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Karlsruhe "Ja zur Kombilösung" sagt auch Ja zu Stuttgart 21

In Reaktion auf den Protest gegen das milliardenschwere Verkehrsprojekt Stuttgart 21 hat sich die Karlsruher Initiative "Ja zur Kombilösung" nun mit einem Appell für das Bauvorhaben an die Öffentlichkeit gewandt.

Mit Verweis auf die große Bedeutung des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes "Magistrale für Europa", zu dem der geplante Stuttgarter Bahnhof und die Neubaustrecke nach Ulm gehöre, unterstreicht "Ja zur Kombilösung" einen positiven Effekt auch für Karlsruhe.

Die Magistrale verbinde Karlsruhe mit Städten und Regionen Europas, in denen insgesamt 34 Millionen Bewohner und 16 Millionen Beschäftigte lebten.

Stuttgart 21 stehe für zukunftsorientierten Städtebau und umweltorientierte Mobilität, denn schnelle Züge seien heute die umweltgerechte Alternative zum wachsenden Auto- und Flugverkehr. Untersuchungen der Universität Stuttgart hätten ergeben, dass das Bahnprojekt rund 18 Millionen Personenfahrten pro Jahr von der Straße auf die Schiene verlagern werde. Dies entspreche rund 350 Millionen Auto-Kilometern und eine Ersparnis von rund 70.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, so die Bau-Befürworter.

Rechtsweg durch Stuttgart-21-Gegner ausgeschöpft

Das Projekt Stuttgart 21 sei seit Anfang der 90er Jahre diskutiert worden, bis es am Ende in allen parlamentarischen Gremien mit jeweils über 75 Prozent Zustimmung bestätigt wurde. Ferner sei der Rechtsweg von den Gegnern bereits ausgeschöpft worden.

"Ja zur Kombilösung" sehe es als Aufgabe an, die Entwicklung der Fächerstadt insgesamt zu fördern und kritisch zu begleiten. Der Ausbau der Magistrale für Europa sei deshalb ein wichtiger Impuls für die Entwicklung der Stadt.

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