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Berlin/Rastatt Rheintalbahn: Grünes Licht für Rastatter Tunnel

In den Bau der Rheintalbahn südlich von Karlsruhe kommt Bewegung. Das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn schlossen am Donnerstag eine Finanzierungsvereinbarung in Höhe von 693 Millionen Euro für das 16 Kilometer lange Teilstück.

Damit kann auch der seit Jahren überfällige Rastatter Tunnel gebaut werden. "Mit der Auflösung des Flaschenhalses bei Rastatt reduzieren wir die Fahrzeiten im Personenverkehr und schaffen neue Kapazitäten für den Nah- und Regionalverkehr", teilte Minister Peter Ramsauer (CSU) in Berlin mit.

Oliver Kraft, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG, erklärte in einer Pressemitteilung: "Der Ausbau der Strecke Karlsruhe-Basel hat für die Deutschen Bahn eine hohe Bedeutung. Daher freuen wir uns, dass der Bund die Mittel für den Bau des Rastatter Tunnels bereit stellt und wir damit einen weiteren wichtigen Meilenstein beim viergleisigen Ausbau der Rheintalbahn erreichen."

Baurecht seit 1998

Die Vereinbarung über die Finanzierung betrifft im Wesentlichen den Bau einer etwa zehn Kilometer langen Eisenbahnstrecke ab Bashaide südlich von Karlsruhe. Daran schließt sich der 4,27 Kilometer lange Tunnel unter der Stadt Rastatt und dem Fluss Murg an. Nach Unterquerung der Bundesautobahn A5 mündet die Neubaustrecke in die bereits seit 2004 in Betrieb befindliche Schnellfahrstrecke zwischen Rastatt Süd und Offenburg. Der Bau der Neubaustrecke erfolgt parallel zur Bundesstraße B36neu und ist leicht in die Landschaft eingeschnitten.

 

Baurecht für das Projekt besteht bereits seit 1998. Die damit verbundene Verlegung der B36 war bereits 2007 abgeschlossen worden. Der Bau der Schienenstrecke hatte sich dagegen wegen fehlender Finanzmittel verzögert. Die Bauarbeiten im Bereich Rastatt haben bereits mit Probebohrungen zur Baugrunderkundung begonnen. Die Röhren selbst werden durch Tunnelvortriebs-maschinen erstellt. Nach heutigem Stand der Planung kann die neue Trasse 2022 in Betrieb genommen werden. Die Züge können auf dieser Strecke dann bis zu 250 km/h schnell fahren.

 

Die Rheintalbahn zählt zu den meist befahrenen Strecken in Deutschland. Sie soll deshalb vierspurig ausgebaut werden. Das jetzt finanzierte Teilstück umfasst die etwa zehn Kilometer lange Strecke von Karlsruhe Richtung Rastatt sowie den 4,27 Kilometer langen Tunnel unter der Stadt Rastatt, dem Fluss Murg und der Autobahn 5. Von dort führen die Gleise auf das schon ausgebaute Teilstück nach Offenburg.

 

Mehr zum Thema
Baustelle Rastatter Tunnel: Die Deutsche Bahn will die Strecke Karlsruhe-Basel ausbauen. Eine wichtige Maßnahme: der Bau eines neues Eisenbahntunnels in Rastatt. Alle Informationen zum Bauvorhaben, dem Fortschritt und den Auswirkungen für den Bahnverkehr finden Sie in unserem Dossier.
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Kommentare (10)
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  •   lebkuchenmesser
    (737 Beiträge)

    Das Foto zeigt aber Offenburg südlich und nicht Rastatt.
    .
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  •   andip
    (8133 Beiträge)

    Wo
    bleiben die Tunnelgegner?
    Hier soll ein Tunnel gebaut werden,das darf man doch nicht zulassen.
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Der Tunnel ist zwar m.E. rausgeschmissenes Geld, weil's billiger und genauso gut auch in Autobahnbündelung (mit kleinem Unterführungstunnel unter der A5 ...) ginge, aber er richtet jedenfalls keinen verkehrlichen Schaden an, ganz im Gegensatz zum U-Sträble und S21, wo Verkehrskapazität zurückgebaut wird durch die Tieflagen. Von daher kann man mit ihm leben, auch wenn man das einsparbare Geld an anderer Stelle der Ausbaustrecke nach Basel besser verwenden könnte ...
    Bezüglich evtl. Evakuierungen ist ein Tunnel aber immer nachteilig ... Von daher sollte man Tunnel eigentlich nur dort bauen, wo es anders nicht geht ...
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  •   runsiter
    (11979 Beiträge)

    Die
    müssen erst noch ein paar Juchtenkäfer ansiedeln
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  •   haku
    (3773 Beiträge)

    Wenn die spät genug mit Bohren anfangen...
    ...können wir denen doch vielleicht unsere Kombilösungs-Bohrmaschinen verkaufen grinsen
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  • unbekannt
    (3577 Beiträge)

    Karlsruher Bohr-Gerät zu klein
    In KA geht es nur um eher mickrige und langsame Stadtbahnen.
    In Rastatt aber sollten Doppelstockzüge, schnelle ICEs und hohe Güterzüge durch. Am ehesten könnte man da das Bohrgerät aus dem Katzenbergtunnel zwischen Freiburg und Basel nehmen. Das hat die gleiche "Kragenweite".
    Man nimmt ja auch keinen Zahnartzbohrer, um ein Loch durch eine Betondecke zu bohren zwinkern
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  •   mueck
    (8975 Beiträge)

    !
    Müsste man mal nachmessern ...
    Für's U-Sträble wird ein zweigleisiger Tunnel gebohrt, das könnte groß genug sein für den Rastatter Tunnel, der gerade auf 2x eingleisige Röhre umgeplant wurde ...
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  •   Robert1959
    (1650 Beiträge)

    Wo sind die Informationen?
    Ist das die Durmersheimer Strecke oder die über Ettlingen? Wie lange wird die Bauzeit sein und wann geht es los?
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  • unbekannt
    (511 Beiträge)

    Artikel wurde erweiteret
    Wir haben den Artikel um ein paar weitere Informationen ergänzt.
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  •   Mojito13
    (121 Beiträge)

    Das
    ist die Durmersheimer Strecke. Wenn du mal die B 36 neu zwischen Durmersheim und Ötigheim fährst, siehst du die Trasse schon.
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