Dachstuhlbrand in Mörsch: Photovoltaikanlage erschwert Löscharbeiten
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Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rheinstetten waren auf dem Dach im Bereich des Kamins bereits Flamen sichtbar. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten gingen mehrere Trupps ins Obergeschoss zur Brandbekämpfung. Zusätzlich wurde über die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, die zur Unterstützung der örtlichen Kräfte hinzu gerufen wurden, von außen über das Dach gelöscht.
Photovoltaikanlage erschwert Löscharbeiten
Der Brand breitete sich innerhalb der Dachdämmung unter den Ziegeln weiter aus. Das Dach konnte von der Feuerwehr zu den Löscharbeiten aber nur zum Teil von außen geöffnet werden. Ein größerer Teil der Dachfläche ist mit den Modulen einer Photovoltaikanlage belegt, der Brand konnte sich darunter weiter ausbreiten. Nur zum Teil konnten die Feuerwehrleute in diesem Bereich die Dachhaut öffnen und den Brand löschen.
Erst nachdem Monteure der Errichterfirma für die Anlage zur Einsatzstelle beordert waren, konnten diese Module vom Dach entfernt und der Brand vollständig gelöscht werden. Vom zuständigen Energieversorger wurden zuvor das Haus und die Einspeiseleitung stromlos geschaltet.
Sehr erschwert wurde die Arbeit der Feuerwehr auch durch die niedrigen Temperaturen. Es bildeten sich durch das Löschwasser rasch sehr gefährliche Eisflächen die erst später durch den städtischen Bauhof abgestreut werden konnten. Der Hauseigentümer zog sich bei einem Sturz auf einer Eisfläche eine Schulterverletzung zu und musste nach der Erstversorgung vor Ort in eine Karlsruher Klinik eingeliefert werden.
Der Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und Kräften von der DRK-Bereitschaft Mörsch an der Einsatzstelle. Die Feuerwehr war mit 40 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen an der Einsatzstelle tätig. Hinzu kam die Drehleiter der Westwache aus Karlsruhe mit zwei Feuerwehrleuten. Zwei Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Ettlingen sperrten den Bereich der Brandstelle ab.
Beamten des Kriminaldauerdienstes aus Karlsruhe nahmen die Ermittlungen zur Brandursache auf. Der Schaden konnte unmittelbar nach dem Ereignis noch nicht beziffert werden. An dem Dach und der Photovoltaikanlage entstand jedoch erheblicher Schaden, den die Polizei mittlerweile auf rund 200.000 Euro schätzt.
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- Tja, und wiedermal ein Fall, wo die "ach so tolle " PV-Anlage ein kontraproduktiver Brandbeschleuniger ist. Würde mich zudem nicht wundern, wenn der Brand seine Ursache in der PV-Anlageninstallation hätte...so ein Schrott kommt mir nicht aufs Dach.
- unbekannt(8066 Beiträge) | 04.02.2012 10:30Bewerten:
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mal von den erschwerten Löscharbeiten durch die Anlage abgesehen, sind Fernsehgeräte Brandursache Nr.1, diesen Schrott hat so ziemlich jeder im Haus, meist sogar mehrfach. - Das stimmt nicht!Platz 1 Waschmaschinen, Platz 2 Fernseher, Platz 3 Kühlschränke
Quelle: http://www.schadenprisma.de/sp/SpEntw.nsf/d19d3176e0d69443c125699200555212/31a675b03190644bc125764100357e74?OpenDocument
Weitere Quelle für die Gesamtverursacher: http://www.ifs-ev.org/03_info/ifs_report/2006/IFS_Report_Mar_2006.pdf - unbekannt(8066 Beiträge) | 04.02.2012 12:46Bewerten:
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Dann ersetze halt Fernsehgeräte durch Waschmaschinen oder Trockner, auch die sind in jedem Haushalt zu finden. - Ich mag halt mein Fernseher :-)Wobei mich mal interessieren würde ob es Unterschiede zwischen LCD, Plasma und Röhre gibt...
- unbekannt(8066 Beiträge) | 04.02.2012 13:06Bewerten:
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Klar gibts die. Wenn ich dir das jetzt erklären sollte würden 1000 Zeichen aber nicht langen
- -->Wie wärs mit jeweils 1000 Zeichen für die Eigenschaften pro Gerät und 1000 für eine Schlussplödoyer statt sich aus der Affäre ziehen zu wollen?
- unbekannt(8066 Beiträge) | 04.02.2012 10:42Bewerten:
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Diese Anlagenwurden leider ohne Rücksicht auf Verluste im Zuge des "erneuerbare Energiebaubooms" oftmals schlampig aufs Dach geknallt.
Es gäbe schon Möglichkeiten das besser zu lösen, mit Montagegassen zum Beispiel. das kostet aber Geld und produziert weniger Strom. Genauso wie so eine Anlage einfach abschalten zu können.
