dann ab K 21 gut eine Stunde weniger nach Wien oder ins Zillertal bräuchte. Die Vertunnelung des Hbf
S 21 ist nur ein Immo Spekulationsobjekt das der Steuerzahler finanziert. - (231 Beiträge) | 17.11.2011 07:07ädd Dipfele ! CHAPEAUendlich einer, der hier im Forum mal den Kern erkennt und auch sprachlich auf den Punkt bringt.
(( Tusch und brandender Beifall )) - (85 Beiträge) | 17.11.2011 10:49NBS vs. Wartung der ABS@dipfele: Durch die NBS Wendlingen-Ulm soll die Fahrzeit gegenüber dem bestehenden ABS um ~ 28 min beschleunigt werden. h2001 sprach aber oben davon, wie viel Zeit man durch eine angemessene Wartung der ABS gewinnen könnte.
Fakt ist, dass die DB AG unser Geld am liebsten in überteuerte Neubaustrecken und Tiefbahnhöfe "investiert", obwohl es jedes Mal effizentere und effektivere Alternativen gibt, die erst gar nicht ernsthaft geprüft werden. Das ist öffentlich erklärte und bekannte Politik der DB AG. Siehe Strategie und Projekte Netz 21 und Bahnhof 21 der DB AG.
Wie h2001 oben richtig bemerkte, vernachlässigt die DB AG deshalb die Wartung und Ertüchtigung ihrer ABS (inklusive K20), weshalb es dort immer mehr, längere und langsamere Langsamfahrstrecken gibt, die den Bahnverkehr im gesamten Bundesgebiet ausbremsen. Würden die beseitigt, wäre man oft fast so schnell wie eine NBS. - (5485 Beiträge) | 14.11.2011 12:00?Seit wann ist es ein Schaden, seinen eigenen betriebsgrund zu besitzen?
Für die Hälfte der immer genannten 1,5 Mrd bekommt sie den nämlich als Gegenwert zurück. 270 Mio. gehören eigentlich zur gar nicht zur Disposition stehenden Strecke Wendlingen-Ulm, knapp 0,1 Mrd sind großzügig aufgerundet. WENN überhaupt Schadensersatz fällig würde (der SPD-Justizminister bezweifelt das), dann eher im Bereich 300-450 Mio. Wenn man das von 6,5 Mrd. abzieht (wann hat ein DB-Projekt je das gekostet, was veranschlagt wurde?), bleibt noch gneug Plus für uns übrig ... - (470 Beiträge) | 14.11.2011 12:09Durcheinanderda fliegt ja so viel durcheinander...
An dem Projekt S21 ist ja nicht nur das Land beteiligt, sondern auch der Bund, die Stadt Stuttgart, die Flughafengesellschaft und die DB. Die 6.5 Mrd (wenn sie denn am Ende stimmen sollten) verteilt sich auf diese Partner. Falls nicht gebaut wird, dann könnte das Land seinen Teil nehmen und für was anderes ausgeben - wofür die Partner ihr "gespartes" Geld ausgeben wollen haben sie jeweils selbst zu entscheiden!
Falls das Land versucht den Vertrag zu kündigen wird vermutlich in einem Mix aus Verhandlungen und Gerichtsurteilen entschieden werden, wie viel das Land (alleine!) an "Ausstiegskosten" an die Partner zu zahlen hat. Ob da Schadensersatz etc. dabei sind wird sich zeigen. (Wenn den überhaupt eine Kündigung möglich ist). Wenn es dumm läuft zahlen wir einen großen teil der Kosten, die S21 gekostet hätte, für nix. Wenn es optimal läuft kommen wir umsonst raus. - (470 Beiträge) | 14.11.2011 12:28dannmuss das die Planung für K21 intensiviert werden (jedenfalls war das ja die Ankündigung der Grünen). Wenn die Planung fertig ist, die Partner gefunden sind und die zuschüsse (Bund) beantragt sind wird man wissen was das Land dafür zahlen muss. (Eventuell werden die Kosten während des Baus dann noch steigen).
