Frankfurt/Main Ironman-EM: Karlsruher Sebastian Kienle wird Zweiter

Der Belgier Marino Vanhoenacker hat bei der Ironman-EM der Triathleten in Frankfurt am Main einen überlegenen Sieg gefeiert. Zweiter wurde Sebastian Kienle aus Karlsruhe.

Sieger
Marino Vanhoenacker gewann in 8:03:31 Stunden. Foto: Fredrik von Erichsen |

Der 35-Jährige setzte sich bei seiner Premiere in Frankfurt klar nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in 8:03:31 Stunden vor dem Karlsruher Sebastian Kienle (8:09:55) durch und strich einen Siegerscheck von über rund 20 000 Euro ein.

Eine Enttäuschung erlebte dagegen Andreas Raelert. Der Topfavorit musste sich am Ende mit Rang vier zufriedengeben und kam nie für den Sieg infrage.

«Das war die Antwort auf die Leute, die sagen, in Klagenfurt gab es keine Konkurrenz», sagte Vanhoenacker, der in den letzten Jahren den Ironman in Österreich beherrscht hatte und in 7:45:58 zwischenzeitlich sogar die Weltbestzeit hielt. Kienle feierte seinen zweiten Platz wie einen Sieg. Auf sein Markenzeichen, den Sprung über die Ziellinie, verzichtete er aber. «Jetzt halte ich sieben Jahre Dornröschenschlaf, dann kann ich das wiederholen», meinte der Karlsruher geschafft.

Vanhoenacker legte auf den 180 Rad-Kilometern den Grundstein zum Sieg. Aus dem Wasser des Langener Waldsees stieg der Belgier noch mit Rückstand. Dann aber lieferte er sich mit Kienle einen packenden Kampf um die Spitze und ließ sich auch vom widrigen Wetter nicht stoppen. Am Ende hatte der 35-Jährige mehr als zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Shootingstar Kienle herausgefahren.

Mitfavorit Raelert stürzte mit dem Rad. Das Missgeschick wollte der Rostocker jedoch nicht als ursächlich für seinen Rückstand von mehr als 14 Minuten auf den Spitzenreiter machen. Der 35-Jährige von der Ostsee kämpfte auf der Marathon-Distanz und überholte kurz vor dem Ziel noch den Hannoveraner Jan Raphael (8:18:17). Am Ende wurde der Hawaii-Favorit Vierter (8:17:36) hinter dem Spanier Clemente Alonso-McKernan (8:14:04).

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