Hier besteht Handlungsbedarf. Diese Gassen sollten Pflicht sein um der Feuerwehr eine Löschung möglich zu machen und das Leben der Feuerwehrleute nicht noch mehr zu gefährden als es eh schon ist. - Alleine bei miram Wohnort in der Strasse sind 2 Anlagen 2010 /2011 aufgebaut worden, die ich als Bauherr so nie im Leben abgenommen hätte - die Gestelle sind absolut grenzwertig mit lausigen Haken aufs Dach genagelt worden, die Kabel sind nicht sauber hochgelegt, sondern baumeln auf den Pfannen rum, die Verstringung zum Wechselrichter ist ein Witz (deshalb stimmt auch bei einer Anlagen nicht der Ertrag) usw.. Ohne richtige Abnahme baut jeder Möchtegern-Solarteur den grössten Schrott aufs Dach- derzeit ohne rechtliche Konsequenz (ausser im Defektfall inkl. belastbarem Verursachernachweis..dann vielleicht) - von der derzeit stark steigenden Ausfallrate von Modulen & Wechselrichtern durch den billigen Chinaschrott ganz zu schweigen -das Ganze ist die reine Renditegeilheit , die durch die schwachsinnige EEG-Subvention ausgelöst wurde. Energiewende ja- aber so nicht. Hoffentlich wird der PV- Schwachsinn jetzt endlich richtig eingebremst
- Die Gassen werden nicht berücksichtigt bei der EinsatztaktikDie aktuelle Lehre für die Einsatzleiter erfolgt nach dem Schema in der Quelle. Bei einem Einsatz wird nur entschieden PH Anlage ja oder nein.
http://www.lfs-bw.de/Fachthemen/Einsatztaktik-fuehrung/Documents/Hinweise_Photovoltaikanlagen.pdf - Genauso wie so eine Anlage einfach abschalten zu können. ???Die Module kann man nicht ABSCHALTEN !
Man kann höchstens in die String leitungen einen Schalter einbauen.
Das ist gerade mal alles.
Und wenn Licht darauf fällt ( Scheinwerfer der Feuerwehr) wird eine Spannung erzeugt, die dann zwar weit unterhalb des Scheitelwertes liegt aber dennoch schon Lebensgefährlich sein kann. - unbekannt(8066 Beiträge) | 04.02.2012 13:30Bewerten:
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Die Module kann man nicht ABSCHALTEN !
Ja eben, das hab ich ja auch bemängelt. - Auch das gibts....Neulich bei plusminus
Brandgefahr bei Photovoltaikanlagen - unbekannt(8066 Beiträge) | 04.02.2012 11:12Bewerten:
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Genau das meinte ich mit "draufknallen""Photovoltaikanlagen sind ein elektrisches Gerät mit sehr hohen lebensgefährlichen Spannungen, und nach der momentanen Rechtslage darf jeder diese Photovoltaikanlagen draufbauen, ohne die Regeln genau zu kennen. Es wird nicht abgeprüft, ob derjenige der es baut, auch weiß, was er da tut." - Sorry,Aber in jedem Baumarkt wird Elektroinstallationsmaterial verkauft. Die wenigsten die das verbauen sind Elektrofachkraft. Nach der Logik dürfte das keiner privat verbauen. Das wäre auch besser so. Seit 1997 wurde die Beweislast bei Elektrounfällen umgedreht. D.h. der Gebäudeversicherer zahlt nur, wenn der Eigentümer nachweisen kann, wenn die Elektrik im Haus OK war. D.h. Wenn jemand selbst Handwerkt ohne EFK zu sein, dann gibt es nix von der Versicherung. Wer nicht alle paar Jahre einen E-check machen lässt, und das dokumentiert hat schlechte Karten wenn die Bude abbrennt. Wenn man aber Protokolle über Messungen der Isolationswiderstände, FI Funktion usw. vorweisen kann, der bekommt was von der Versicherung zurück.
- unbekannt(8066 Beiträge) | 04.02.2012 13:12Bewerten:
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Moment, zwischen Steckdosen, Automaten, etc. auswechseln und der Elektroinstallation (Schaltkasten, Bestückung und die aktuellen Vorgaben) eines Hauses gibt es schon einen Unterschied. Das muss von einem Meisterbetrieb abgenommen sein, sonst geht gar nichts.
Problematischer ist es bei veralteten Schaltanlangen, so 20 Steckdosen auf einem Automaten...
- Kein Auge zugemacht …… habe ich heute Nacht, weil die Rheinstettener Feuerwehr meinte, ihren Fuhrpark mit Lalülala vor meiner Tür abstellen zu müssen, rumzubrüllen, die Motoren die ganze Zeit laufen zu lassen und erst nach 4 Stunden wieder abzuziehen.
Aber besser so, als wenn das Haus abgefackelt wäre. Danke Jungs, ihr habt gute Arbeit gemacht. - unbekannt(8066 Beiträge) | 04.02.2012 11:23Bewerten:
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und noch gefährlichere Arbeit als notwendig. Wasser und Volt sind eine gefährliche Mischung. - Wer keine Ahnung hat....Während eines Einsatzes dürfen die Motoren nicht abgestellt werden, da die Elektrik der Fahrzeuge strom braucht. Funk, Standheizung usw. Zudem soll dem Risiko vorgebeugt werden, dass die Fahrzeuge nicht mehr anspringen. Dabei handelt es sich nicht um böse Absicht, sondern um die normale Vorgehensweise. Das rumbrüllen resultiert aus dem Lautstärkepegel an der Einsatzstelle. Zudem soll verhindert werden, dass Dinge nicht oder falsch verstanden werden. Sondersignal gilt nur wenn Blaulicht und akustische Sondersignalanlage ZUSAMMEN benutzt werden um Wegerecht zu signalisieren §38 STVO. Gemäs § 35 Kann zur Absicherung von Einsatzstellen Blaulicht ohne Martinshorn betrieben werden. Die müssen das machen, da sonst der Maschinist der Mops ist vor dem Richter wenn es knallt. Danke für das Verständnis, lieber wach im Bett als bei der Saukälte mit Nassen Klamotten ein solcher Einsatz bei "Minus Saukalt"
- Na, jetzt sin ma ma e bissl ehrlich ;-)auch ohne Lalülala, Motoren laufen zu lassen und Rumgebrülle hätten Sie nicht schlafen können, denn ma will doch a gugge, wenn's scho mol was zu gugge gibt


















