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Fleischwerk: Trotz Protesten endgültige Genehmigung erteilt [27]

Karlsruhe (ps) - Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat der Firma Edeka Südwest Fleisch GmbH die endgültige immissionsschutzrechtliche Genehmigung zum Bau und Betrieb eines Fleischwerkes in Rheinstetten erteilt. Genehmigt wurde der Neubau des fleisch- und wurstverarbeitenden Betriebes einschließlich Kommissionier- und Versandzentrum.

/region/rheinstetten/fleischwerk-rheinstetten./Fleischwerk-Trotz-Protesten-endgueltige-Genehmigung-erteilt;art6013,274581,B?bn=226678
Fleisch (ka-news)
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Die Entscheidung, die mit zahlreichen Nebenbestimmungen versehen sei, setzte den verfahrensrechtlichen Schlusspunkt unter ein von Anfang an "insbesondere von Bewohnern der Heidenstückersiedlung und Bürgern der Stadt Rheinstetten sowie von Umweltschutzorganisationen heftig kritisierten Vorhabens". Deren zahlreiche Einwendungen fänden, soweit möglich, in den Nebenbestimmungen Berücksichtigung. Die zulässigen Auswirkungen durch Lärm und Gerüche beschränkte das Regierungspräsidium auf der Grundlage der im Verfahren vorgelegten Prognosen stärker, als dies die entsprechenden Regelwerke vorsehen.

Genehmigung hat "mehr als ein Geschmäckle"

Bereits Anfang Juli war der vorzeitige Baubeginn zugelassen worden. Danach durfte die Firma mit der Einrichtung der Baustelle, bestimmten Außenanlagen, Erdarbeiten und bestimmten Rohbauarbeiten beginnen.

Währenddessen kritisiert der Natur- und Umweltschutzverband (BUND), dass die Betriebsgenehmigung für das Edeka-Fleischwerk viel zu früh erteilt worden wäre - obwohl der Verwaltungsgerichtshof Mannheim über die Klage des BUND gegen den Betrieb noch gar nicht entschieden habe.

"Auch jetzt wartet das Regierungspräsidium nicht die Entscheidung des Gerichts ab, sondern stellt stattdessen lieber sicher, dass der Spatenstich mit Landwirtschaftsminister Hauk am kommenden Montag mit vorliegender Betriebsgenehmigung gefeiert werden kann - das hat mehr als ein Geschmäckle", bewertete die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender.

Mehr zu: Fleischwerk Genehmigung Regierungspräsidium

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Kommentare [27]
Hinweis: Kommentare geben nicht unbedingt die Meinung von ka-news wieder.
  • (656 Beiträge) | 26.09.2009 14:58
    Amtswillkür
  • (376 Beiträge) | 26.09.2009 15:22
    Amtwillkür?
    Was ist das für eine Beeinträchtigung wenn man das Fleischwerk gerade noch von Hausddach aus sehen kann? Selten so einen aufgebauschten Schwachsinn gehört wie von den Fleischwerkgegnern.
  • (132 Beiträge) | 26.09.2009 15:46
    Endlich hat die Vernunft gesiegt.
    Was soll das, immer gegen alles neue zu sein. Der Bund sollte sich lieber um wirklich wichtige Probleme kümmern als wie vernichtung der Regenwälder oder der unsinnigen Wasser verschwendung in spanischen Plantagen. Die Tiere sind nicht so duumwie die Menschen, sie passen sich an. Siehe evolution.
  • (1713 Beiträge) | 26.09.2009 15:51
    An der Stelle war doch
    vorher eine staatliche Schweinezucht oder verwechsle ich hier etwas.
  • (656 Beiträge) | 26.09.2009 16:01
    aufgebauschter schwachsinn?
    in ein ausgewiesenes landschaftsschutzgebiet eine solche fabrik zu bauen, das ist schwachsinn. und leichtsinn. ähnlich verhält es sich mit dem kohlekraftwerk am rheinhafen. auch hier wurde einfach so gebaut, gegen den willen der menschen, die dort leben müssen.
  • (1034 Beiträge) | 26.09.2009 17:26
    endlich!
    hunderte neue arbeitsplätze und reichlich gewerbesteuer sind nun endlich besiegelt. da braucht man sich nicht wundern, wenn bald gar keine unternehmen wehr nach karlsruhe ziehen wollen.

    @mcclaney
    keiner wird gegen seinen willen dazu gezwungen, irgendwo zu wohnen.
  • (656 Beiträge) | 26.09.2009 17:34
    @smallwood
    *irgendwo* möchten die menschen in rheinstetten auch nicht wohnen. sie wollen dort wohnen, haben vielleicht häuser gebaut, familien gegründet.

    ich wünsche mir, es würde mal jemand erklären, wie sich eine fabrik mit einem als naherholungs- und wasserschutzgebiet ausgewiesenen fläche vereinbaren lässt.
  • (13748 Beiträge) | 26.09.2009 18:19
    Aber an der B 36 wohnen
  • (376 Beiträge) | 26.09.2009 18:38
    Landschaftsschutzgebiet?
    Das war nur ein platter Acker zwischen Neuer Messe und Segelflugplatz! Ich komme fast jeden Tag daran vorbei.
    Einen besonderen Erholungswert konnte ich bei der Fläche nicht feststellen.
    Und zum Kohlekraftwerk: Das Kraftwerk muss da stehen wo der Strom gebraucht wird-bei den Menschen. Schon mal überlegt wer den Strom noch bezahlen kann wenn alles aus erneuerbaren Energien kommt? Bei Hartz4lern und anderen Armen bleibt es dann dunkel.
    Bei all diesen Dingen entscheiden die Meisten nach dem Sankt Florians Prinzip. Weiter gedacht wird nicht.
  • (254 Beiträge) | 26.09.2009 19:01
    Uhhhhh
    warum werden die Beführworter von Fleischwerk, Kohlekraftwerk und U-Strab immer gleich beleidigend.

