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30.05.2012 17:59
 
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Rheinstetten: Flugzeugdrama mit vier Toten - Absturzursache erst in Monaten? [2]

Rheinstetten/Karlsruhe (pol/fn/feb) - Vier Tote hat der Absturz eines Kleinflugzeuges im Wald zwischen Oberreut und Rheinstetten am Mittwochnachmittag gegen 17:30 Uhr gefordert. Aktuell gibt es noch keine Informationen zur Absturzursache. Auch am Donnerstagmorgen ist die Unfallursache weiterhin ungeklärt. Wie ein Sprecher der Polizei im Gespräch mit ka-news bestätigt, könne es Monate dauern, bis die genaue Absturzursache geklärt sei.
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Die Absturzstelle bei Rheinstetten am Donnerstagvormittag - noch liegt das Flugzeugwrack im Wald nahe des Flugplatzes.
Foto: (ka-news)
Vier Tote bei Absturz von Kleinflugzeug
Kleinflugzeug bei Rheinstetten abgestürzt
Vier Tote bei Absturz von Kleinflugzeug

Die Feuerwehr ist nach eigenen Angaben mit 12 Fahrzeugen und etwa 45 Einsatzkräften vor Ort. Ersten Angaben nach hat das Wrack beim Absturz Feuer gefangen.

Aktualisierung 18:59 Uhr

Das Kleinflugzeug war offenbar unmittelbar nach dem Start vom Flughafen Rheinstetten abgesackt und dann abgestürzt. Außer dem 73-jährigen Piloten waren nach Polizeiangaben drei weitere Personen an Bord der Maschine. Alle vier kamen bei dem Absturz ums Leben. Die Absturzursache ist noch unbekannt.

Aktualisierung 21:00 Uhr

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden war das Flugzeug gegen 17.20 Uhr auf dem Segelfluggelände Rheinstetten gestartet. Gleich nach der Startphase geriet die einmotorige Maschine aus noch ungeklärter Ursache ins Trudeln und stürzte in ein nordöstlich der Neuen Messe Karlsruhe gelegenes Waldstück ab. Das zu großen Teilen aus Holz gebaute Flugzeug fing sofort Feuer und brannte vollständig aus. Für den 73-jährigen Piloten aus Rheinstetten sowie für die weiteren Insassen, ein 47-jähriger Mann aus Karlsruhe mit seiner 13-jährigen Tochter und seinem 17-jährigem Sohn, kam jede Hilfe zu spät.

Neben den insgesamt 50 Kräften der Berufsfeuerwehr Karlsruhe und der Freiwilligen Feuerwehr aus Rheinstetten waren ein Rettungshubschrauber, ein Notarztwagen und fünf Rettungsteams im Einsatz. Zur Betreuung der Angehörigen wurden zwei Notfallseelsorger hinzugezogen.

Die Ermittlungen zur Feststellung der Unfallursache führen die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Ein Vertreter des Luftfahrtbundesamtes kam ebenfalls zum Unglücksort und ist in die weiteren Ermittlungen eingebunden.

Aktualisierung Donnerstag, 7:30 Uhr

Die Absturzursache des Unglücks in Rheinstetten ist weiterhin ungeklärt, wie ein Sprecher der Polizei Karlsruhe im Gespräch mit ka-news bestätigt. Den Beamten liegen unterschiedliche Zeugenaussagen vor, so der Sprecher weiter. Die Rede sei von einem Aussetzer an der Maschine, der eventuell den Absturz verursacht haben könnte.

Klar ist jedoch auch, so der Beamte, dass zum Absturzzeitpunkt sehr schwierige Windverhältnisse, sogenannte Umlaufwinde, herrschten. Um weitere Erkenntnisse zu erlangen, werden heute Beamte der Kriminaltechnik sowie ein Sachverständiger vor Ort sein. Bisher könne weder ein technischer Defekt noch die Wetterverhältnisse als Absturzursache bestätigt werden. Die sterblichen Überreste der vier Todesofper wurden inzwischen geborgen, mit der Bergung und der Räumung der Absturzstelle rechnet die Polizei im Laufe des Donnerstags.

Aktualisierung 9:45 Uhr

An der Absturzstelle ist es derzeit ruhig. Die Beamten vor Ort warten auf die Kollegen der Spurensicherung, die das Umfeld des verkohlten Wracks untersuchen sollen. In der Nähe des Flugzeuges liegen zahlreiche Trümmerteile des Flugzeuges. Eine Absturzursache ist auch weiterhin nicht gefunden. Im Laufe des Tages erwarten die Polizeibeamten ein Bergunsteam zur Räumung der Unglücksstelle. ka-news war vor Ort und hat sich die Unglücksstelle angesehen.

Aktualisierung Freitag, 8:15 Uhr

Nach Informationen der Polizei laufen die Ermittlungen zur Unfallursache. Das Regierungspräsidium, als Luftaufsichtsbehörde, und die Untersuchungsstelle für Flugunfälle sind in die Ermittlungen einbezogen.  Bis ein Ergebnis zu erwarten ist, können Wochen, wenn nicht sogar Monate vergehen, so ein Sprecher der Polizei. Neben einem möglichen technischen Defekt, ein Zeuge hatte einen Motorenaussetzer vernommen, hätten mehrere Zeugen Probleme durch die schwierigen Windverhältnisse beobachtet. Von einem Wegsacken des Flugzeuges und von Steuerbewegungen ist hier die Rede, so der Sprecher weiter.

Mehr zu: Polizei Feuerwehr Flugzeugabsturz Verkehr Unfall Topmeldung



Kommentare [2]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (157 Beiträge) | 30.05.2012 18:24
    Bewerten: (0)
    omg
  • unbekannt
    (5089 Beiträge) | 30.05.2012 18:28
    Bewerten: (0)
    Bitte seht von Kommentaren ab.
    Das war mitunter das Schlimmste, das ich jemals gesehen habe.
    Wir wollten noch erste Hilfe leisten, doch es war zwecklos.
    Mein Mitgefühl allen Angehörigen
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