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Rastatt Nach Tunnel-Panne: Kritik aus der Politik wird immer lauter

Die Kritik an der Bahn nach der Sperrung der Rheintalbahn zwischen Rastatt und Baden-Baden wegen einer Havarie in einer Tunnelbaustelle wird lauter. Der Linken-Verkehrspolitiker Herbert Behrens griff am Mittwoch Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) an.

"Diese Katastrophe für den Güterverkehr geht eindeutig auf das Konto von Herrn Dobrindt. Experimentelle Verfahren (...) erprobt man nicht an einer der wichtigsten Verkehrsachsen Europas", teilte der Bundestagsabgeordnete am Mittwoch mit.

Aus Sicht des Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel ist der Erdrutsch in Rastatt auch ein Warnschuss für das Bahnprojekt Stuttgart 21. "Solange die Ursachen für den Erdrutsch nicht geklärt sind, darf bei S21 kein weiteres Risiko eingegangen werden", teilte der Bahnexperte mit. In beiden Fällen gehe es um bisher nicht erprobte Tunnelbauverfahren.

Kritik kommt auch aus dem Stuttgarter Landtag. Es bleibe unverständlich, warum die Bahn bei einem derart experimentellen Verfahren wie der Vereisung des kiesreichen Sandbodens für Tunnelbohrungen knapp unter der Erdoberfläche keinen Plan B vorbereitet habe, teilte der Verkehrspolitiker Bernd Gögel mit. Die Bürger sollten umgehend informiert werden, wie es mit dem Tunnelbau unter Rastatt weitergehe, welche Verzögerungen zu erwarten seien und welche zusätzlichen Kosten auf den Steuerzahler zukämen, verlangte Gögel.

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Kommentare (29)
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  •   Exil-Hohenzoller
    (561 Beiträge)

    Was hat das mit S21
    Es ist schon irgendwie erbärmlich, wie sich die S21-Gegner auch nach Jahren an jeden noch so kleinen Strohhalm klammern versuchen. Noch erbärmlicher sind aber die Methode der Verbreitung populistischer Fake-News, um möglichst auch ohne Argumente das latente Gefühl der Angst und Unbehagen zu verbreiten.

    Von der AfD erwartet glaub niemand mehr irgendwas konstruktives und objektives. Aber daß es einigen Grünen noch immer nicht zu peinlich ist, jetzt wo die AfD ihre Fundi-Methodiken gekapert haben.

    Bei S21 werden verschiedene Tunnelbaumethoden angewendet. Bei noch keiner einzigen hat jemand behauptet, es gäbe kein Risiko. Es wird auch immer ein Risiko geben. Die Frage ist nur, wie das beherrschbar ist. Neue Erkenntnisse für S21 gibt es jetzt nicht so wirklich. Abgesehen davon sind sie unterm Neckar schon durch.
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  •   stoersender
    (900 Beiträge)

    Jetzt spielen sich die Linken auf
    als wären sie Tiefbauexperten. Das ist ja der Witz des Jahres.
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  •   andip
    (8133 Beiträge)

    Der Herr Gögel
    ist von der AfD, also von der anderen Seite.
    Aber typisch Politiker, von der Materie keine Ahnung haben aber das gleich populistisch ausschlachten wollen und Schuldzuweisungen an andere machen, die damit nichts zu tun haben oder Zusammenhänge mit anderen Bauprojekten konstruieren, die es nicht gibt.
    Und wieso muss der Steuerzahler dafür aufkommen? Die Zusatzkosten muss die DB bezahlen und die ist zumindestens auf dem Papier eine privatwirtschaftliche Aktiengesellschaft.
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  •   dipfele
    (4079 Beiträge)

    Die von der .....
    ..... Automobil-und Erdölindustrie kommenden Manager verzichten auf ihre Erfolgsboni. Und fahren eine Runde Bahn extra.
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  •   dipfele
    (4079 Beiträge)

    Die Linken.....
    .... finden sowieso wenig Gehör in den Medien.
    Ganz allgemein, es muss immer erst etwas passieren, dass die "Politik" aufwacht. Seit Jahrzehnten schon wurde von der damaligen Beamtenbahn der Tunnel Rastatt und der Ausbau der parallelen Gäubahn nach Zürich gefordert, passiert ist nichts, schon gar nichts seit es die Manager-Bahn gibt. Warum auch ? Die aus der Mineralöl- und Autoindustrie stammenden Bahn-Manager können wenig Ahnung vom Bahnbetrieb haben
    und interessieren sich daher für Erfolgszahlen, sprich für den Profit.
    Leider wird weder die Havarie noch der Dieselskandal ein Umdenken in der Verkehrspolitik bewirken.
    Den Konzernvertretern kann man den Vorwurf machen, offensichtlich im kritischen Bereich keine Risikoanalyse gemacht zu haben. Sonst hätten sie nicht zulassen dürfen, dass die parallele Gäubahn nach Zürich zeitgleich voll gesperrt ist. Der Vollsperrungswahn bei Routinegleisarbeiten muss ein Ende haben.
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  •   bergdoerfler
    (1548 Beiträge)

    und was sagt der Dobernickel dazu?
    nix, hat sich vergraben und dieselt vor sich hin
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  •   Peacemaker
    (330 Beiträge)

    Echt klasse.
    Hinterher kommen sie an wissen es besser. Warum nicht bereits vorher mitgedacht bei so einem wichtigen und hochriskanten Bauprojekt?
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  •   Ozeiger
    (1328 Beiträge)

    Weil
    die Politiker von solchen Dingen keine Ahnung haben. Je weniger Poltiker und Kaufleute zu sagen haben umso erfolgreicher kann so ein Projekt durchgeführt werden.
    Und es gibt immer Leute vom Fach die auch Bedenken äussern, immer. Nur auf die hört halt keiner.

    Hier hat man eventuell zuviel riskiert, aber wenn man nichts riskiert geht halt auch nichts vorwärts. Und lieber sind die Probleme jetzt da und nicht am fertigen Tunnel. Solche Dinge sind die gleichen Gratwanderungen wie Hochhaus- oder Brückenbau. Kann man alles ausrechnen, mit hochkomplexen Programmen simulieren bis zum Abwinken, aber wie es sich wirklich verhält weiss man erst wenn man angefangen hat oder wenns fertig ist.
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  •   dipfele
    (4079 Beiträge)

    Ein Professor.....
    ..... hatte mal festgestellt, dass das Material schlauer sei wie die Ingenieure.
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  •   alpinium
    (5473 Beiträge)

    Weil Geld das Hirn vernebelt
    ...und weil die Personen, die schon vorher Bedenken anmelden nicht gerne gesehen sind, das gilt insbesondere bei Konzern-Chefs und Politikern mit dem C im Parteinamen.
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