    Mensch, nehmt Eure Scheuklappen ab. Natürlich war das ein Naherholungsgebiet. Unter anderen Soll das Gebiet für unser Trinkwasser herhalten.

    Wie das dann mit einem Fleischwerk funktionieren soll?

    Der Strom muss schon lange nicht mehr dort gefertigt werden wo er gebraucht wird. Schon mal was von Überlandleitungen gehört?

    Und außerden - wenn man in Daxlanden woht und man somit Fleischwerk und Kohlekraftwerk ertragen muss ist es schon ein bisschen heftig!

    Zumal die Luft in diesen Gebieten schon schlecht genug ist. Es wohnt ja nicht jeder auf dem Turmberg...
  • (205 Beiträge) | 26.09.2009 19:39
    Logisch
    Geld regiert die Welt, wenn du davon reichlich hast, kriegst du jede Genehmigung der Welt.
  • (656 Beiträge) | 26.09.2009 19:59
    FLEISCH
    @hetfield
    hoffentlich bauen sie mal ne autobahn durch deinen golfplatz

    @hundertneuner
    wer denkt hier denn weiter? unternehmen, die nochmehr fläche versiegeln, tun das bestimmt nicht. die denken an ihren profit.
    übrigens, dein pc läuft schon jetzt mit französischem atomstrom.
  • (1556 Beiträge) | 26.09.2009 20:00
    Alle Gegner..
    ..der neuen Fabrik leben hoffentlich konsequent zu 100% von Tofu
  • (376 Beiträge) | 26.09.2009 20:18
    Keiner der Fleischwerksgegner
    hat sich beim Bau seines Häuschens um den Landschaftsverbrauch geschert. Die wenigsten werden ihr Auto stehen lassen um weniger Verkehr zu erzeugen.
    Außerdem weiß ich genau, ein Teil des Stromes denn ich verbrauche kommt sogar aus Tschernobyl. Müsste nicht sein wenn es nach mir ginge.
    Das Kohlekraftwerk hält locker die BImSchG ein. Ihr Auto nicht.
  • (656 Beiträge) | 26.09.2009 20:28
    jo
    der vergleich hinkt, ach was, er lahmt. was häuschen angeht, was auto angeht. ohnehin reden wir hier über eine fleischfabrik...ein anderes thema muss gar nicht angesprochen werden, dann können wir gleich bei hinz und kunz beginnen und diesen kommtare enden wieder im nirgendwo. und das braucht es nicht.
  • (376 Beiträge) | 26.09.2009 21:02
    Große Teile vom
    Stadtgebiet sind Wasserschutzgebiet. Trotzdem wird keiner die Häuser abreisen. Und warum hinkt der Vergleich mit dem Häusle oder dem Auto. Passt es etwa nicht wenn ich den Fleischwerksgegnern den Spiegel vorhalte?
  • (13748 Beiträge) | 26.09.2009 22:52
    @mcclaney
    Ich habe keinen Golfplatz. Aber sei beruhigt. In Bruchsal führen tatsächlich öffentliche Wege durch den Platz, die von Autos, Radfahrern und auch Spaziergängern genutzt werden. Ein ständiges Ärgernis, aber man arrangiert sich halt irgendwie.
  • (1102 Beiträge) | 27.09.2009 08:32
    Geiz ist zwar geil,...
    ...ich werde aber trotzdem dieses abgepackte Supermarktfleisch niemals kaufen.
  • (201 Beiträge) | 27.09.2009 12:37
    Die Praxis des positives Redens ohne Substanz
    Es ist wohl unbestritten, dass wirtschaftlicher Erfolg von vielen Menschen als positiv wahrgenommen wird weil er die Grundlage für ein vernünftiges Leben bildet. Suggestive Hülsen bilden jedoch keine vernünftige Basis. Wie die Meinung der Menschen beeinflusst wird, kann man schön an der Zeichnung auf dem Bauschild erkennen. Die eigenliche Fabrik ist darauf gar nicht zu erkennen sondern nur das Verwaltungsbebäude.

    "Es heißt: Bild Dir Deine Meinung! Manchmal wäre mir etwas mehrt BILDUNG und etwas weniger MEINUNG lieber." Zitat Johannes B Kerner
  • (861 Beiträge) | 27.09.2009 15:06
    Mmmh
    Merkwürdige Diskussion: da wird davon gesprochen, dass man das Kohlekraftwerk da bauen muss, wo der Strom verbruacht wird und aus Erneuerbaren wäre der Strom nicht bezahlbar??? Da erkennt man kein Naturschutzgebiet, nur weil da "nur" ein platter Acker ist???
    Was da passiert ist, ist einfach nur Willkür des Landes. Es laufen Verfahren und man erteilt trotzdem die Genehmigung, schließlich ist am Montag Spatenstich. Und je mehr Fakten man vor Verkündung des Urteils geschaffen hat, umso unwahrscheinlicher ist ein Baustopp. Darum geht es nämlich auch.
    Und würde man mal vernünftig nachrechnen (also ohne die Atom- und Kohlelobby aus EnBW und CDU und deren verlogene Zahlenspiele, dann würde man schnell merken wie günstig Wasser, Wind und Sonne sind)

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