Fazit:
Wenn es optimal läuft, dann wird S21 gestoppt und K21 gebaut und (aus landessicht) noch Geld gespart, dass für andere Projekte verwendet werden kann.
Wenn es dumm läuft, dann wird S21 gestoppt und K21 gebaut, die Kosten für das Land sind aber ähnlich hoch wie wenn S21 gebaut werden würde. Dann kann natürlich auch kein gespartes Geld in andere Projekte fließen. - (5485 Beiträge) | 14.11.2011 14:48!Selbst wenn die Ausstiegskosten plus volles Programm K21 (also Anschluss an Wendlingen-Ulm etc. pp) genauso teuer würde wie S21:
Dann hätten wir eine vernünftige, kapazitätsmäßig zukunftsfähige Infrastruktur für 70% Mehrverkehr oder noch mehr statt eines Engpasses für max. +30% Mehrverkehr. - (1203 Beiträge) | 14.11.2011 17:19Selten so..einen Unfug gelesen.
Woher haben sie denn diese Falschinformationen her??
Erst einmal richtig informiuerren, dann schreiben... - (85 Beiträge) | 17.11.2011 11:00Eben kein Unfug !K20 könnte jetzt schon mehr als S21 je können wird. Das ist Fakt !
K21 kann dann noch mehr als S21 je können wird. Das ist auch Fakt !
Nur weil die DB AG (aus Eigeninteresse und zu Propagandazwecken) S21 immer nur mit dem vergleicht, das derzeit auf K20 gefahren wird, heißt das noch lange nicht, dass auf K20 nicht auch mehr gefahren werden könnte. Es ist ein Fakt das auf K20 schon vor Jahrzehnten mehr als 50 Züge abfertigen konnte. S21 soll nur 49 können sollen. Und das nur mit einer schlechteren Qualität als derzeit K20 und nur wenn man opportune Haltezeiten usw. annimmt, die in keinem anderen Bahnhof in Deutschland erreicht wird. - (651 Beiträge) | 14.11.2011 12:55Hallo Martin_sEine Milliarde Schadensersatz ist wohl erheblich übertrieben. Bis jetzt wurde ja noch nicht viel abgerissen oder gebaut. Schadensersatz können in erster Linie beauftragte Firmen verlangen, wenn es nicht zur Ausführung kommt. Die für die Bahnhofsvertunnelung getätigten Planungskosten und Grunderwerb gehen zu Lasten von Land und Bahn.
Das kann die Bahn von ihrer angepeilten Gewinn- Milliarde dann finanzieren. - (1282 Beiträge) | 14.11.2011 15:25die bahn gehört dem staatvon daher wird der größte geldbetrag, nämlich des bundeszuschuss, in der "staatskasse" nur umgeschichtet und der staat könnte der bahn das einfach vom zuschuss abziehen. bloß hat der staat hier längst nicht mehr das zepter in der hand, was man ja an den geschönigten verspätungsberichten letzten winter gesehen hat, welche dem bundesverkehrsminister vorgelegt wurden. ist halt die frage, was davon die bahn an die bauunternehmen abtreten muss. vermutlich jedoch nicht so exorbitant viel, weil ja trotzdem noch irgendwas gebaut wird.
- (2626 Beiträge) | 14.11.2011 17:36das war einmal,inzwischen gehört die DB, Hrn. Grube, der CDU/SPD als ihr Privateigentum. Wer etwas dagegen sagt wird erscho...
Soweit ist es zum Glück noch nicht, aber diese Demokraten arbeiten dran. - (5485 Beiträge) | 14.11.2011 19:45!




twittern
facebook melden
StudiVZ melden
Google melden
Webnews melden
del.icio.us empfehlen
Mister Wong empfehlen
Linkarena melden
Windows live melden
Yahoo melden
Yigg melden
Kledy melden


![[Mehr..]](http://static3.ka-news.de/spacer.gif)









